Mutares Aktie: Anleihe-Klausel verfehlt

Die Beteiligungsgesellschaft meldet Rekordumsatz und -gewinn, hat jedoch eine wichtige Verschuldungskennzahl verfehlt und muss Gläubiger um Nachsicht bitten.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordwerte bei Umsatz und operativem Ergebnis
  • Verstoß gegen Anleihe-Verschuldungsklausel
  • Gläubiger um Verzicht bis Mitte 2026 gebeten
  • Aktie notiert deutlich unter Vorjahresniveau

Die Beteiligungsgesellschaft Mutares glänzt operativ mit neuen Höchstständen bei Umsatz und Gewinn. Gleichzeitig trübt ein unerwartetes Finanzierungsproblem die Bilanz des Jahres 2025. Das Unternehmen hat eine wichtige Verschuldungskennzahl seiner Anleihen gerissen und muss nun die Gläubiger um Nachsicht bitten.

Operatives Wachstum trifft auf Bilanzhürde

Auf den ersten Blick lesen sich die vorläufigen Zahlen für 2025 hervorragend. Der Konzernumsatz stieg auf 6,5 Milliarden Euro, während sich das operative Ergebnis (EBITDA) auf 733,5 Millionen Euro vervielfachte. Maßgeblich getrieben wurde diese Entwicklung durch lukrative Unternehmensverkäufe. Allerdings verfehlte Mutares zum Stichtag Ende Dezember das in den Anleihebedingungen vorgeschriebene Verhältnis von Nettoverschuldung zu Konzerneigenkapital. Als Ursachen führt das Management Bewertungseffekte, gestiegene Leasingverbindlichkeiten und weniger eigenkapitalstärkende Zukäufe im Schlussquartal an.

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Zugeständnisse an die Gläubiger

Um diesen technischen Vertragsbruch zu heilen, bittet der Vorstand die Gläubiger in einem schriftlichen Verfahren um einen Verzicht auf die Einhaltung der Klausel bis Ende Juni 2026. Als finanzielle Kompensation bietet das Unternehmen eine Gebühr von 1,5 Prozent des Nominalvolumens. Flankierend dazu plant Mutares ab dem zweiten Quartal 2026 vierteljährliche Anleiherückkäufe in Höhe von mindestens 25 Millionen Euro, um die Schuldenlast aktiv zu reduzieren. Am Aktienmarkt sorgte der Nachrichtenmix zuletzt für wenig Impuls: Am Montag ging das Papier bei 29,60 Euro aus dem Handel und notiert damit auf Sicht eines Jahres rund 35 Prozent im Minus.

Trotz der laufenden Verhandlungen mit den Anleihegläubigern forciert das Management den operativen Expansionskurs. Die mittelfristigen Ziele wurden auf ein jährliches Wachstum von 25 Prozent bei Konzernumsatz und Holding-Ergebnis angehoben. Ein konkreter Schritt zur Werthebung steht bereits unmittelbar bevor: Der Verkauf der inTime Group an die Tawin Holdings Group soll noch im laufenden ersten Quartal 2026 formell abgeschlossen werden.

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