- EUR/JPY: Yen k├Ânnte von globaler Unsicherheit profitieren

25.01.19 13:35

Paris (www.aktiencheck.de) - Eine zuversichtliche Prognose klingt irgendwie anders. Probleme in der Automobilindustrie, die nicht enden wollende Hängepartie rund um den Brexit und die Haushaltsschieflage in Italien sind einige Entwicklungen, die den Internationalen Währungsfonds (IWF) dazu bewogen haben, die Wachstumsprognose für Deutschland erneut zu senken - und zwar kräftig, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Statt 1,9 Prozent würden die IWF-Ökonomen 2019 nur noch ein BIP-Plus von 1,3 Prozent erwarten. Bereits im Oktober habe der IWF die Wachstumsaussichten für Deutschland nach unten angepasst. Passend dazu seien auch die jüngst veröffentlichten und viel beachteten Einkaufsmanagerindices für den Euroraum ausgefallen. Während der Index für den Dienstleistungssektor von 51,2 auf 50,8 Punkte geschrumpft sei, habe das Pendant für das Verarbeitende Gewerbe von 51,4 auf 50,5 Zähler nachgegeben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank angesichts dieser Aussichten noch in diesem Jahr den Leitzins anheben werde, tendiere mittlerweile gegen null. Gut möglich, dass sich daher auch der Euro schwächer entwickle als ursprünglich angenommen - auch im Vergleich zum Japanischen Yen (ISIN EU0009652627 / WKN 965262). Zwar erscheine seitens der japanischen Notenbank ein restriktiver Kurs der Geldpolitik eher unwahrscheinlich, profitieren könnte der Yen aber ohnehin vielmehr von den anhaltenden Unsicherheiten und seinem Ruf als sicherer Hafen. (25.01.2019/ac/a/m)


Quelle: aktiencheck.de

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