Die Aktie kennt aktuell nur eine Richtung: steil nach oben. Mit einem beeindruckenden Wochenplus von über 12 Prozent ignoriert MP Materials jegliche Warnzeichen und stürmt weiter voran. Doch während Analysten jubeln und von neuen Höchstständen träumen, machen Führungskräfte im Hintergrund Kasse. Ist die Rallye wirklich nachhaltig oder droht bald der Kater?
Analysten feuern die Rallye an
Zum Wochenausklang im verkürzten Handel am gestrigen Freitag zeigten die Bullen erneut ihre Stärke. Der Kurs kletterte um rund 3 Prozent auf knapp 62 US-Dollar und markierte damit ein starkes technisches Signal. Zwar war das Volumen feiertagsbedingt dünn, doch die Käufer ließen nicht locker. Der entscheidende Treibstoff für diese Dynamik kommt direkt von der Wall Street.
BMO Capital Markets sorgte für Euphorie, indem sie das Rating auf „Outperform“ anhoben. Das neue Kursziel von 75 US-Dollar impliziert ein weiteres Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent. Die Experten bewerten den jüngsten Rücksetzer als ideale Einstiegsgelegenheit und durchbrachen damit kurzfristige Widerstände. Wenn Marktbeobachter derart offensiv trommeln, greifen Anleger oft beherzt zu.
Geopolitik als Sicherheitsnetz
Abseits der reinen Kursspekulation stärkt die strategische Ausrichtung das Fundament des 11-Milliarden-Dollar-Konzerns. MP Materials profitiert massiv vom Bestreben des Westens, die Abhängigkeit von China bei seltenen Erden zu reduzieren:
- Joint Venture: Eine neue Kooperation mit Saudi-Arabien und dem US-Verteidigungsministerium soll die Lieferketten diversifizieren.
- Preisgarantie: Eine Partnerschaft mit der US-Regierung sichert einen Preisboden von 110 US-Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym.
Diese staatlich gestützten Sicherheitsnetze rechtfertigen für viele Investoren die ambitionierte Bewertung, da sie das Umsatzrisiko nach unten hin abfedern.
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Warnsignal aus der Chefetage?
Doch in die Euphorie mischt sich ein fader Beigeschmack. Während der Kurs nach oben schießt, nutzen Insider die Gunst der Stunde für massive Verkäufe. Die Daten sprechen eine deutliche Sprache:
- CEO James H. Litinsky: Trennte sich am 20. November von Aktien im Wert von rund 15,8 Millionen US-Dollar.
- CFO Ryan Corbett: Verkaufte bereits am 17. November ein Paket von 20.000 Aktien.
Natürlich können Steuergründe oder private Diversifizierung hinter solchen Transaktionen stecken. Dennoch: Wenn das Top-Management während einer Rallye im großen Stil Kasse macht, sollten bei Anlegern die Alarmglocken läuten.
Charttechnisch ist der Ausbruch über die psychologisch wichtige Marke von 60 US-Dollar ein Sieg für die Bullen. Der nächste harte Widerstand wartet nun im Bereich von 66 bis 68 US-Dollar. Sollte das Volumen in der kommenden vollen Handelswoche zurückkehren, wird sich zeigen, ob die Kraft für einen Durchbruch reicht – oder ob die Gewinnmitnahmen der Insider Nachahmer finden.
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