Siemens Aktie: Geopolitik und UBS

Die UBS bestätigt ihre Kaufempfehlung für Siemens, während geopolitische Gespräche in Davos den wichtigen US-Markt im Fokus haben. Die Aktie blickt auf die Quartalszahlen im Februar.

Kurz zusammengefasst:
  • UBS bestätigt unveränderte Kaufempfehlung für Siemens
  • Geopolitische Gespräche in Davos fokussieren US-Markt
  • Siemens Healthineers startet Kooperation in den USA
  • Quartalszahlen für das Geschäftsjahr 2026 im Februar

Siemens gerät zur Wochenmitte von zwei Seiten unter Beobachtung: Auf der politischen Bühne spielt Davos mit möglichem Einfluss auf das US-Geschäft eine Rolle, gleichzeitig stützt eine bestätigte Kaufempfehlung der UBS das Vertrauen in den Industriekonzern. Wie gut steht die Aktie damit vor den anstehenden Quartalszahlen tatsächlich da?

Die Fakten im Überblick

  • UBS bestätigt Einstufung „Buy“ für Siemens
  • Strategisch wichtiger US-Fokus durch Auftritte von Siemens Energy in Davos
  • Operative Fortschritte bei Siemens Healthineers im US-Gesundheitsmarkt
  • Q1-Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 kommen am 12. Februar
  • Aktie notiert mit rund 12 % Abstand unter dem 52‑Wochen-Hoch

Heute liegt der Kurs bei etwa 252,65 Euro und damit rund 4,8 % über dem Stand zu Jahresbeginn. Gegenüber dem Tief der vergangenen zwölf Monate bleibt ein komfortabler Puffer von gut 45 % bestehen, während der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch bei knapp 12 % liegt. Technisch notiert die Aktie über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage, der RSI von 48,7 signalisiert ein neutrales Momentum.

Siemens

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UBS bleibt optimistisch

Die Schweizer Großbank UBS hat am 20. Januar ihre Kaufempfehlung für Siemens erneut bestätigt. Das unveränderte „Buy“-Votum wirkt am Markt wie ein Stabilitätsanker, nachdem technische Signale am Vormittag kurzzeitig erhöhten Verkaufsdruck angezeigt hatten.

Die Botschaft: Trotz eines volatilen Umfelds traut UBS dem Konzern weiteres Potenzial zu. Die bestätigte Einstufung wird von Marktteilnehmern als Ausdruck von Vertrauen in Geschäftsmodell, Marktpositionierung und Ergebnisqualität gewertet, auch wenn konkrete Anpassungen beim Kursziel im vorliegenden Kontext nicht genannt wurden.

Regulatorisch zeigte sich Siemens zu Wochenbeginn ebenfalls präsent: Am 19. Januar wurden über das EQS-System Kapitalmarktinformationen veröffentlicht. Inhaltlich handelt es sich hierbei um Routine-Transparenz, die den kontinuierlichen Informationsfluss gegenüber Investoren unterstreicht, ohne neue Impulse für die Bewertung zu liefern.

Davos: Strategische Signale Richtung USA

Parallel dazu rückt Davos in den Fokus. Zwar ist Siemens Energy inzwischen eigenständig, die personellen und geschäftlichen Verflechtungen bleiben aber relevant. Siemens-Energy-CEO Christian Bruch nimmt an einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump teil, begleitet von Joe Kaeser als Aufsichtsratschef von Siemens Energy und langjähriger früherer Siemens-CEO.

Im Zentrum steht die Bedeutung des US-Marktes. Gerade mit Blick auf drohende Zölle und eine konsequent „America First“ ausgerichtete Handelspolitik sind direkte Gesprächskanäle ins Weiße Haus für deutsche Industrieunternehmen strategisch wichtig. Siemens ist in den USA breit engagiert und sieht den Markt als wesentlichen Wachstumstreiber – ein politisch stabiler Rahmen kann daher mittelbar auch für die Muttergesellschaft von Vorteil sein.

Die aktuelle Gemengelage macht deutlich: Die Entwicklung von Siemens hängt nicht nur von internen Effizienzprogrammen und Innovationen ab, sondern stark von globalen Rahmenbedingungen wie Handelspolitik und Marktzugängen.

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Healthineers: Operative Impulse aus den USA

Jenseits der großen Politik liefert Siemens Healthineers konkrete operative Nachrichten. Die mehrheitlich zu Siemens gehörende Medizintechnik-Tochter hat am 20. Januar eine Co‑Marketing‑Vereinbarung mit Avanos Medical für den US‑Markt bekannt gegeben.

Kern der Kooperation ist die Kombination von:

  • Bildgebungstechnologien von Siemens Healthineers
  • Radiofrequenzablationstechnologien von Avanos
  • Fokus: ambulante Schmerztherapie

Die Partnerschaft zielt darauf ab, das bestehende Ökosystem rund um die installierte Basis von Healthineers in den USA auszubauen. Statt teurer Großübernahmen setzt man auf gezielte Kooperationen, um zusätzliche Anwendungen und Lösungen auf die vorhandene Technik aufzusetzen. Das stärkt die Position im hochmargigen US‑Gesundheitsmarkt und stützt die Wahrnehmung eines eher risikoarmen Wachstumsansatzes.

Im Vergleich dazu zeigt sich das börsennotierte indische Tochterunternehmen Siemens Ltd. aktuell mit eigener Kaufempfehlung (durch Emkay Global) und Kursplus dynamischer. Die Mutteraktie in Frankfurt reagiert verhaltener, bleibt aber fundamental solide abgestützt.

Bewertung und Ausblick bis zu den Q1-Zahlen

Die Nachrichtenlage verbindet geopolitische Themen mit einer grundsätzlich robusten fundamentalen Einschätzung durch Analysten. Makroökonomische Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit den USA, bleiben zwar bestehen. Dass ein Haus wie UBS dennoch bei „Buy“ bleibt, signalisiert Vertrauen in die Fähigkeit von Siemens, sich in diesem Umfeld zu behaupten.

Charttechnisch geht es kurzfristig darum, die zuletzt aufgetretenen Verkaufssignale zu neutralisieren und den aktuell moderaten Aufwärtstrend zu stabilisieren. Der Kurs liegt über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage und damit technisch in einem konstruktiven Bereich, ohne jedoch in eine überkaufte Zone zu rutschen.

Der nächste klare Prüfstein ist terminiert: Am 12. Februar 2026 legt Siemens die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Dann wird sich zeigen, in welchem Ausmaß sich geopolitische Einflüsse in den Auftragsbüchern widerspiegeln und ob Bereiche wie Digital Industries, Smart Infrastructure und Healthineers ihre Rolle als Wachstumstreiber bestätigen. Für den weiteren Kursverlauf dürfte das Zusammenspiel aus diesen operativen Daten und den politischen Signalen aus Davos und Washington entscheidend sein.

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