Der operative Gegenwind für den Medizintechnikkonzern reißt nicht ab. Ein massiver Gewinneinbruch und strukturelle Probleme im wichtigen asiatischen Markt haben das Vertrauen der Investoren tief erschüttert. Eine aktuelle Einschätzung der US-Bank JPMorgan dämpft nun zusätzlich die Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende.
Skepsis der Analysten wächst
In einer am Mittwoch veröffentlichten Studie belässt Analyst David Adlington seine Einstufung für Carl Zeiss Meditec auf „Underweight“ und bestätigt das Kursziel von 22,40 Euro. Der Experte rechnet damit, dass das Management bei den anstehenden Halbjahreszahlen einen sehr konservativen Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr präsentieren wird. Die pessimistische Haltung von JPMorgan steht am Markt nicht isoliert da. Zuvor hatte bereits die Schweizer Großbank UBS ihr Kursziel für das Unternehmen drastisch von 53 auf 25 Euro zusammengestrichen.
Diese anhaltende fundamentale Unsicherheit spiegelt sich deutlich an der Börse wider. Mit einem aktuellen Kurs von 23,64 Euro notiert das Papier in unmittelbarer Nähe seines jüngsten 52-Wochen-Tiefs. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits über 40 Prozent an Wert verloren. Der enorme Abstand von rund 42 Prozent zur wichtigen 200-Tage-Linie unterstreicht den intakten Abwärtstrend aus charttechnischer Sicht.
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Preisdruck belastet das Kerngeschäft
Ursächlich für die Talfahrt sind handfeste operative Probleme. Im ersten Geschäftsquartal 2025/26 brach das operative Ergebnis (EBITA) auf magere 8,1 Millionen Euro ein, während der Umsatz auf 467 Millionen Euro schrumpfte. Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist das Geschäft in China. Dort erzwingt ein neues zentrales Beschaffungsprogramm für Intraokularlinsen erhebliche Preisnachlässe und verändert die Wettbewerbsdynamik für den Konzern grundlegend. Erschwerend kommt eine allgemeine Investitionszurückhaltung von Kliniken in den Kernmärkten Amerika und Asien hinzu.
Am 12. Mai wird das Unternehmen seine Halbjahreszahlen vorlegen. Marktbeobachter erwarten an diesem Datum neben den reinen Finanzdaten ein konkretes Update zur Strategie, das voraussichtlich an ein umfangreiches Sparprogramm gekoppelt sein wird. Erst diese Details werden definieren, mit welchen operativen Maßnahmen das Management den massiven Margenverfall stoppen will.
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