Bei The Trade Desk prallen derzeit extreme Gegensätze aufeinander. Während der CEO mit einem historischen Aktienkauf und Gerüchten über eine OpenAI-Partnerschaft zeitweise Euphorie schürte, trennte sich ein Vorstandsmitglied nun fast vollständig von seinen Anteilen. Anleger stehen vor der Herausforderung, diese völlig konträren Signale in einer Phase des verlangsamten Wachstums richtig einzuordnen.
Rekordkauf trifft auf massiven Verkauf
Letzte Woche sorgte CEO Jeffrey Terry Green für Aufsehen, als er eigene Aktien im Wert von rund 148 Millionen US-Dollar erwarb – der größte Insiderkauf in der Unternehmensgeschichte. Befeuert wurde die anschließende Kursrallye durch Medienberichte, wonach sich das Unternehmen in frühen Gesprächen mit OpenAI befindet, um Werbeanzeigen auf ChatGPT zu vermarkten.
Doch die Begeisterung erhielt gestern einen deutlichen Dämpfer: Aufsichtsratsmitglied Kathryn E. Falberg verkaufte Aktien für knapp 4,7 Millionen US-Dollar und reduzierte ihren Bestand damit um beachtliche 98 Prozent. Marktbeobachter werten diesen Schritt, gepaart mit dem kürzlichen Rücktritt des Vorstandsmitglieds Gokul Rajaram, als Zeichen für interne Umbrüche und strategische Unsicherheit in der Führungsebene.
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Schwächelndes Wachstum bremst die Euphorie
Abseits der spektakulären Insidertransaktionen rücken die fundamentalen Daten in den Fokus. Das Umsatzwachstum hat sich in den vergangenen fünf Quartalen kontinuierlich verlangsamt. Besonders die Prognose für das erste Quartal enttäuschte die Erwartungen der Wall Street beim Umsatz leicht und verfehlte die Gewinnschätzungen (EBITDA) sogar um 13 Prozent. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Chartbild wider: Nach einem Verlust von rund 57 Prozent auf Jahressicht notiert der Titel aktuell bei 23,89 Euro.
Entsprechend gespalten zeigen sich die Analysten. Während einige Experten die mögliche OpenAI-Kooperation als wichtigen strategischen Vorteil im KI-Zeitalter werten, reagierten andere Häuser skeptisch auf die operativen Zahlen. Piper Sandler und Wedbush senkten ihre Kursziele und verwiesen explizit auf die trüben kurzfristigen Geschäftsaussichten sowie die schwache Prognose.
Die entscheidende Hürde für The Trade Desk im weiteren Jahresverlauf 2026 ist klar definiert. Das Unternehmen muss beweisen, ob die viel diskutierte OpenAI-Partnerschaft tatsächlich zustande kommt und in zählbare Umsätze umgemünzt werden kann. Bis dahin lastet auf dem Management der Druck, den anhaltenden Wachstumsrückgang im Kerngeschäft operativ stoppen zu müssen.
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