Microsofts KI-Story bekommt gerade gleich von mehreren Seiten Gegenwind. Analysten zweifeln am Zusammenspiel von Azure und Copilot, dazu kommt eine neu benannte Sicherheitslücke rund um KI-Zusammenfassungen. Und der Markt? Der wirkt nach den jüngsten Tech-Zahlen insgesamt deutlich wählerischer.
Warum die Stimmung kippt
In den vergangenen Wochen häuften sich die kritischeren Stimmen. Im Zentrum steht weniger ein einzelnes Problem, sondern die Frage, ob Microsofts KI-Offensive die hohen Erwartungen kurzfristig auch operativ einlösen kann.
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor: Das Defender Security Research Team hat eine neue Angriffsmethode identifiziert, die unter dem Namen „AI Recommendation Poisoning“ läuft. Dabei sollen Angreifer (laut Bericht auch legitime Unternehmen) versteckte Anweisungen in „Summarize with AI“-Funktionen platzieren, um KI-Systeme zu beeinflussen – etwa indem bestimmte Quellen oder Firmen langfristig als „vertrauenswürdig“ gespeichert werden. Die Sorge dahinter ist klar: Wenn Empfehlungen verzerrt werden können, wird Vertrauen in KI-Ausgaben zum Risikofaktor.
Azure und Copilot – das kritische Bindeglied
Mehrere Analystenabstufungen verstärkten zuletzt den Druck. Melius Research stufte Anfang Februar von „Buy“ auf „Hold“ herab und verwies auf Bedenken rund um Investitionsausgaben sowie die Copilot-Produkte. Besonders pointiert: Analyst Ben Reitzes (Melius) sieht eine Art Zwickmühle. Er stellt das Wachstumspotenzial von Azure infrage und kritisiert zugleich, dass Microsoft die Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2026 nicht anheben wolle.
Der Kern der Argumentation: Azure und Copilot seien enger miteinander verknüpft als viele Anleger bislang unterstellt hätten. Was passiert, wenn Copilot die Erwartungen nicht erfüllt? Dann könnte Microsoft interne Kapazitäten stärker in die Weiterentwicklung des KI-Assistenten stecken müssen – und hätte weniger Spielraum, um externe Azure-Kunden zu bedienen. Genau diese Kopplung habe die Azure-Story aus Analystensicht „auf Eis gelegt“, bis es belastbare Belege für das Gegenteil gibt.
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Auch Stifel äußerte sich Anfang Februar skeptischer und sprach laut Bericht davon, es sei nach dem starken KI-Hype „Zeit für eine Pause“.
Die wichtigsten Fakten aus dem Bericht
- Q2 FY2026 (bis 31. Dezember 2025): Nettogewinn 38,458 Mrd. USD (Vorjahr: 24,108 Mrd. USD)
- Rückflüsse an Aktionäre im Quartal: 12,7 Mrd. USD via Dividenden und Aktienrückkäufe (+32% zum Vorjahr)
- Nächster Quartalsbericht: 29. April 2026
- Ex-Dividenden-Tag: 19. Februar 2026
Kursbild und Branchenumfeld
Zum Gesamtbild passt, dass die Softwarebranche zuletzt insgesamt schwächer tendierte – Anleger verarbeiten Quartalszahlen und prüfen KI-Ausgaben und Wachstumserwartungen kritischer. Bei Microsoft spiegelt sich das auch im Verlauf: Auf 30-Tage-Sicht steht die Aktie 13,59% im Minus und notiert zudem klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt.
Entscheidend dürfte nun der nächste Zahlenblock werden: Am 29. April 2026 liefert Microsoft mit dem Quartalsbericht die Daten, auf die der Markt wartet – insbesondere Hinweise auf Azure-Wachstum und messbare Copilot-Adoption, die aktuell den Ton an der Börse vorgeben.
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