- EUR/HUF: Forint holt auf

06.12.19 17:00

Paris (www.aktiencheck.de) - Schon seit weit über drei Jahren verharrt der Leitzins im Euroraum nun schon bei 0 Prozent, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Hinzu kämen weitere zahlreiche geldpolitische Lockerungsmaßnahmen wie etwa ein negativer Einlagenzins von 0,5 Prozent oder die Reaktivierung der EZB-Anleihekäufe. Bisher habe aber weder die Inflation noch das Wachstum spürbar angezogen. Dass EZB-Chefin Christine Lagarde recht zeitnah die geldpolitische Trendwende einläuten werde, sei daher mehr als unwahrscheinlich.

Kein Wunder, dass somit auch der Euro zur Schwäche neige. Im Vergleich zum Ungarischen Forint habe sich die Gemeinschaftswährung im Jahresverlauf aber recht wacker geschlagen - zumindest bisher. Zuletzt habe der Euro aber auch zum Forint (ISIN EU0006169864 / WKN 616986) zur Schwäche geneigt.

Eine wirkliche Überraschung sei das nicht, vielmehr könne die Frage gestellt werden: Weshalb habe der Forint nicht schon zuvor zum Euro aufgewertet? Schließlich könne sich die Entwicklung des mitteleuropäischen Staates in den vergangenen Jahren durchaus sehen lassen. Die Arbeitslosenquote sei seit Jahren rückläufig und mit aktuell rund 3,5 gering, der private Konsum robust und das BIP-Plus falle 2019 mit geschätzten 4,6 Prozent vergleichsweise hoch aus. Kurzum: Zwar sei aktuell ungewiss, wie sich der Forint künftig präsentieren werde; dass er im Vergleich zum Euro noch ein wenig aufwerte, sollten Anleger aber zumindest nicht ausschließen. (06.12.2019/ac/a/m)


Quelle: aktiencheck.de

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