Peking gibt grünes Licht. Jensen Huang dreht die Lieferkette wieder hoch. Und die Zahl, die Analysten im Kopf haben, lautet: eine Billion Dollar.
Diese Woche auf der GTC-Entwicklerkonferenz hat Nvidia gleich mehrere Weichen gestellt — mit spürbaren Folgen an den Börsen von Tokio bis Seoul.
Chinas Türen öffnen sich wieder
Das Herzstück der Neuigkeiten: Nvidia darf seinen H200-Chip wieder nach China verkaufen. Sowohl Washington als auch Peking haben entsprechende Lizenzen erteilt — für viele Kunden gleichzeitig. Bestellungen liegen bereits vor. Im vergangenen Jahr hatte Nvidia die H200-Produktion wegen regulatorischer Hürden auf beiden Seiten eingestellt. Jetzt läuft die Fertigung wieder an.
China ist kein Randmarkt. Der Anteil am Gesamtumsatz lag zuletzt bei rund 13 Prozent — Umsätze, die Nvidia monatelang entgangen sind. Neben dem H200 bereitet der Konzern eine Groq-Chip-Variante für den chinesischen Markt vor, die voraussichtlich ab dem dritten Quartal verfügbar sein soll. Der Groq-Chip zielt auf Inferenz-Anwendungen — also jenen Teil des KI-Prozesses, bei dem Systeme aktiv Fragen beantworten oder Aufgaben ausführen.
Billionen-Pipeline und neue Chip-Architektur
Auf der Konferenz verdoppelte Nvidia seine erwarteten Auftragsvolumina. Bis 2027 prognostiziert der Konzern mehr als eine Billion Dollar an Lieferungen und Kaufaufträgen. Barclays bestätigt die Übergewichtung der Aktie mit einem Kursziel von 275 Dollar. Auch TD Cowen, JPMorgan, UBS und Benchmark haben ihre Kaufempfehlungen bekräftigt — mit Kurszielen zwischen 235 und 265 Dollar. Der Titel notiert aktuell bei rund 182 Dollar.
Analyst Tom O’Malley von Barclays hob drei Punkte hervor: den Durchbruch agentischer KI-Systeme wie OpenClaw und NemoClaw, die wachsende Bedeutung von Energieeffizienz in Rechenzentren sowie die längere Lebensdauer von Kupferverbindungen in der Chip-Architektur — letztere bleiben bis zur Vera Rubin Ultra-Generation relevant. Dazu kommt eine überarbeitete Kyber-Rack-Architektur, die Marktbeobachter als unerwartete Wendung werteten.
Asiatische Zulieferer im Aufwind
Die Nachrichten strahlten unmittelbar auf das Ökosystem aus. Samsung Electronics sprang in Seoul um 7,5 Prozent nach oben, SK Hynix legte rund 8,9 Prozent zu. Beide Konzerne dominieren gemeinsam mit Micron den globalen Speicherchip-Markt — und beide profitieren direkt von steigender Nvidia-Nachfrage. Samsung gab zudem bekannt, künftig mehrjährige HBM-Lieferverträge über drei bis fünf Jahre anzustreben, um Engpässen bei KI-Speicherchips entgegenzuwirken. SK Hynix-Chef Chey Tae-won erwartet, dass die globale Chip-Knappheit noch vier bis fünf Jahre anhalten werde.
Ergänzend unterzeichneten Samsung und AMD ein Kooperationsabkommen für HBM4-Chips, die in AMDs kommenden Instinct-MI455X-Beschleunigern eingesetzt werden sollen — ein weiteres Signal, wie eng die KI-Lieferketten inzwischen verflochten sind.
In Tokio legten Advantest, Tokyo Electron und SoftBank zwischen vier und sieben Prozent zu. Die Nvidia-Aktie selbst notierte vorbörslich rund ein Prozent im Plus.
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