UBS Aktie: Massive Hürde fällt

Die Schweizer Politik ebnet den Weg für eine Kapitalregelung via AT1-Anleihen, was eine Aktienverwässerung verhindert. UBS demonstriert zudem Stärke durch eine milliardenschwere Schuldentilgung.

Kurz zusammengefasst:
  • Politische Unterstützung für AT1-Kapitallösung
  • Vorzeitige Rückzahlung von 3 Milliarden Dollar
  • Aktienkurs erreicht neues 17-Jahres-Hoch
  • Fokus verschiebt sich auf operative Ertragskraft

Lange lastete die Sorge vor drastisch verschärften Kapitalvorgaben wie Blei auf dem Kurs der Schweizer Großbank. Doch nun signalisiert die Politik in Bern einen entscheidenden Kompromiss, der das Risiko einer Verwässerung für Aktionäre faktisch eliminiert. Der Markt reagiert auf diese fundamentale Neubewertung mit einer dynamischen Kaufwelle, die den Titel auf ein neues 17-Jahres-Hoch treibt.

Das Wichtigste in Kürze:
* Politisches Signal: Die SVP unterstützt die Nutzung von AT1-Anleihen zur Erfüllung von Kapitalvorgaben.
* Schuldentilgung: UBS zahlt vorzeitig über 3 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten zurück.
* Kursreaktion: Die Aktie notiert bei 47,30 USD und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von fast 18 Prozent.

UBS

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Bern macht den Weg frei

Der entscheidende Treiber für die jüngste Rally ist eine politische Weichenstellung, die monatelange Unsicherheiten beseitigt. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) unterstützt einen Plan, wonach die UBS künftige, strengere Kapitalanforderungen auch über wandelbare AT1-Anleihen (Additional Tier 1) erfüllen kann.

Für Investoren ändert dies die Risikokalkulation grundlegend. Wäre die Bank gezwungen gewesen, hartes Eigenkapital aufzubauen, hätte dies massive Verwässerungseffekte zur Folge gehabt. Durch den politischen Rückenwind für die AT1-Lösung ist dieses Szenario nun äußerst unwahrscheinlich geworden. Marktbeobachter werten dies als klare Entlastung für die Kapitalplanung der Bank, was sich unmittelbar im Aktienkurs widerspiegelt.

Milliarden-Rückzahlung demonstriert Stärke

Untermauert wird das neue Vertrauen durch demonstrative finanzielle Stärke. Das Management nutzt die aktuelle Liquiditätssituation für eine aggressive Bereinigung der Passivseite.

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Heute, am Donnerstag (08.01.), kündigte die Bank an, Anleihen im Volumen von 1,3 Milliarden US-Dollar vorzeitig zurückzuzahlen, die eigentlich erst 2027 fällig wären. Zusammen mit einer weiteren Tranche von 1,75 Milliarden Dollar, die am kommenden Montag getilgt wird, baut das Institut innerhalb weniger Tage Verbindlichkeiten von über 3 Milliarden Dollar ab. Das Signal an die Gläubiger ist eindeutig: Die Liquiditätsdecke ist robust genug, um Schulden vorzeitig zu bedienen, ohne die operative Flexibilität einzuschränken.

Operatives Selbstbewusstsein

Während die Konzernzentrale die Bilanzstruktur optimiert, agiert auch das operative Geschäft offensiv. Die Investmentbanker der UBS traten zuletzt mit einer Hochstufung des Konkurrenten BNP Paribas und einer Kaufempfehlung für das Biotech-Unternehmen Immunocore in Erscheinung. Diese Aktivitäten zeigen, dass die Bank trotz der regulatorischen Debatten im Hintergrund im Tagesgeschäft voll handlungsfähig bleibt.

Die Kombination aus politischer Klarheit und finanzieller Muskelmasse hat der Aktie einen enormen Schub verliehen. Mit einem Kurs von aktuell 47,30 USD notiert das Papier nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch. Da die größte regulatorische Bremse nun gelöst scheint, richtet sich der Fokus der Anleger wieder vollständig auf die operative Ertragskraft des Instituts.

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