Stillstand in der Luft: Gestern legten Piloten und Kabinenpersonal gleichzeitig die Arbeit nieder – ein koordinierter 24-Stunden-Streik, der den Flugbetrieb der Lufthansa an allen deutschen Flughäfen praktisch zum Erliegen brachte. Zehntausende Passagiere strandeten, hunderte Flüge fielen aus. Die Börse reagierte prompt: Die Aktie geriet unter Druck.
Hinter dem Arbeitskampf stehen zwei hartnäckige Tarifkonflikte, die das Management seit Monaten nicht gelöst bekommt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Kabinengewerkschaft UFO schlugen gemeinsam zu – und trafen den Konzern an seiner empfindlichsten Stelle.
Zwei Fronten, ein Problem
Die Piloten kämpfen um ihre betriebliche Altersversorgung. Seit 2017 hat die Lufthansa das klassische Rentenmodell mit garantierten Auszahlungen durch ein kapitalmarktfinanziertes System ersetzt. Die VC kritisiert, dass das neue Modell das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehlt. Trotz mehrerer Verhandlungsrunden blieb ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite aus.
Parallel dazu streikt das Kabinenpersonal für einen Sozialplan bei der Regionaltochter Cityline. Rund 800 Arbeitsplätze sind durch Konzernumbaumaßnahmen bedroht. Die UFO wirft dem Management vor, neue Flugbetriebe mit günstigeren Tarifbedingungen etablieren zu wollen – auf Kosten der Stammbelegschaft.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
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- Streikdauer: 24 Stunden (00:01 bis 23:59 Uhr)
- Betroffene Gesellschaften: Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Cityline
- Gefordert (Piloten): Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung
- Gefordert (Kabine): Sozialplan für 800 bedrohte Arbeitsplätze bei Cityline
Massive Störungen, verärgerte Kunden
Die Lufthansa musste umfangreiche Teile ihres Flugplans streichen. Das Unternehmen bot betroffenen Reisenden kostenlose Umbuchungen an und ermöglichte den Umtausch von Tickets für innerdeutsche Flüge in Bahnfahrkarten. Der Zeitpunkt des Streiks war bewusst gewählt: Maximale Wirkung, maximaler Druck.
An den Finanzmärkten kam die Nachricht nicht gut an. Analysten verwiesen auf die anhaltenden Risiken durch Tarifkonflikte, die den Konzern belasten. Die Aktie geriet bereits im Vorfeld der Arbeitsniederlegung unter Verkaufsdruck.
Die nächsten Verhandlungsrunden dürften entscheidend sein. Ohne Bewegung auf Arbeitgeberseite drohen weitere Streiks – und damit neue Belastungen für Passagiere, Flugplan und Börsenkurs.
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