Der Bitcoin-Kurs steht am Dienstagnachmittag bei 64.210 Dollar – ein Minus von 1,82 Prozent gegenüber dem Vortag. Während die größte Kryptowährung schwächelt, zeigt sich der Markt gespalten: Einige Altcoins trotzen dem Abwärtsdruck, andere brechen deutlich ein.
Uneinheitliches Bild bei Kryptowährungen
Nicht alle digitalen Assets folgen Bitcoin in die Tiefe. Ethereum legt um 0,26 Prozent auf 1.858,13 Dollar zu, Litecoin klettert um 0,69 Prozent auf 51,58 Dollar. Besonders stark präsentiert sich Monero mit einem Plus von 6,01 Prozent auf 325,74 Dollar. Solana und Ripple notieren ebenfalls leicht im Plus.
Auf der Verliererseite steht Bitcoin Cash mit einem Minus von 3,33 Prozent bei 478,60 Dollar. Binance Coin verliert 1,21 Prozent auf 588,65 Dollar. Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP gibt sogar 4,1 Prozent nach und notiert bei 8,15 Euro – seit Erstnotiz steht ein Verlust von 11,6 Prozent zu Buche.
Institutionelle Nachfrage wächst weiter
Während Privatanleger nervös auf die Kursschwäche reagieren, bauen Unternehmen ihre Krypto-Aktivitäten aus. iTrustCapital, ein führender Anbieter für Krypto-IRAs, hat heute die Einführung von Treasury Accounts bekannt gegeben. Das neue Angebot richtet sich an Unternehmen, Trusts und gemeinnützige Organisationen, die digitale Assets in ihre Treasury-Strategie integrieren wollen.
Die Plattform bietet rund um die Uhr Zugang zu über 85 Kryptowährungen und Edelmetallen. Mit mehr als 300.000 eröffneten Konten und einem Transaktionsvolumen von 16 Milliarden Dollar hat sich iTrustCapital seit 2018 als vertrauenswürdiger Name etabliert. Der Schritt unterstreicht die zunehmende Akzeptanz von Krypto als Treasury-Asset – eine Entwicklung, die mehrere börsennotierte Unternehmen bereits vollzogen haben.
Brasilien wird zum Regulierungs-Vorreiter
In Lateinamerikas größtem Krypto-Markt beginnt im Februar 2026 eine neue Ära. Die brasilianische Zentralbank hat die vollständigen VASP-Lizenzierungsanforderungen aktiviert. Crystal Intelligence beziffert den informellen Krypto-Markt in Brasilien auf 2,22 Billionen Dollar – ein riesiger Sektor, der nun unter Aufsicht kommt.
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Die Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit der Regulierung: 2024 verloren Brasilianer 54 Milliarden Dollar durch Krypto-Betrug, nur 4 Prozent der Opfer konnten ihr Geld zurückholen. Zwischen 2017 und 2024 deckten Ermittler Geldwäsche-Operationen im Volumen von über 2,4 Milliarden Dollar auf, teils mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität.
Die Branche sieht Brasiliens Ansatz als Modell für andere Schwellenländer. Statt Verbote auszusprechen, schafft das Land klare, durchsetzbare Regeln. Rund 100 VASP-Anträge werden erwartet, die Genehmigungsverfahren dauern ein bis drei Jahre.
Strategiewechsel bei Mining-Unternehmen
Cipher Digital, ehemals Cipher Mining, zeigt: Der reine Bitcoin-Fokus ist für manche Unternehmen nicht mehr tragfähig. Nach enttäuschenden Quartalszahlen – der Umsatz im vierten Quartal lag bei nur 60 Millionen Dollar – vollzieht der Konzern ein radikales Rebranding. Statt Bitcoin-Mining setzt man künftig auf KI-Rechenzentren. Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel fünf Prozent.
Der Schritt illustriert die Herausforderungen der Mining-Branche: Steigende Stromkosten, zunehmender Wettbewerb und volatile Bitcoin-Preise machen das Geschäftsmodell anfällig. Die Flucht in KI-Infrastruktur zeigt, wo das Management die besseren Margen sieht.
Makro-Druck lastet auf dem Markt
Die aktuelle Schwäche kommt nicht überraschend. Zölle, ein wichtiges Supreme-Court-Urteil, neue Strafmaßnahmen, schwache Konjunkturdaten und eine Fed, die an ihrer „higher for longer“-Strategie festhält – die Gemengelage belastet Risiko-Assets.
Bitcoin ist aus seiner kurzen Seitwärtsrange nach unten ausgebrochen. Ob dies der Beginn einer größeren Abwärtsbewegung ist oder nur eine finale Marktbereinigung vor dem nächsten Aufwärtsimpuls, bleibt abzuwarten. Die uneinheitliche Performance der Altcoins deutet darauf hin, dass Investoren selektiv bleiben und nicht pauschal aus Krypto flüchten.
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