Mutares Aktie: BaFin-Schock überschattet Rekordgewinn

Mutares verzeichnet 32% Gewinnsprung auf 69,8 Mio. Euro, sieht sich jedoch mit BaFin-Prüfung der Jahresabschlüsse 2023 konfrontiert, was den Aktienkurs deutlich belastet.

Kurz zusammengefasst:
  • Halbjahresgewinn steigt um 32% auf 69,8 Millionen Euro
  • BaFin prüft Jahresabschlüsse 2023 auf mögliche Verstöße
  • Operativer Cashflow wechselt von negativ zu positiv
  • Unverändert optimistische Jahresprognose bestätigt

Die Turnaround-Spezialisten von Mutares SE sorgen für gemischte Gefühle bei Anlegern. Während das Unternehmen mit einem spektakulären Gewinnsprung von 32% auf 69,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr beeindruckt, schwebt gleichzeitig das Damoklesschwert einer BaFin-Prüfung über der Aktie. Die Finanzaufsicht sieht „konkrete Anhaltspunkte“ für Verstöße in den Jahresabschlüssen 2023 – ein Vorwurf, der die Aktie um 14% abstürzen ließ. Gleichzeitig prescht Mutares mit aggressiven Übernahmen voran. Kann das Unternehmen die regulatorischen Sorgen ausräumen und zur gewohnten Erfolgsspur zurückfinden?

Gewinnexplosion bei der Holding

Die Halbjahreszahlen vom 12. August zeigen Mutares in Bestform. Der Holding-Nettogewinn katapultierte sich um beeindruckende 32% auf 69,8 Millionen Euro nach oben. Noch wichtiger: Der operative Cashflow drehte von minus 19,1 Millionen Euro ins Plus und erreichte 2,2 Millionen Euro.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick:
– Holding-Nettogewinn: +32% auf 69,8 Mio. Euro
– Konzernumsatz: +19% auf 3.106 Mio. Euro
– EBITDA-Explosion: auf 598,2 Mio. Euro (+730%)
– Operativer Cashflow: Turnaround von -19,1 auf +2,2 Mio. Euro

BaFin-Prüfung: Sturm im Wasserglas?

Doch der Erfolg wird überschattet. Am 1. August verkündete die BaFin eine Prüfung der Jahresabschlüsse 2023. Die Vorwürfe? Unvollständige Angaben zu Forderungslaufzeiten und Prognosen im Lagebericht. Mutares betont jedoch, dass es sich nur um Darstellungsaspekte handelt, nicht um die Geschäftssubstanz.

Das Unternehmen zeigt sich kooperativ und optimistisch: Die meisten beanstandeten Punkte seien bereits durch Erklärungen ausgeräumt worden. Eine Klärung wird bis Ende Oktober angestrebt.

M&A-Maschine läuft auf Hochtouren

Während die Regulatoren prüfen, kauft Mutares munter weiter. Gleich zwei strategische Übernahmen in kurzer Folge zeigen die ungebrochene Akquisitionslust:

Die inTime Group, ein Transport- und Logistikspezialist mit 115 Millionen Euro Umsatz, wurde bereits erfolgreich übernommen. Nur eine Woche später folgte das Krangeschäft von Hyva mit weiteren 100 Millionen Euro Umsatz. Beide Deals stärken strategische Geschäftsbereiche und unterstreichen Mutares‘ Turnaround-Expertise.

Prognose steht trotz allem

Trotz der regulatorischen Unsicherheiten hält das Management an der optimistischen Jahresprognose fest:

  • Konzernumsatz: 6,5 bis 7,5 Milliarden Euro
  • Holding-Nettoeinkommen: 130 bis 160 Millionen Euro
  • Exit-Erlöse: über 200 Millionen Euro angestrebt

Die zweite Jahreshälfte soll verstärkte Verkaufsaktivitäten bringen, nachdem bereits der teilweise Steyr-Verkauf positiv zum Ergebnis beitrug.

Der Titel notiert aktuell mit 28,30 Euro deutlich unter seinem Jahreshoch von 46,00 Euro – eine Folge der BaFin-Turbulenzen. Sollte Mutares die regulatorischen Zweifel ausräumen können, dürfte die solide operative Performance wieder in den Fokus rücken.

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