CSL durchlebt derzeit eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Ein abrupter Führungswechsel, hohe Abschreibungen und ein deutlicher Gewinnrückgang setzen den australischen Biotechnologie-Konzern unter Druck. Investoren blicken nun gespannt auf die Wirksamkeit der eingeleiteten Restrukturierungen und die Stabilität der künftigen Erträge.
Abschreibungen belasten das Ergebnis
Der Hauptgrund für die aktuelle Verunsicherung am Markt liegt in den jüngsten Halbjahreszahlen zum 31. Dezember 2025. Der gesetzliche Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um 81 % auf 401 Millionen US-Dollar ein. Maßgeblich verantwortlich für diesen Rückgang waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rund 1,1 Milliarden US-Dollar nach Steuern.
Diese Wertberichtigungen betrafen vor allem die Sparten CSL Vifor und CSL Seqirus. Auch der bereinigte Gewinn (NPATA) sank währungsbereinigt um 7 % auf 1,9 Milliarden US-Dollar. Doch stellt dieser Ergebniseinbruch lediglich eine einmalige Bereinigung dar oder deutet er auf tiefere strukturelle Probleme hin? Das Management versucht, mit einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm gegenzusteuern, das im Geschäftsjahr 2026 ein Volumen von 750 Millionen Australischen Dollar erreichen soll.
Licht und Schatten in den Sparten
Die operative Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen verlief im vergangenen Halbjahr sehr unterschiedlich. Während das Segment CSL Vifor, das auf Eisenmangeltherapien spezialisiert ist, ein Umsatzplus von 12 % erzielte, verzeichneten andere Bereiche Rückgänge. Die wichtige Plasmasparte CSL Behring musste ein Umsatzminus von 7 % hinnehmen, und auch das Impfstoffgeschäft CSL Seqirus lag leicht unter dem Vorjahreswert.
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Diese operative Schwäche spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier markierte gestern bei 88,96 Euro ein neues 52-Wochen-Tief und hat auf Jahressicht über 43 % an Wert verloren. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,5 gilt der Titel technisch gesehen als überverkauft.
Strategischer Fokus trotz Führungswechsel
Zusätzliche Unruhe löste der überraschende Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Paul McKenzie im Februar aus. Gordon Naylor hat die Leitung interimistisch übernommen und steht nun vor der Aufgabe, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Trotz der personellen Vakanz an der Spitze und der hohen Einmalbelastungen zeigt sich die Unternehmensführung für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zuversichtlich.
CSL hielt an seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein Wachstum des bereinigten Gewinns zwischen 4 % und 7 %. Der Fokus liegt nun darauf, die operativen Margen in der Plasmasparte zu stabilisieren und die Integration der Vifor-Zukäufe voranzutreiben, um die Wachstumsziele zu erreichen.
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