Redcare Pharmacy hat einen schwierigen Start ins Jahr 2026 hinter sich. Nach enttäuschender Guidance brach die Aktie massiv ein — und notiert aktuell nahe Mehrjahrestiefs. Nun zeigen frische Positionierungsdaten eine bemerkenswerte Gegenbewegung: Institutionelle Leerverkäufer bauen ihre Wetten gegen das Unternehmen ab.
Warum Short-Seller die Nerven verloren
Laut dem Hazeltree Crowdedness Report vom 11. März 2026 sank die Zahl der Hedgefonds mit Short-Positionen auf Redcare innerhalb eines Monats um mehr als zehn Prozent. Das Research-Unternehmen, das globale Hedgefonds-Positionierungen verfolgt, zählte Redcare zu den auffälligsten Bewegungen in der EMEA-Region für Februar 2026.
Auslöser für die Neubewertung war der Jahresbericht 2025, den Redcare am 4. März veröffentlichte. Der Gesamtumsatz stieg um 24,1 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro — maßgeblich getrieben vom deutschen E-Rezept-Geschäft, dessen Umsatz sich mit einem Plus von 98 Prozent auf 503 Millionen Euro nahezu verdoppelte. Erstmals überschritt der Rx-Umsatz die Milliarden-Euro-Marke. Das bereinigte EBITDA legte um 72,3 Prozent auf 57,4 Millionen Euro zu.
Guidance enttäuscht — und der Markt bestraft es
Trotz der Rekordwerte reagierte der Markt auf den Ausblick mit einem harten Urteil. Redcare verfehlte die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal und meldete eine deutliche Verlangsamung im rezeptfreien Kerngeschäft. Für 2026 peilt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent an — weit unter dem Analystenkonsens von rund 17,5 Prozent. Die angestrebte bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent liegt ebenfalls unter den Markterwartungen von 2,9 bis 3,0 Prozent. Zusätzlich senkte das Management das mittelfristige Margenziel von über 8 Prozent auf über 5 Prozent.
Die Aktie verlor in der Folge innerhalb einer Woche mehr als 31 Prozent, der Einmonatsverlust erreichte rund 42 Prozent.
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Neue Konkurrenz im OTC-Geschäft
Erschwerend kommt ein sich verschärfendes Wettbewerbsumfeld hinzu. Im Dezember 2025 startete dm mit dm-med eine eigene Online-Apotheke, Rossmann hat den Markteintritt ebenfalls offiziell bestätigt. Beide Rivalen zielen auf das rezeptfreie Segment — genau jenen Bereich, in dem Redcare zuletzt Schwäche zeigte.
Das Management reagiert mit einer strategischen Schwerpunktverlagerung hin zum Rx-Geschäft, wo die neuen Wettbewerber bislang nicht aktiv sind. Im dritten Quartal 2025 legte der Rx-Umsatz bereits um über 42 Prozent auf 272 Millionen Euro zu.
Erste Bewährungsprobe im Mai
Die zentrale Herausforderung bleibt, das starke Umsatzwachstum aus dem E-Rezept-Markt in steigende Margen zu übersetzen — bei gleichzeitig hohen Investitionskosten. Ob die Bemühungen greifen, wird sich am 6. Mai zeigen, wenn Redcare die Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt. Der Rückzug der Leerverkäufer deutet auf eine vorsichtige Stabilisierung der Stimmung hin — eine echte Trendwende setzt jedoch sichtbare Fortschritte bei der Profitabilität voraus.
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