Ein neuer Großaktionär aus China mischt die Eigentümerstruktur kräftig auf. Anta Sports übernimmt rund 29% an Puma – und setzt damit ein Signal mitten in der laufenden Restrukturierung. Doch wie viel Rückenwind bringt dieser Einstieg dem angeschlagenen Sportartikelhersteller wirklich?
Deal mit Signalwirkung
Anta Sports hat Ende Januar den Kauf von rund 29,06% an Puma von Artemis, der Investmentgesellschaft der Pinault-Familie, bekanntgegeben. Damit wird Anta zum größten Einzelaktionär. Eine vollständige Übernahme schloss der Konzern laut Bericht aus, strebt aber Sitze im Aufsichtsrat an.
Wichtig: Der Kurs spiegelt die Transaktionsbedingungen nicht wider. Während Anta laut Quelltext 35 Euro je Aktie zahlt (mit hoher Prämie), lag der zuletzt verfügbare Börsenschlusskurs am Freitag bei 21,64 Euro. Auf Wochensicht ging es dennoch deutlich nach oben (+16,97%), was zeigt, wie sensibel die Aktie auf neue Impulse reagiert.
Die wichtigsten Fakten zum Einstieg
– Anta kauft 29,06% (rund 43 Mio. Aktien) von Artemis (Pinault-Familie)
– Kaufpreis laut Quelltext: 1,5 Mrd. Euro bzw. 35 Euro je Aktie
– Anta wird größter Einzelaktionär, Vollübernahme ausgeschlossen, aber Aufsichtsratssitze angestrebt
– Nächster Termin: Geschäftszahlen 2025 am 26. Februar 2026
Warum Anta zugreift – und Puma es braucht
Anta ordnet den Schritt in seine Multi-Marken-Strategie ein. Vorstandschef Ding Shizhong erklärte laut Reuters, der aktuelle Puma-Aktienkurs spiegele das langfristige Potenzial der Marke nicht wider. Gleichzeitig betonte Anta das Vertrauen in Management und Transformation.
Für Puma kommt der Einstieg zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen selbst von einem Umbruch spricht. 2025 wurde als „Reset-Jahr“ bezeichnet – mit der Erwartung eines währungsbereinigten Umsatzrückgangs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und einem berichteten EBIT-Verlust.
Restrukturierung, Stellenabbau, Finanzierung: der operative Druck bleibt
Der Turnaround-Plan ist klar auf Kosteneffizienz getrimmt. Bis Ende 2026 sollen in der Zentrale insgesamt 1.400 Stellen wegfallen, rund 20% der Belegschaft dort. Etwa 500 Positionen wurden bereits gestrichen, weitere 900 sollen im Laufe von 2026 folgen.
Parallel dazu sicherte sich Puma im Dezember 2025 zusätzliche Liquidität: 500 Mio. Euro als Überbrückungskredit plus 108 Mio. Euro bestätigte Kreditlinien. Das unterstreicht, wie eng die operative Phase zuletzt war – und warum ein stabiler Ankeraktionär für den Kapitalmarkt psychologisch wichtig sein kann.
Zum Bild an der Börse passt auch die kurzfristige Überhitzung: Der RSI (14 Tage) liegt bei 73,2, die Volatilität (30 Tage) bei 89,76% – die Aktie bleibt damit anfällig für schnelle Richtungswechsel.
Ausblick: 26. Februar wird zum Gradmesser
Puma veröffentlicht am 26. Februar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025; seit dem 27. Januar läuft die Quiet Period. Für 2026 nennt das Management ein „Übergangsjahr“ mit deutlicher Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2025, während profitables Wachstum erst für 2027 angepeilt wird. Genau diese Etappenziele dürften die kommenden Quartale bestimmen – und entscheiden, ob Antas Einstieg als strategischer Rückenwind oder nur als Zwischenkapitel im Turnaround gelesen wird.
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