Bei Synopsys geht es diese Woche nicht nur um Zahlen. Am Mittwoch stehen die Quartalsergebnisse an – gleichzeitig sorgt eine neue juristische Untersuchung gegen die Unternehmensführung für zusätzliche Aufmerksamkeit. Wie stark überlagert das Rechtsrisiko den Blick auf die operative Entwicklung?
Quartalszahlen: Erwartungen und Guidance nah beieinander
Synopsys will die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 am 25. Februar nach US-Börsenschluss veröffentlichen. Am Markt wird laut Prognosen mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 3,57 US-Dollar bei einem Umsatz von 2,39 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Spannend dabei: Diese Erwartungen liegen praktisch innerhalb der eigenen Zielspanne. Das Management peilt für das Quartal ein EPS von 3,520 bis 3,580 US-Dollar an. Für das Gesamtjahr 2026 stellt Synopsys ein EPS von 14,320 bis 14,400 US-Dollar in Aussicht. Der Bericht wird damit vor allem zeigen müssen, ob das Unternehmen seine eigene Messlatte sauber trifft – und ob es Hinweise gibt, die den Jahresausblick untermauern.
Juristische Untersuchung: Hintergrund ist ein laufender Streit
Neben dem operativen Bild rückt ein Rechtsstreit in den Vordergrund. Die Kanzlei Kahn Swick & Foti (KSF) teilte am 20. Februar 2026 mit, eine Untersuchung zur Führungsebene von Synopsys eingeleitet zu haben. Im Kern geht es um die Frage, ob die Unternehmensführung ihre treuhänderischen Pflichten gegenüber Aktionären verletzt haben könnte.
Auslöser ist eine Klage von Cangrade Inc. aus Februar 2025. Darin stehen Vorwürfe zu Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und Vertragsbruch im Raum. Ein Gericht hatte zuvor einen Antrag von Synopsys auf Abweisung der Klage teilweise zurückgewiesen – damit bleibt das Verfahren in Teilen auf der Schiene und gewinnt an Relevanz für Investoren.
Veränderungen im Board – und gemischte Signale bei Transaktionen
Auch im Vorstand gibt es Bewegung. Das Gremium wurde von elf auf zwölf Mitglieder erweitert. Neu berufen wurde Peter A. Shimer (ehemals Deloitte) in den Aufsichtsrat sowie ins Audit Committee. Er erhält laut Angaben eine jährliche Barvergütung von 140.000 US-Dollar plus einen anfänglichen Restricted-Stock-Award im Wert von 350.000 US-Dollar.
Gleichzeitig kündigten Luis Borgen und Dr. Ajei Gopal an, bei der Hauptversammlung 2026 nicht erneut zu kandidieren. Bei den Investoren bleiben große Adressen präsent: Genannt werden Vanguard, BlackRock und Morgan Stanley als bedeutende Käufer, während bei den Insider-Transaktionen der vergangenen Monate überwiegend Verkäufe registriert wurden.
An der Börse steht die Aktie heute unter Druck: Mit -3,28% setzt sich die schwächere Tendenz der letzten Wochen fort (30 Tage: -14,85%).
Am Mittwochabend dürften damit zwei Dinge den Ton setzen: Ob Synopsys die eng gesteckte Quartals-Guidance bestätigt – und ob es im Rechtsstreit neue Signale gibt, die das Risiko für Anleger klarer einordnen lassen.
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