Broadcom Aktie: Analysten setzen Akzente

Broadcom profitiert von einem prall gefüllten KI-Auftragsbuch über 73 Milliarden US-Dollar, was zu deutlich erhöhten Kurszielen und Gewinnschätzungen für 2026 führt.

Kurz zusammengefasst:
  • Auftragsbestand von 73 Milliarden US-Dollar gemeldet
  • 21 Milliarden US-Dollar stammen vom KI-Start-up Anthropic
  • Mehrere Analystenhäuser erhöhen ihre Kursziele deutlich
  • Fokus auf maßgeschneiderte KI-Chips als Wettbewerbsvorteil

Broadcom startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Mehrere große Häuser haben ihre positive Einschätzung bekräftigt und teils deutlich höhere Kursziele ausgegeben. Im Mittelpunkt steht ein prall gefülltes Auftragsbuch, das vor allem vom KI-Geschäft getrieben wird.

  • Kurs um 347 US-Dollar
  • Auftragsbestand: 73 Milliarden US-Dollar
  • Davon 21 Milliarden US-Dollar von Anthropic
  • Deutlich erhöhte Kursziele und Gewinnschätzungen für 2026

Starker Auftragsbestand, hohe Kursziele

Der wichtigste Treiber der neuen Zuversicht ist der gemeldete Auftragsbestand von 73 Milliarden US-Dollar. Besonders ins Auge sticht ein Volumen von 21 Milliarden US-Dollar, das auf Bestellungen des KI-Start-ups Anthropic entfällt.

Broadcom

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Cantor Fitzgerald hat das Kursziel auf 525 US-Dollar angehoben – aktuell der höchste Wert auf dem Kurszettel. Ausgehend vom derzeitigen Kurs entspricht das einem Potenzial von rund 51 %. Analyst C.J. Muse rechnet damit, dass Broadcom die KI-Chip-Umsätze im Geschäftsjahr 2026 mehr als verdoppelt. Das Institut erwartet einen Gewinn je Aktie von mindestens 10,70 US-Dollar, gestützt auf die starke Stellung bei kundenspezifischen Beschleunigern (XPUs) und Ethernet-Netzwerklösungen.

J.P. Morgan stuft die Aktie weiterhin mit „Buy“ ein und hat sie zur „Top-Pick“ im Halbleitersektor für 2026 erklärt. Das Kursziel liegt bei 475 US-Dollar. Analyst Harlan Sur prognostiziert KI-bezogene Umsätze von 55 bis 60 Milliarden US-Dollar allein im Geschäftsjahr 2026. Grundlage ist ein erwarteter Anstieg der Investitionen in Rechenzentren um 50 %.

Zacks Research hat seine Schätzungen ebenfalls angepasst. Die Prognose für den Gewinn je Aktie im ersten Quartal 2026 wurde von 1,54 auf 1,59 US-Dollar erhöht. Für das Gesamtjahr rechnet Zacks nun mit 7,15 US-Dollar je Aktie und stützt damit das Wachstumsszenario trotz zuletzt schwankender Kurse.

Custom Silicon als Wettbewerbsvorteil

Die aktuelle Einschätzung steht im Kontext einer starken Entwicklung im vergangenen Jahr: 2025 legte die Aktie um rund 50 % zu und ließ damit viele prominente Tech-Werte hinter sich. Nach den Zahlen zum vierten Quartal im Dezember kam es jedoch zu einer Abkühlung. Vom 52-Wochen-Hoch bei 414,61 US-Dollar ist der Kurs etwa 11 % zurückgekommen.

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Institutionelle Investoren werten diese Bewegung überwiegend als Konsolidierung statt als Zeichen einer grundlegenden Schwäche. Anders als Nvidia, das den Markt für Standard-GPUs dominiert, hat Broadcom sich im Bereich maßgeschneiderter Chips („Custom Silicon“) positioniert. Konzerne wie Alphabet (Google TPU), Meta und nun auch Anthropic greifen zunehmend auf diese spezialisierten KI-Chips zurück, um für bestimmte Aufgaben eine höhere Energieeffizienz zu erreichen.

Die Anthropic-Bestellung über 21 Milliarden US-Dollar unterstreicht diese Verschiebung. Je mehr Hyperscaler und KI-Start-ups sich von universellen GPUs lösen, desto wichtiger wird Broadcoms ASIC-Geschäft als Baustein der KI-Infrastruktur. Zusätzlich profitiert das Unternehmen vom Umstieg der Branche auf schnelle optische Verbindungen und Ethernet-Switches, die nötig sind, um Tausende von KI-Chips zu vernetzen.

Ausblick und Chartbild

Im Fokus steht nun der Geschäftsbericht zum ersten Quartal 2026, der Anfang Februar erwartet wird. Der Analystenkonsens („Strong Buy“) von 26 Experten und ein durchschnittliches Kursziel von rund 420 US-Dollar signalisieren, dass der Markt den jüngsten Rücksetzer eher als temporär ansieht.

Aus technischer Sicht behauptet die Aktie derzeit eine Unterstützungszone um 345 US-Dollar. Ein Anstieg über 360 US-Dollar könnte als Signal für eine Wiederaufnahme des längerfristigen Aufwärtstrends gewertet werden. Parallel dazu wird erwartet, dass die KI-Umsätze im laufenden Quartal auf 8,2 Milliarden US-Dollar steigen und sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa verdoppeln.

Konkrete Wegmarken bleiben der Q1-Bericht Anfang Februar sowie die weitere Entwicklung im KI-Auftragsbestand, die darüber entscheiden dürfte, ob Broadcom seine Rolle als zentraler Profiteur des globalen KI-Ausbaus festigen kann.

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