Die Münchener Rück greift durch: Während im Rückversicherungsgeschäft die normale Mitarbeiterfluktuation ausreicht, plant CEO Christoph Jurecka bei der Tochter Ergo härtere Maßnahmen. Freiwillige Abfindungsprogramme und Stellenverlagerungen nach Indien und Polen sollen helfen, bis 2030 rund 600 Millionen Euro einzusparen. Der Grund: Künstliche Intelligenz macht Routineaufgaben zunehmend überflüssig.
Die wichtigsten Fakten zum Konzernumbau:
- Natürliche Fluktuation (10% p.a.) reicht bei Ergo nicht für Effizienzziele
- Freiwillige Abfindungsprogramme statt betriebsbedingter Kündigungen
- Verlagerung von IT- und Verwaltungsstellen nach Osteuropa und Asien
- Sparziel: 600 Mio. Euro bis 2030, davon 200 Mio. Euro bereits bis Ende 2026
- Aktienrückkauf: Allein zwischen 12. und 20. Januar rund 360.000 Aktien zurückgekauft
Analysten uneinig über Bewertung
Die Einschätzungen der Investmentbanken fallen unterschiedlich aus. Goldman Sachs senkte das Kursziel auf 574 Euro bei neutraler Einstufung. JPMorgan zeigt sich optimistischer und bestätigt „Overweight“ mit einem Kursziel von 655 Euro – knapp 29 Prozent über dem aktuellen Niveau.
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Die Strategie „Ambition 2030“ sieht eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent und ein jährliches Gewinnwachstum von mehr als 8 Prozent vor. Weniger volatile Geschäftsbereiche wie Ergo und Lebensrückversicherung sollen bis 2030 rund 60 Prozent zum Konzernergebnis beitragen.
Nächster Termin: 26. Februar
Am 26. Februar legt die Münchener Rück die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Bis dahin bleibt die Marke um 507 Euro technisch relevant – sie liegt nur knapp über dem 52-Wochen-Tief. Rutscht der Kurs darunter, rückt die psychologisch wichtige 500-Euro-Schwelle in den Fokus. Stützend wirken jedoch die prognostizierte Dividendenrendite von über 4 Prozent und das laufende Aktienrückkaufprogramm.
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