Boeing Aktie: Auftragsflut zum Jahresstart

Der Luftfahrtkonzern sichert sich große Bestellungen in der Verteidigung und Zivilluftfahrt. Investoren warten jedoch auf den Nachweis, dass die geplanten Produktionssteigerungen umgesetzt werden können.

Kurz zusammengefasst:
  • Großaufträge von US-Militär und Biman Airlines
  • Aktienkurs trotz Erfolgen leicht unter Druck
  • Produktionsziel von 47 MAX-Maschinen pro Monat
  • Ausstehende Zertifizierung der MAX 7 und 10

Boeing startet mit kräftigem Rückenwind in das Börsenjahr 2026. Der Luftfahrtriese konnte sich gleich mehrere Milliardenaufträge im Verteidigungssektor sowie neue Bestellungen im kommerziellen Bereich sichern. Doch anstatt in Euphorie auszubrechen, verhalten sich Anleger abwartend. Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung: Kann der Konzern die ehrgeizigen Produktionsziele diesmal auch pünktlich und qualitätsgerecht liefern?

Milliarden-Deals in Verteidigung und Zivilluftfahrt

Der Konzern meldete am heutigen Freitag gleich mehrere Erfolge. Biman Bangladesh Airlines gab grünes Licht für den Erwerb von 14 neuen Jets, darunter acht 787-10 Dreamliner und vier 737-8 MAX Maschinen. Dieser Auftrag festigt Boeings Position im wachsenden südasiatischen Markt.

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Noch schwerer wiegen finanziell die jüngsten Abschlüsse im Verteidigungssektor. Das Pentagon vergab einen Auftrag über 8,6 Milliarden US-Dollar für die Produktion von F-15IA Kampfjets für Israel, was die Auslastung der Fertigungslinien auf Jahre sichert. Flankiert wird dies von einem 2,73-Milliarden-Dollar-Vertrag der US-Army für Support-Dienstleistungen bei Apache-Hubschraubern. Zusammen summieren sich diese Verteidigungsaufträge auf über 11 Milliarden US-Dollar.

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Anleger fordern Beweise statt Vorschusslorbeeren

Trotz dieser massiven Auftragseingänge notiert die Boeing-Aktie aktuell leicht schwächer im Bereich von 217 US-Dollar. Nach einem Kursanstieg von rund 25 % in den letzten 30 Tagen und der Nähe zum 52-Wochen-Hoch bei 218,50 US-Dollar dominiert am Markt eine „Show-me“-Mentalität.

Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der operativen Exekution. Boeing hat angekündigt, die Produktion der wichtigen 737 MAX bis zum Frühsommer 2026 auf 47 Maschinen pro Monat hochzufahren – ein deutlicher Sprung gegenüber den rund 38 Jets im zweiten Quartal des Vorjahres. Nachdem 2025 vom Management als „Stabilisierungsjahr“ bezeichnet wurde, muss 2026 nun das Wachstum liefern. Finanzvorstand Jay Malave hatte bereits betont, dass diese Produktionssteigerung essenziell ist, um in diesem Jahr wieder einen positiven Free Cash Flow im niedrigen einstelligen Milliardenbereich zu generieren.

Wichtige Zertifizierungen stehen aus

Für den weiteren Jahresverlauf richten sich die Blicke nun primär auf die Zertifizierung der Varianten 737 MAX 7 und MAX 10 durch die FAA. Eine Zulassung, die für 2026 erwartet wird, würde die Auslieferung zahlreicher bereits produzierter Maschinen ermöglichen und gebundenes Kapital freisetzen. Analysten werden den kommenden Earnings Call genau auf Hinweise prüfen, ob der Zeitplan für die Produktionsrate von 47 Jets pro Monat eingehalten werden kann.

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