Münchener Rück Aktie: Malherbe kauft für 198.000 Euro
Insiderkauf durch Vorstandsmitglied bei Münchener Rück trotz Kursrutsch. Starke Quartalszahlen und Preisdisziplin stützen die optimistische Einschätzung.

Kurz zusammengefasst
- Vorstandskauf von knapp 200.000 Euro
- Aktie nahe 52-Wochen-Tief
- Starker Gewinn im ersten Quartal
- Preisdisziplin im Erneuerungsgeschäft
Auf dem Kurszettel sieht die Lage für den Rückversicherer derzeit ungemütlich aus. Mit aktuell 474,00 Euro notieren die Papiere der Münchener Rück nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund 14 Prozent. Aus der Chefetage kommt nun ein greifbares Signal des Vertrauens.
Signifikantes Insidergeschäft
Vorstandsmitglied Mari-Lizette Malherbe kaufte Mitte Mai ein Aktienpaket im Wert von knapp 198.000 Euro. Der durchschnittliche Ausführungspreis lag bei rund 478,89 Euro. Damit sicherte sich die Managerin 413 Anteilscheine über die Handelsplattform Xetra.
In der vergangenen Woche markierte diese Transaktion das größte gemeldete Insidergeschäft am deutschen Aktienmarkt. Solche Directors‘ Dealings verändern zwar keine operativen Kennzahlen. Marktbeobachter werten sie in Schwächephasen aber oft als Indikator dafür, dass das Management den aktuellen Kurs für fundamental unterbewertet hält.
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Starke Zahlen, harter Markt
Die operative Basis stützt diesen Optimismus. Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro. Das Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro bleibt fest im Visier. Bemerkenswert niedrig fiel die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung mit 66,8 Prozent aus.
Der Bereich Global Specialty Insurance glänzte mit einer Quote von 83,7 Prozent, getrieben von geringen Großschadenbelastungen. Im April-Erneuerungsgeschäft wehte der Münchener Rück indes ein rauerer Wind entgegen. Der Konzern drosselte das Geschäftsvolumen in dieser Runde um 18,5 Prozent. Parallel dazu gaben die Preise um 3,1 Prozent nach. Das Management demonstriert hier Preisdisziplin und verzichtet im Zweifel auf unrentables Wachstum.
Blick auf die nächsten Termine
Der Fokus verlagert sich nun auf die anstehenden Kapitalmarkttermine. Ende Mai präsentiert sich das Unternehmen auf der Global Financial Services Conference der Deutschen Bank in New York. Frische operative Daten folgen im Spätsommer. Am 7. August legt der Konzern den Halbjahresfinanzbericht vor. Dieses Zahlenwerk wird konkret belegen, wie sich die strikte Preisdisziplin der Frühjahrsmonate auf die Profitabilität des Gesamtportfolios auswirkt.
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