Meta drückt beim KI-Ausbau aufs Tempo – und bindet sich dafür so eng an Nvidia wie kaum ein anderer Tech-Konzern. Gleichzeitig steht CEO Mark Zuckerberg in Los Angeles vor Gericht unter Druck, weil es um die Sicherheit der Plattformen geht. Genau diese Mischung aus Investitionsoffensive und Rechtsrisiken prägt gerade das Bild rund um den Konzern.
Nvidia-Deal als Hardware-Turbo
Im Kern geht es um eine mehrjährige Infrastruktur-Vereinbarung mit Nvidia, die Metas Rechenzentren bis zum Ende des Jahrzehnts aufrüsten soll. Berichten zufolge sichert sich Meta damit Zugang zu Millionen leistungsstarker KI-Chips. Genannt werden Nvidias Blackwell-GPUs (B200/B300) sowie die kommende Vera-Rubin-Generation (R100).
Technologisch auffällig: Meta soll als erster großer Tech-Konzern Nvidias Grace-CPUs in großem Stil als eigenständige Prozessoren ausrollen. Diese Bausteine sind für neue „AI Factories“ vorgesehen – darunter das 5-Gigawatt-Großprojekt „Hyperion“ in Louisiana, das derzeit aufgebaut wird.
Capex-Sprung auf bis zu 135 Mrd. Dollar
Die Hardware-Strategie schlägt sich direkt in den Ausgabenplänen nieder. Für 2026 hebt Meta seine Capex-Prognose auf 115 bis 135 Milliarden Dollar an. Zum Vergleich: 2025 lagen die Investitionen bei rund 72,2 Milliarden Dollar.
Allein der Chip-Lieferumfang wird von Analysten auf etwa 50 Milliarden Dollar geschätzt. Meta begründet den Kurs mit dem Anspruch, Richtung „Superintelligenz“ zu arbeiten, und mit dem Bedarf an Rechenleistung für KI-gestützte Werbeprodukte. Diese sollen zuletzt eine annualisierte Umsatzrate von nahezu 60 Milliarden Dollar erreicht haben.
Gerichtsdruck in Los Angeles
Parallel zur Ausbau-Offensive läuft ein viel beachteter Zivilprozess am Los Angeles Superior Court. Am 18. und 19. Februar sagte Zuckerberg dort aus. Geklagt hat ein 20-jähriger Kläger, der Meta vorwirft, seine Plattformen gezielt so gestaltet zu haben, dass Jugendliche abhängig werden.
In seiner Aussage räumte Zuckerberg ein, dass trotz Altersbeschränkungen eine „nennenswerte Zahl“ von Nutzern unter 13 Jahren Zugang zu Instagram findet. Zudem gab er an, interne Experten überstimmt zu haben, die vor bestimmten „Beauty-Filtern“ wegen möglicher Folgen für die mentale Gesundheit gewarnt hatten. Der Fall gilt als Signalprozess – laut Bericht hängen rund 1.600 ähnliche Klagen gegen das Unternehmen in der Warteschleife.
Börse: Zwischen Zuversicht und Gegenwind
An den Märkten wird Meta damit in zwei Richtungen gezogen: Auf der einen Seite stehen deutlich steigende Kosten und juristische Risiken. Auf der anderen Seite bleibt das Kerngeschäft aus Sicht vieler Beobachter robust – vor allem, weil die Werbemaschine weiterhin hohe Cashflows liefert und damit die Investitionspläne überhaupt erst finanzierbar macht.
Beim Kursbild zeigt sich der Druck der vergangenen Wochen: Die Aktie schloss heute bei 541,90 Euro und liegt damit in den letzten 7 Tagen rund 17% im Minus.
Zum nächsten wichtigen Termin dürfte es am 28. April 2026 kommen: Dann werden die nächsten Quartalszahlen erwartet – und damit auch neue Hinweise, wie schnell Meta seine KI-Infrastruktur hochfährt und wie stark die steigenden Capex die kurzfristige Profitabilität belasten.
Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
