Die aktuellen Quartalszahlen der Nebius Group präsentieren sich als paradoxes Bild: Der Umsatz verfehlte die Erwartungen und auch der Ausblick enttäuschte die Analysten. Dennoch kennt die Aktie aktuell nur eine Richtung – steil nach oben. Anleger ignorieren offensichtlich die kurzfristigen Dämpfer und fokussieren sich voll auf die aggressive Expansionsstrategie und das explosive Wachstum im KI-Infrastruktur-Bereich.
Wachstum überwiegt Enttäuschung
Auf den ersten Blick lesen sich die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 ernüchternd. Mit einem Umsatz von 227,7 Millionen US-Dollar blieb das Unternehmen unter der Konsensschätzung von 246,1 Millionen US-Dollar. Auch die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 liegt mit einer Spanne von 3,0 bis 3,4 Milliarden US-Dollar unter den an der Wall Street erhofften 3,45 Milliarden US-Dollar.
Doch der Markt feiert eine andere Kennzahl: Das Umsatzwachstum von rund 547 Prozent im Jahresvergleich demonstriert die enorme Dynamik des Geschäftsmodells. Zudem erzielte Nebius erstmals ein positives bereinigtes EBITDA von 15 Millionen US-Dollar. Dies signalisiert eine verbesserte operative Effizienz, selbst während das Unternehmen massiv in den Ausbau investiert. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) erreichte zum Jahresende 1,25 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die eigene Prognose.
Massive Investitionen in die Zukunft
Um diese Wachstumsraten zu halten, plant Nebius gigantische Ausgaben. Für 2026 sind Kapitalinvestitionen (CapEx) zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Die Zahl der Rechenzentren soll bis Ende des Jahres von sieben auf 16 Standorte in den USA und Europa steigen.
Die aktive Leistungskapazität lag 2025 bei 170 Megawatt, was das eigene Ziel von 100 Megawatt deutlich übertraf. Noch entscheidender für die langfristige Bewertung ist jedoch die vertraglich gesicherte Kapazität von über 3 Gigawatt – fast das Zwanzigfache der aktuellen Leistung. Zwar verfügt das Unternehmen über liquide Mittel von 3,68 Milliarden US-Dollar, doch angesichts der enormen Investitionspläne rückt das Risiko einer möglichen Kapitalverwässerung für Aktionäre in den Fokus.
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Großaufträge sichern Basisgeschäft
Das Vertrauen der Anleger stützt sich maßgeblich auf Partnerschaften mit den großen „Hyperscalern“. Ein im September 2025 geschlossenes Abkommen mit Microsoft hat ein potenzielles Volumen von bis zu 19,4 Milliarden US-Dollar bis 2031. Ein weiterer 3-Milliarden-Dollar-Deal mit Meta trägt bereits aktiv zum Umsatz bei.
Nebius erwartet, dass Microsoft und Meta etwa die Hälfte des prognostizierten ARR Ende 2026 ausmachen werden. Der Rest soll durch diversifizierte Kunden, darunter schnell skalierende KI-Startups, generiert werden.
Nach einem anfänglichen Rücksetzer konnte die Aktie ihre Verluste mehr als wettmachen und verzeichnete zuletzt zweistellige Zuwächse. Für Anleger bleibt nun entscheidend, ob Nebius die gewaltigen Kapazitätsausbauten in den kommenden Quartalen effizient und fristgerecht in monetarisierbaren Umsatz umwandeln kann.
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