Während die Aktie des Rückversicherungsriesen deutlich nachgibt, greifen Führungskräfte gezielt zu. Aufsichtsrätin Julia Christiane Jäkel-Wickert investierte über 50.000 Euro – just in dem Moment, als die Märkte die Milliardenschäden aus 2025 verarbeiten. Ein Vertrauensbeweis oder Fehlkalkulation?
Insider-Käufe trotz Abwärtstrend
Am 12. Januar 2026 erwarb Jäkel-Wickert 95 Aktien zu durchschnittlich 526,80 Euro. Das Gesamtvolumen: 50.046 Euro. Bemerkenswert dabei: Der Kurs rutschte bereits unter ihren Einstiegspreis und notiert aktuell bei rund 524 Euro. Das Signal ist dennoch eindeutig – aus Sicht der Unternehmensführung bietet das aktuelle Niveau offenbar Chancen.
Parallel erhöhte Vermögensverwalter Amundi seinen Stimmrechtsanteil auf 3,01 Prozent. Institutionelle Investoren bleiben dem Titel also treu, trotz volatiler Märkte.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Aktueller Kurs: 524 Euro (Xetra-Schluss)
- Wochenverlust: -0,53 Prozent
- KGV: 10,32
- Marktkapitalisierung: 68,34 Milliarden Euro
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (615,80 Euro): -15 Prozent
108 Milliarden Dollar Naturkatastrophenschäden
Die Zurückhaltung vieler Anleger hat einen konkreten Grund: Munich Re bezifferte die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen für 2025 auf 108 Milliarden US-Dollar. Zum zweiten Mal in Folge wurde die kritische 100-Milliarden-Marke überschritten.
Teuerstes Einzelereignis waren die verheerenden Waldbrände im Großraum Los Angeles. Solche Schadenssummen drücken auf die Margenerwartungen und erklären, warum der Markt Rückversicherungstitel derzeit mit Vorsicht behandelt.
Digitale Expansion in den USA
Abseits des Tagesgeschehens treibt die ERGO-Tochter ihre US-Strategie voran. Das übernommene InsurTech „NEXT Insurance“ firmiert seit 15. Januar 2026 als „ERGO NEXT Insurance“. Die Plattform bedient über 750.000 Kleinunternehmen und soll digitale Technologie mit der Kapitalstärke der Münchener Rück verbinden.
Analysten bleiben konstruktiv
Jefferies bestätigte sein „Hold“-Rating mit Kursziel 600 Euro – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 14 Prozent. Das durchschnittliche Analystenurteil liegt bei 582,52 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die Diskrepanz zwischen fallendem Kurs und fundamentaler Bewertung wird größer. Charttechnisch rückt die Marke von 500 Euro in den Fokus – hier liegt das 52-Wochen-Tief bei 498,20 Euro. Ein Unterschreiten könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während ein Halten dieser Zone neue Käufer anlocken dürfte.
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