Circus Aktie: Vorsicht Glasbruch!

Die Circus SE notiert auf einem 52-Wochen-Tief, während das Management auf drei laufende Pilotprojekte und ein neues Leasing-Modell setzt, um die Umsatzlücke zu schließen.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie notiert rund 74 Prozent unter Jahreshoch
  • Drei Pilotprojekte als Basis für Umsatzprognose
  • Leasing-Modell mit LBBW-Tochter geplant
  • Führungsebene kauft trotz Kursdrucks Aktien

Ein Umsatz von 0,25 Millionen Euro im Jahr 2025 – und eine Prognose von bis zu 55 Millionen Euro für 2026. Diese Diskrepanz erklärt, warum der Markt der Circus SE mit anhaltender Skepsis begegnet. Kann das Hamburger Kochrobotik-Unternehmen die Lücke schließen?

Die Antwort hängt an drei laufenden Pilotprojekten, deren Ergebnisse in den kommenden Monaten vorliegen werden. Bis dahin notiert die Aktie auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 6,40 Euro – rund 74 Prozent unter dem Jahreshoch vom März 2025.

Circus

DE000A2YN355
-
Heute: -
7 Tage: -

Drei Projekte, eine offene Rechnung

Das operative Fundament der Prognose bilden konkrete Testläufe. Seit November 2025 betreibt Circus unter der Marke „Fresh & Smart“ einen CA-1-Kochroboter in drei REWE-Filialen in Düsseldorf und Bonn. Die achtmonatige Testphase läuft noch bis zum Sommer oder Herbst 2026 – erst dann entscheidet REWE über eine mögliche Ausweitung. Parallel dazu läuft seit Januar ein Bundeswehr-Vertrag zur autonomen Lebensmittelversorgung in Kasernen, und für den Sommer ist eine Lieferung an die Mercedes-Benz Werkskantine in Sindelfingen geplant.

Als Basis der ambitionierten Umsatzziele verweist das Management auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Potenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Der entscheidende Schritt – die Umwandlung dieser Vorbestellungen in zahlungswirksame Aufträge – steht jedoch noch aus.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Circus?

Leasing-Modell soll Marktzugang erleichtern

Flankierend arbeitet Circus an der Finanzierungsseite. Mit MMV Leasing, einer LBBW-Tochter, plant das Unternehmen den Start eines Leasing-Modells im ersten Quartal 2026. Ziel ist es, die hohen Anschaffungskosten der Robotersysteme für potenzielle Kunden in planbare monatliche Betriebsausgaben umzuwandeln – ein klassischer Hebel, um den Vertrieb zu beschleunigen. Gleichzeitig prüft Circus weiteres Wachstumskapital über Eigen- oder Fremdkapital, ohne Zeitplan oder Umfang zu konkretisieren.

Trotz des anhaltenden Kursdrucks kaufte Verwaltungsratschef Dr. Jan-Christian Heins Ende Februar Aktien zu 7,26 Euro je Stück, weitere Zukäufe aus dem CEO-nahen Umfeld erfolgten bereits im Januar und Februar. Das Vertrauen der Führungsebene steht damit im deutlichen Kontrast zur Marktbewertung: Die Aktie notiert rund 53 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts von 13,67 Euro.

Die nächsten Monate bringen konkrete Entscheidungspunkte. Das REWE-Urteil fällt im Sommer oder Herbst, der Leasing-Start mit MMV soll noch im ersten Quartal erfolgen, und die Mercedes-Lieferung ist für den Sommer geplant. Erst wenn aus diesen Testläufen wiederkehrende Einnahmen werden, lässt sich beurteilen, ob die Prognose des Managements auf einem tragfähigen Fundament steht.

Circus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Circus-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:

Die neusten Circus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Circus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Circus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Circus

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Circus

Neueste News

Alle News

Circus Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten