Der Linzer Stahlkonzern Voestalpine zieht einen Schlussstrich unter den Umbau seiner Metal-Sparte. Mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft Böhler Profil an den US-Technologiekonzern Kadant Inc. ist die strategische Bereinigung nun offiziell beendet. Die Börse reagierte am Freitag erleichtert auf den Vollzug und schob den Kurs wieder auf die 40-Euro-Marke.
US-Konzern übernimmt Standort
Der Vertrag wurde am 29. Januar unterzeichnet. Bis März 2026 soll die Transaktion, vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen, finalisiert sein. Für die rund 150 Mitarbeiter am Standort Bruckbach in Niederösterreich ändert sich wenig: Sie werden vom neuen Eigentümer Kadant übernommen. Die verkaufte Einheit, spezialisiert auf die Herstellung von Spezialprofilen, erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 51,5 Millionen Euro. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.
Voestalpine hatte in den letzten 15 Jahren rund 23 Millionen Euro in den Standort investiert. Für die Amerikaner ergänzt der Zukauf das Segment „Industrial Processing“, während sich die Österreicher wieder stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren.
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- Käufer: Kadant Inc. (USA)
- Betroffener Umsatz: 51,5 Mio. Euro
- Closing: Bis März 2026 erwartet
- Kursreaktion: +2,09 % auf 40,00 Euro
Strategischer Abschluss und Prognose
Für Voestalpine markiert dieser Schritt das effektive Ende der Portfoliobereinigung innerhalb der „High Performance Metals“-Division. Begleitend zur Verkaufsnachricht bestätigte das Management die finanzielle Marschrichtung für den Gesamtkonzern. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird weiterhin ein operatives Ergebnis (EBITDA) zwischen 1,40 und 1,55 Milliarden Euro erwartet.
Anleger honorierten die konsequente Umsetzung der Strategie und die Bestätigung der Ziele. Die Aktie kletterte im Xetra-Handel am Freitag um 0,82 Euro auf die runde Marke von 40,00 Euro. Auch an den Anleihemärkten blieb die Lage stabil, was das Vertrauen in die Finanzierungskraft des Konzerns untermauert.
Der operative Fokus liegt nun auf der reibungslosen Abwicklung des Verkaufs bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im März. Mit der bestätigten Prognose hat der Vorstand zudem eine klare finanzielle Messlatte für die verbleibenden Wochen gesetzt, an der sich der Erfolg des Geschäftsjahres 2025/26 final messen lassen muss.
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