Der Schweizer Lebensmittelriese greift hart durch. Während das laufende Kostensenkungsprogramm die eigenen Ziele um Hunderte Millionen Franken übertrifft, streicht das Management bequeme Gehaltsgarantien für Führungskräfte. Wer künftig bei Nestlé Boni kassieren will, muss messbares Wachstum liefern.
Das Effizienzprogramm „Fuel for Growth“ lieferte im abgelaufenen Jahr Einsparungen von 1,1 Milliarden Schweizer Franken. Damit übertraf der Konzern seinen ursprünglichen Plan von 0,7 Milliarden Franken deutlich. Für das Jahr 2026 schraubt das Management die Zielvorgabe nun auf 2,0 Milliarden Franken nach oben. Diese straffere Kostenkontrolle stützt auch die Aktie, die bei einem aktuellen Kurs von 89,19 Euro seit Jahresbeginn ein solides Plus von 5,40 Prozent verzeichnet.
Ende der bequemen Boni
Parallel zu den operativen Fortschritten etabliert das Unternehmen eine neue Leistungskultur. Eine neu eingeführte Klausel koppelt die variable Vergütung von Führungskräften zwingend an das reale interne Wachstum (RIG). Bisher erhielten fast alle der rund 271.000 Mitarbeitenden routinemäßig mindestens 80 Prozent ihres Zielbonus. Diese Garantie entfällt nun komplett. Schwache Leistungen führen künftig zu massiven Abschlägen bis auf null, während Spitzenkräfte bis zu 150 Prozent ihrer Zielvorgabe erreichen können.
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Fokus auf profitable Kernmarken
Um die Profitabilität weiter zu steigern, trennt sich Nestlé von Randbereichen. Die Kaffeehauskette Blue Bottle Coffee wurde für unter 400 Millionen US-Dollar verkauft – ein deutlicher Abschlag zu den einst investierten 700 Millionen Dollar. Das lukrativere Konsumgütersegment der Marke bleibt allerdings im Konzern. Für das Eiscremegeschäft und die Wassersparte laufen bereits Trennungsprozesse. Künftig konzentriert sich das Portfolio auf die vier margenstarken Säulen Kaffee, Petcare, Ernährung sowie Food & Snacks, die zusammen bereits 70 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Ein operativer Lichtblick ist zudem das E-Commerce-Geschäft, das organisch um 13,5 Prozent wuchs und nun ein Fünftel der Konzernerlöse beisteuert.
Im laufenden Jahr rechnet Nestlé mit einem organischen Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent. Dabei ist ein negativer Effekt von 20 Basispunkten durch einen kürzlichen Säuglingsnahrungsrückruf bereits eingepreist. Die operativen Margen sollen besonders in der zweiten Jahreshälfte 2026 steigen, wenn die angehobenen Einsparziele und die verschärften Vergütungsregeln ihre volle finanzielle Wirkung entfalten.
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