- Rheinmetall: Aussagen von Konzernchef kommen an der Börse gut an Aktienanalyse

30.04.21 16:45

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Rheinmetall-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Autozulieferers und Rüstungskonzerns Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, Nasdaq OTC-Symbol: RNMBF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Trotz starker Zahlen habe die Rheinmetall-Aktie zuletzt wieder an Boden verloren. Doch am Freitag melde sich der Rüstungskonzern und Autozulieferer nun zurück. Aussagen von Konzernchef Armin Papperger zum Ausbau des brummenden Rüstungsgeschäfts kämen an der Börse gut an.

Derzeit verhandle Rheinmetall mit dem Schweizer Staatsunternehmen Ruag über den Kauf von Unternehmensteilen, so Papperger zur "Wirtschaftswoche" laut einer Vorabmeldung vom Freitag. Er habe dabei den Bereich Munition für das Heer oder Simulationsanlagen für Gefechtsübungen konkret im Auge.

Rheinmetall plane zudem weitere Zukäufe. So wolle Papperger auch die Bereiche Elektronik, Cloud-Technologie, Drohnen oder Lenkwaffen ausbauen. An einer in der Vergangenheit ins Auge gefassten Übernahme des Münchner Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) habe Rheinmetall hingegen kein Interesse mehr, habe der Manager gesagt. Zusammen mit den Münchnern baue Rheinmetall unter anderem den Kampfpanzer Leopard und den Schützenpanzer Puma.

Unterdessen würde Papperger eine Beteiligung Polens am neuen deutsch-französischen Panzerprojekt Main Ground Combat System (MGCS) begrüßen. Aus seiner Sicht wäre dies "ein echter Gewinn", habe er gesagt. Zunächst müssten die heutigen Partner zwar ein Grundgerüst an Technologie festlegen. "Aber dann brauchen wir Partner, die sich beteiligen und das Produkt kaufen." Er könnte sich auch vorstellen, dass sich polnische Unternehmen an der Produktion beteiligen würden.

Bei Rheinmetall laufe das Rüstungsgeschäft seit geraumer Zeit rund. Das Geschäft mit Munition, Panzern, Radfahrzeugen und Lkw habe sich im vergangenen Jahr als wichtiger Stabilitätsanker in der Corona-Krise erwiesen. Dagegen hätten die Düsseldorfer in der Autozulieferung erhebliche Probleme gehabt. Das Geschäft mit der Autobranche gelte schon länger als Sorgenkind.

Die bisherige Aufteilung in die zwei Sparten Rüstung und Automotive entfalle nun allerdings. Stattdessen gebe es jetzt fünf Divisionen unter direkter Führung des Konzernvorstands. Das solle helfen, den technologischen Austausch zwischen den Bereichen zu forcieren.

Starke Zahlen zuletzt und der Ausbau des margenstärkeren und aussichtsreicheren Rüstungsgeschäfts: Rheinmetall sei auf dem richtigen Weg, die Bewertung habe noch Luft nach oben.

Anleger können das aktuelle Niveau weiter zum Kauf nutzen, so Maximilian Völkl von "Der Aktionär". (Analyse vom 30.04.2021)

Mit Material von dpa-AFX

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Börsenplätze Rheinmetall-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Rheinmetall-Aktie:
86,92 EUR +0,84% (30.04.2021, 16:49)

Xetra-Aktienkurs Rheinmetall-Aktie:
86,88 EUR +1,02% (30.04.2021, 16:38)

ISIN Rheinmetall-Aktie:
DE0007030009

WKN Rheinmetall-Aktie:
703000

Ticker-Symbol Rheinmetall-Aktie:
RHM

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Rheinmetall-Aktie:
RNMBF

Kurzprofil Rheinmetall AG:

Die Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, Nasdaq OTC-Symbol: RNMBF) ist ein deutscher Technologiekonzern, der in den Bereichen Automotive und Defence tätig ist. Das weltweit agierende Traditionsunternehmen vereint unter seinem Dach die Aktivitäten verschiedener Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und fungiert als zentrale und strategische Management-Holding. Im Vordergrund stehen insbesondere die Aktivitäten der dezentral operierenden Führungsgesellschaft KSPG AG und der Rheinmetall Defence-Sparte. Im Bereich Automotive hat sich die Führungsgesellschaft KSPG mit ihren Geschäftsbereichen Kolben, Luftversorgung, Pumpen, Aluminium-Technologie, Gleitlager und Motor Service auf Module und Systeme rund um den Motor spezialisiert.

Die Defence Sparte des Rheinmetall-Konzerns zählt mit ihren Geschäftsbereichen Fahrzeugsysteme, Waffe und Munition, Antriebe, Flugabwehr, Verteidigungselektronik sowie Simulation und Ausbildung zu den namhaften und großen Adressen der internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Zu den Tochter- und Beteiligungsunternehmen gehören außerdem unter anderem: American Rheinmetall Munition, Inc., Eurometaal N.V., Nitrochemie AG, Oerlikon Contraves, Werkzeugbau Walldürn GmbH, Société Mosellane de Services, BF Germany GmbH und Intec France S.A.S. (30.04.2021/ac/a/d)

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Quelle: aktiencheck.de

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