Mutares Aktie: Exit-Rekord und Wachstumsziele
Mutares meldet Umsatzplus und bestätigt Gewinnprognose für 2026. Größte Exit-Pipeline der Firmengeschichte soll die Kasse füllen.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt um zehn Prozent
- Größte Exit-Pipeline der Geschichte
- Jahresgewinn von bis zu 200 Millionen Euro angepeilt
- Neues Segment durch SABIC-Übernahme geplant
Mutares hat heute die Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorgelegt — und die Kernbotschaft ist eindeutig: Die Münchner Beteiligungsgesellschaft dreht das Tempo auf der Verkaufsseite spürbar hoch. Der Vorstand spricht von der größten Exit-Pipeline der Unternehmensgeschichte.
Solides Wachstum, aber Holding noch im Minus
Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um zehn Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Hinter dem Erlösanstieg steckt vor allem die rege Akquisitionstätigkeit des vergangenen Jahres — allen voran Neuerwerbungen wie Kawneer und F.lli Ferrari. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf 11,1 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 30,1 Millionen Euro zu Buche stand.
Auf Holding-Ebene, die für Aktionäre besonders relevant ist, fiel das Nettoergebnis hingegen mit minus 0,9 Millionen Euro ins Negative. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2025 standen noch 29,5 Millionen Euro auf der Habenseite — damals allerdings begünstigt durch einen Teil-Exit bei Steyr Motors. Das Beratungs- und Management-Fee-Geschäft brachte 24,9 Millionen Euro ein, leicht unter den 26,2 Millionen Euro des Vorjahres.
Die Exits sollen die Kasse füllen
Das eigentlich Spannende liegt im zweiten Halbjahr. Mutares hat im ersten Quartal bereits mehrere Verkäufe unterzeichnet — darunter die Abgabe von inTime Group, Relobus, Conexus und Peugeot Motocycles, deren Abschlüsse nach dem Stichtag erwartet werden. Zudem wurden Kalzip und WIJ Special Media erfolgreich veräußert.
Das Jahresergebnis der Holding hängt traditionell stark von Exit-Erlösen ab. Für 2026 rechnet der Vorstand mit deutlich höheren Bruttoerlösen aus Verkäufen als im Vorjahr, als rund 230 Millionen Euro einflossen. Auf dieser Basis wird ein Jahresüberschuss zwischen 165 und 200 Millionen Euro angepeilt — eine Prognose, die heute ausdrücklich bestätigt wurde.
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Parallel dazu vollzieht Mutares eine Neugliederung des Portfolios. Mit dem geplanten Erwerb des Thermoplastik-Geschäftsbereichs von SABIC — der größten Akquisition der Unternehmensgeschichte mit einem Umsatzvolumen von rund zwei Milliarden Euro — entsteht ein neues Segment „Chemicals & Materials“. Das Closing wird für Ende des zweiten Quartals erwartet.
Ambitionen bis 2030
Den mittelfristigen Ausblick bekräftigte das Management ebenfalls. Bis 2030 sollen Konzernumsatz und Holding-Nettoergebnis jährlich um mindestens 25 Prozent zulegen. Ursprüngliche Ziele für 2028 — zehn Milliarden Euro Konzernumsatz und 200 Millionen Euro Jahresüberschuss der Holding — dürften nach eigener Einschätzung bereits deutlich früher erreicht werden.
Für 2026 selbst steckt der Ausblick den Konzernumsatz in eine Bandbreite von 7,9 bis 9,1 Milliarden Euro — ein potenzieller Anstieg von bis zu 40 Prozent gegenüber den 6,5 Milliarden Euro aus 2025. Ob die Exit-Pipeline dieses Versprechen einlöst, wird das laufende Halbjahr zeigen.
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