Während Turbulenzen in den Schwellenländern für Verunsicherung sorgen, zeigt sich der iShares MSCI World ETF stabil. Doch unter der Oberfläche des Welt-Index vollzieht sich ein historischer Machtwechsel: Die Dominanz der KI-Branche erreicht ein neues Level. Ist die zunehmende Konzentration im Portfolio ein Risiko oder der Motor für weitere Gewinne?
Sicherheit in Industrieländern
Der Kontrast könnte kaum schärfer sein: Am Mittwoch fror der Indexanbieter MSCI Änderungen für indonesische Wertpapiere ein – eine Reaktion auf Bedenken bezüglich Transparenz und Marktzugang in den Emerging Markets. Für Anleger des MSCI World ETF, der ausschließlich in 23 Industrieländer investiert, unterstreicht dieser Schritt die strukturelle Sicherheit der „Developed Markets“.
Während regulatorische Risiken in Asien das Vertrauen belasten, profitieren Industrieländer-Indizes von einer sogenannten „Governance-Prämie“. Die strikte Einhaltung von Zugangsstandards durch MSCI schützt Investoren vor den Unwägbarkeiten, die derzeit die Schwellenländer prägen.
Die neue Rangordnung
Ein Blick in das Portfolio vor der anstehenden Index-Überprüfung im Februar offenbart eine signifikante Verschiebung. Nvidia hat sich mit einer Gewichtung von 5,45 Prozent zur unangefochtenen Nummer eins im Fonds entwickelt und damit Apple (4,85 Prozent) sowie Microsoft (4,11 Prozent) überholt.
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Getrieben wird diese Entwicklung durch die ungebrochene Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Allerdings führt dieser Aufstieg zu einer historischen Konzentration: Die fünf größten Positionen machen mittlerweile über 19 Prozent des gesamten Portfolios aus. Der ETF, der eigentlich für breite Diversifikation steht, wird zunehmend von der Performance weniger US-Tech-Giganten bestimmt.
Krypto-Aktien bleiben erlaubt
Relevant für die zukünftige Zusammensetzung ist zudem eine Grundsatzentscheidung von MSCI bezüglich „Digital Asset Treasury Companies“ (DATs). Der Indexanbieter bestätigte Anfang Januar, dass Unternehmen mit großen Bitcoin-Beständen – wie etwa MicroStrategy – nicht aus den globalen Indizes ausgeschlossen werden. Damit behält der ETF indirekten Zugang zum Krypto-Ökosystem, ohne sein Mandat für Aktieninvestments zu verletzen.
Ausblick: Februar-Review entscheidet
Mitte Februar wird MSCI die Ergebnisse der quartalsweisen Index-Überprüfung bekannt geben. Angesichts der geklärten Richtlinie zu Krypto-nahen Firmen könnten Gewichtungsanpassungen bei Unternehmen anstehen, die als Brücke zwischen operativen Geschäft und digitalen Assets fungieren. Zudem dürfte die Unsicherheit in Indonesien weitere Kapitalflüsse in die „sicheren Häfen“ der US- und japanischen Märkte lenken, die bereits den Großteil dieses ETFs ausmachen. Trotz der gestiegenen Marktdynamik bleibt der Fonds mit einer Kostenquote von 0,24 Prozent ein effizientes Instrument für den globalen Marktzugang.
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