Münchener Rück Aktie: Ein stiller Rückschlag?
Munich Re schüttet Milliarden an Aktionäre aus, doch der starke Euro belastet die Bilanz. Die Quartalszahlen am 12. Mai zeigen die konkreten Auswirkungen.

Kurz zusammengefasst
- Milliardenschwere Ausschüttung für Aktionäre
- Starker Euro drückt auf das Geschäft
- KPMG übernimmt Wirtschaftsprüfung
- Klima-Kritik an fossiler Absicherung
Rekordgewinne und Milliarden für die Aktionäre auf der einen Seite. Ein Aktienkurs nahe dem Jahrestief auf der anderen. Bei der Münchener Rück klaffen operative Stärke und Marktstimmung derzeit auffällig auseinander.
Milliardenregen für Aktionäre
Am 5. Mai fließen die Gelder. Der Rückversicherer zahlt 24,00 Euro je Aktie aus. Das markiert ein Vierteljahrhundert an stetigen Anhebungen.
Rechnet man das geplante Aktienrückkaufprogramm hinzu, schüttet der Konzern rund 5,3 Milliarden Euro aus. Das Rückkaufprogramm selbst umfasst ein Volumen von bis zu 2,25 Milliarden Euro. Das Management will diese Papiere bis spätestens April 2027 erwerben und einziehen. Der zuständige Aufsichtsratsausschuss muss diesem Schritt noch formal zustimmen.
Der starke Euro als Bremsklotz
Operativ lief das erste Quartal ruhig. Großschäden blieben weitgehend aus. Soweit so gut. Ein zentrales Risiko trübt allerdings die Aussichten für die kommenden Quartalszahlen. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar massiv aufgewertet.
Anfang des vergangenen Jahres kostete der Euro noch rund 1,03 Dollar. Im ersten Quartal stieg der Kurs zeitweise auf 1,20 Dollar. Munich Re wickelt einen Großteil des Geschäfts in amerikanischer Währung ab. Die Umrechnung drückt daher direkt auf die ausgewiesenen Prämien.
Das operative Geschäft könnte also besser gelaufen sein, als die Bilanz am Ende zeigt. Schon in der Vergangenheit riss das Währungsergebnis tiefe Löcher in die Bücher. Zuletzt lag das Minus hier bei 1,4 Milliarden Euro.
Neuer Prüfer und Gegenwind beim Klima
Auf der Hauptversammlung Ende April stellte der Konzern formale Weichen. KPMG übernimmt die Wirtschaftsprüfung ab dem laufenden Jahr. Die Aktionäre bestätigten den Wechsel. EY verliert das Mandat als direkte Folge der Wirecard-Sperre durch die Aufsichtsbehörde APAS. KPMG prüft künftig auch den Nachhaltigkeitsbericht.
Genau bei diesem Thema erntete der Vorstand scharfe Kritik. Umweltschützer von Urgewald warfen dem Management vor, weiterhin fossile Projekte abzusichern. Zwar schließt Munich Re neue LNG-Terminals teilweise aus. Diese Regel greift aber nur bei direkter Anbindung an neue Gasfelder. Der vollständige Rückzug aus der Kohleversicherung ist erst für das Jahr 2040 geplant.
Die neue Strategie fordert eine Eigenkapitalrendite von mehr als 18 Prozent. Um das Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro Nettogewinn abzusichern, braucht es einen starken Auftakt. Am 12. Mai zeigen die Quartalszahlen konkret, wie stark der schwache Dollar dieses Vorhaben bremst.
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