Alphabet macht ernst. Um den riesigen Energiehunger seiner KI-Rechenzentren zu stillen, kauft der Tech-Gigant einen Energieversorger für fast 5 Milliarden Dollar. Gleichzeitig sorgen neue Partnerschaften auf der CES und optimistische Analystenstimmen für Rückenwind. Sichert sich der Konzern mit dieser Doppelstrategie den entscheidenden Vorteil im Infrastruktur-Wettrennen?
Energie als kritischer Faktor
Der wichtigste Treiber für die aktuelle Aufmerksamkeit ist ein strategischer Schachzug im Infrastruktur-Bereich. Alphabet übernimmt den Entwickler für saubere Energie, Intersect Power, für rund 4,75 Milliarden US-Dollar. Dieser Schritt zielt direkt auf das größte Nadelöhr der KI-Revolution: die Stromversorgung.
Durch den Zugriff auf 2,2 Gigawatt operative Solarkapazität und riesige Batteriespeicher macht sich der Konzern unabhängiger von öffentlichen Stromnetzen und drohenden Anschlussverzögerungen. Das Management bestätigte, dass dieser Deal essenziell ist, um die exponentiell steigenden Rechenlasten der KI-Modelle zuverlässig und klimaneutral zu bewältigen.
CES 2026: KI trifft Hardware
Auch auf der CES in Las Vegas demonstriert das Unternehmen Stärke. Die KI „Gemini“ wandert von reinen Chat-Fenstern in physische Geräte:
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- TV-Integration: Google TV erhält Gemini-Funktionen, die komplexe Themen direkt auf dem Bildschirm erklären können.
- Samsung-Allianz: Die Partnerschaft mit Samsung wird vertieft. Bis 2026 sollen rund 800 Millionen KI-fähige Geräte auf den Markt kommen, die unter anderem von Gemini angetrieben werden.
- Spatial Computing: Mit XREAL wurde ein Hardware-Partner für das Android XR-Ökosystem vorgestellt, um im Bereich der erweiterten Realität (XR) Fuß zu fassen.
Massive Investitionen in eigene Chips
Untermauert wird diese Software-Offensive durch hohe Ausgaben für eigene Hardware. Berichten zufolge fließen rund 21 Milliarden Dollar in Bestellungen bei Broadcom für die neue Generation der „Tensor Processing Units“ (TPUs). Damit verringert Alphabet die Abhängigkeit von externen Zulieferern wie Nvidia und kontrolliert die Kostenstruktur seiner KI-Berechnung besser.
Die Börse und Experten reagieren positiv auf diese Klarheit. Analysten von Jefferies und Citizens hoben ihre Kursziele auf 365 beziehungsweise 385 US-Dollar an und verwiesen auf den Wettbewerbsvorteil durch die „unüberwindbare“ Daten- und Infrastrukturbasis. Die Aktie notiert mit einem Schlusskurs von 313,05 US-Dollar in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch bei 316,54 US-Dollar.
Ausblick
Für Anleger liegt der Fokus im weiteren Verlauf des ersten Quartals auf dem reibungslosen Abschluss des Intersect-Power-Deals sowie ersten Monetarisierungserfolgen der Samsung-Kooperation. Ein Ausbruch über das Rekordhoch würde die optimistischen Szenarien der Analysten technisch bestätigen und den Weg für die neuen Kursziele freimachen.
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