Plug Power meldet sich mit einem kräftigen Lebenszeichen zurück. Die Aktie des Wasserstoff-Spezialisten schnellte am Freitag um über 13 Prozent nach oben und schloss bei 2,23 US-Dollar. Der Auslöser: Analyst Tim Moore von Clear Street stufte das Papier von „Hold“ auf „Buy“ hoch und setzte ein neues Kursziel von 3,00 Dollar. Gleichzeitig sorgt ein NASA-Auftrag für positive Schlagzeilen – doch im Hintergrund bahnt sich eine massive Verwässerung an.
Analyst sieht Chance nach Kursrutsch
Moore begründet seine Kaufempfehlung mit der deutlich gesunkenen Bewertung. Nach dem Absturz von über vier Dollar im Oktober 2025 auf zwischenzeitlich unter einem Dollar im Mai sei das Risiko-Rendite-Verhältnis nun attraktiver. Sein Kursziel von 3,00 Dollar liegt zwar unter seiner früheren Schätzung von 3,50 Dollar, impliziert aber rund 35 Prozent Aufwärtspotenzial.
Zentral für Moores Einschätzung ist das Sparprogramm „Project Quantum Leap“. Das Unternehmen will damit jährlich 150 bis 200 Millionen Dollar einsparen. Die Ankündigung löste zudem eine Welle an Eindeckungen bei Leerverkäufern aus, was den Kursanstieg zusätzlich beschleunigte.
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NASA-Vertrag als Vertrauensbeweis
Parallel zum Upgrade sicherte sich Plug Power einen Auftrag von der NASA über 2,8 Millionen Dollar für die Lieferung von flüssigem Wasserstoff. Der finanzielle Umfang ist bei einer Marktkapitalisierung von 3,1 Milliarden Dollar marginal. Dennoch wertet der Markt den Deal als wichtiges Qualitätssignal – eine Bestätigung der technischen Zuverlässigkeit durch eine prestigeträchtige Behörde.
Schuldenabbau erkauft mit Verwässerung
Im Dezember 2025 platzierte Plug Power Wandelanleihen über 431 Millionen Dollar und tilgte damit teure Altschulden. Die Bilanz ist dadurch kurzfristig entlastet. Doch die Kehrseite folgt am 29. Januar 2026: Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung soll die Anzahl genehmigter Aktien von 1,5 auf 3 Milliarden verdoppelt werden. Diese massive Erhöhung des Aktienkapitals droht bestehende Anteilseigner stark zu verwässern und signalisiert, dass das Unternehmen weiterhin auf Kapitalerhöhungen angewiesen ist, um „Project Quantum Leap“ zu finanzieren.
Spekulatives Momentum trifft auf fragile Basis
Der jüngste Kurssprung fällt in eine Phase, in der Anleger wieder vermehrt auf Wasserstoff- und Clean-Energy-Titel setzen. Die Hoffnung auf steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren und Reindustrialisierung befeuert das Interesse. Doch der Abstand zwischen Kursrally und operativer Realität bleibt erheblich. Plug Power schreibt weiterhin Verluste, und der Weg zur Profitabilität hängt vollständig von der erfolgreichen Umsetzung der Sparmaßnahmen ab – sowie von der Zustimmung der Aktionäre zur Verwässerung Ende Januar.
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