Mutares Aktie: Neuer Deal fix

Mutares erwirbt die Online-Händler Mimovrste und Mall.hr von Allegro Group. Die Plattformen erzielen rund 100 Millionen Euro Umsatz, operieren derzeit jedoch noch mit Verlust.

Kurz zusammengefasst:
  • Übernahme von zwei Online-Marktplätzen im Balkan
  • Portfolioausbau im Segment Goods & Services
  • Aktienkurs legt deutlich zu in letzter Zeit
  • Vorläufige Jahreszahlen für 2025 im Februar

Mutares drückt zum Jahresstart aufs Tempo. Nur wenige Tage nach einem Zukauf in den USA meldet die Münchener Beteiligungsgesellschaft den nächsten Vollzug – diesmal im Balkan-Raum. Der Turnaround-Spezialist sichert sich E-Commerce-Plattformen mit rund 100 Millionen Euro Umsatz, doch die neuen Töchter schreiben operativ noch rote Zahlen. Passt dieses Wagnis in die aktuelle Wachstumsstrategie?

Die Fakten auf einen Blick:

Mutares

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  • Ziele: Mimovrste (Slowenien) und Mall.hr (Kroatien).
  • Verkäufer: Allegro Group.
  • Umsatzvolumen: Rund 100 Millionen Euro.
  • Abschluss: Erwartet für das erste Quartal 2026.

Klassischer Turnaround-Fall

Die Transaktion folgt dem typischen Muster des Münchener Private-Equity-Hauses: Man kauft Unternehmensteile, die für den Vorbesitzer zur Belastung geworden sind. Die polnische Allegro Group trennt sich von den Einheiten im Zuge einer strategischen Neuausrichtung. Die Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf: In den ersten neun Monaten 2025 verzeichnete das Segment einen Umsatzrückgang von knapp 8 Prozent und ein negatives bereinigtes EBITDA.

Für Mutares bietet sich hier genau das Szenario, auf das das Geschäftsmodell ausgelegt ist. CIO Johannes Laumann spricht von einer „einzigartigen Gelegenheit“, eine skalierbare Technologieplattform samt etablierter Marken zu übernehmen. Mimovrste gilt als Marktführer in Slowenien mit über 600.000 aktiven Käufern, während Mall.hr in Kroatien zu den Top-5-Plattformen zählt. Insgesamt wechseln rund 250 Mitarbeiter und dedizierte IT-Ressourcen in Tschechien den Besitzer.

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Aktie im Aufwind

Am Markt wird die offensive Gangart derzeit honoriert. Die Mutares-Aktie konnte sich von ihren Tiefstständen bei 24,85 Euro deutlich lösen und notiert aktuell bei 32,50 Euro. Allein in den letzten 30 Tagen legte das Papier um 12,85 Prozent zu.

Die Übernahme der beiden Online-Händler ist dabei nur ein Puzzlestück einer arbeitsreichen Woche. Erst am 2. Januar wurde der Erwerb von Greer Steel in den USA abgeschlossen, kurz vor Jahreswechsel vereinbarte man den Verkauf der Tochter Conexus. Diese hohe Schlagzahl bei Transaktionen untermauert das Ziel, das Portfolio im Segment „Goods & Services“ aktiv umzubauen, auch wenn der Kurs mit rund 30 Prozent Abstand zum 52-Wochen-Hoch noch Aufholpotenzial besitzt.

Ausblick: Zahlen im Februar

Das Closing der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen kartellrechtlichen Genehmigungen und wird für das laufende erste Quartal 2026 erwartet. Investoren richten ihren Blick nun auf den kommenden Februar: Dann wird Mutares die vorläufigen Jahreszahlen für 2025 präsentieren, die zeigen werden, wie profitabel das Gesamtportfolio trotz der intensiven M&A-Aktivitäten gewirtschaftet hat.

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