Ausgerechnet das Thema, das Anleger seit Monaten in Atem hält, sorgt heute für den härtesten Kurseinbruch seit langem. Die Thyssenkrupp-Aktie verliert rund zehn Prozent und fällt auf 8,11 Euro — tiefer stand der Titel zuletzt im September 2025.
Aus den Jahresgewinnen, die sich bereits zwischen Februar und Anfang März 2026 in Luft aufgelöst hatten, sind inzwischen Verluste von 12,5 Prozent geworden. Im MDAX ist Thyssenkrupp damit klares Schlusslicht.
Der Verkauf, auf den alle warten
Seit Bekanntgabe der Gespräche mit Jindal Steel & Power im September 2025 ruht die Hoffnung vieler Investoren auf einer Lösung für die angeschlagene Stahlsparte — Deutschlands größtem Stahlhersteller, der unter Konjunkturschwäche, Überkapazitäten, hohen Energiekosten und Billigimporten aus Asien leidet. Die laufende Sanierung wird dem Konzern im Geschäftsjahr 2025/26 millionenschwere Verluste bescheren, tausende Stellen sollen abgebaut oder ausgelagert werden.
Genau deshalb wiegt das aktuelle Unbehagen so schwer: Laut Marktexperten wäre ein Scheitern der Transaktion für Thyssenkrupp ein erheblicher Rückschlag. Der Stahlbereich gilt seit Jahren als Belastung für den Gesamtkonzern — eine strategische Last, für die sich nun endlich eine Lösung abzeichnen sollte.
Gegenwind von allen Seiten
Dabei war die Skepsis gegenüber dem Deal nie wirklich verschwunden. Bereits im September 2025 hatten Analysten gemahnt, dass ein wertsteigerungsfreier Einstieg von Jindal sowie hohe Pensionsverpflichtungen auf der Käuferseite Hürden darstellen könnten. Ende November 2025 stellte die IG Metall klar, einer Transaktion nur bei gesichertem Arbeitnehmerschutz zuzustimmen. Berichte vom Januar 2026 zufolge soll Jindal zudem weitere Kostensenkungen gefordert haben.
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Danach wurde es merklich ruhig um das Vorhaben. CEO Miguel López äußerte sich auf der Hauptversammlung Ende Januar 2026 betont zurückhaltend — von einem konstruktiven Dialog war die Rede, mehr nicht.
Bemerkenswert am Rande: Die Bank of America meldete am heutigen Tag, ihre Gesamtposition an stimmrechtsrelevanten Instrumenten bei Thyssenkrupp auf 5,47 Prozent ausgebaut zu haben, gegenüber zuvor 4,97 Prozent. Ein Signal, das Marktteilnehmer unterschiedlich interpretieren dürften.
Wie es mit dem Jindal-Deal weitergeht, dürfte die Aktie in den kommenden Wochen maßgeblich bestimmen. Solange hier keine Klarheit herrscht, bleibt der Abgabedruck hoch.
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