Aixtron Aktie: KI-Fantasie beflügelt

Die Aixtron-Aktie profitiert von den massiven Investitionsplänen des Halbleiterriesen TSMC für 2026. Der Ausrüster für GaN- und SiC-Anlagen steht im Fokus des anhaltenden KI-Superzyklus.

Kurz zusammengefasst:
  • TSMC plant Kapitalausgaben von 52 bis 56 Milliarden Dollar
  • Aixtron liefert Anlagen für KI-relevante Leistungshalbleiter
  • Aktie notiert deutlich über wichtigen Trendlinien
  • Nächster Prüfstein sind Quartalszahlen Ende Februar

Gigantische Investitionspläne von TSMC haben der Aixtron-Aktie einen kräftigen Schub beschert. Der Spezialist für Depositionsanlagen rückt damit einmal mehr in den Mittelpunkt des KI-Infrastrukturbooms. Entscheidend ist nun, ob der Rückenwind aus Taiwan reicht, um den jüngsten Ausbruch charttechnisch zu untermauern.

TSMC treibt Investitionszyklus an

Der Impuls kam aus Hsinchu: TSMC hat mit seinen Zahlen und Ausgabenplänen für 2026 ein klares Signal an die gesamte Halbleiter-Wertschöpfungskette gesendet. Der weltgrößte Auftragsfertiger meldete für das vierte Quartal 2025 einen Nettogewinn von rund 16 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 35 Prozent im Jahresvergleich. Noch wichtiger für Ausrüster wie Aixtron ist jedoch der Blick nach vorne.

Aixtron

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Um die hohe Nachfrage nach KI-Hochleistungschips zu bedienen, plant TSMC für 2026 Investitionen (Capex) von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar. Das liegt deutlich über dem Vorjahr und übertrifft die bisherigen Markterwartungen klar. Für Anbieter von Anlagen zur Halbleiterfertigung ist das ein starkes Signal, dass der Investitionszyklus im KI-Bereich nicht abebbt.

Aixtron ist hier mit seinen MOCVD-Anlagen gut positioniert. Die Systeme werden für Verbindungshalbleiter und Leistungselektronik auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) eingesetzt – Schlüsseltechnologien für energieeffiziente Rechenzentren und moderne KI-Anwendungen. Steigende Capex-Budgets bei TSMC und anderen Foundries erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit gefüllter Auftragsbücher bei den Ausrüstern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • TSMC plant 2026 Investitionen von 52–56 Mrd. US-Dollar, klar über Vorjahr und Erwartungen
  • KI-Nachfrage laut TSMC-Prognose mit möglichem Wachstum von bis zu 60 % jährlich bis 2029
  • Aixtron liefert Depositionsanlagen für GaN- und SiC-Leistungshalbleiter, die in KI-Infrastruktur gefragt sind

Stimmrechtsstruktur und Marktumfeld

Neben dem operativen Rückenwind sorgt eine aktuelle Stimmrechtsmitteilung für zusätzlichen Kontext. Die Goldman Sachs Group meldete zum 8. Januar 2026 einen Stimmrechtsanteil von 7,13 Prozent nach zuvor 7,17 Prozent. Bemerkenswert ist die Struktur der Beteiligung: Ein Großteil entfällt auf Finanzinstrumente (rund 4,88 Prozent) und nicht auf direkt gehaltene Aktien. Das deutet auf komplexe Derivat- und Absicherungsstrategien hin, die den Handel im Titel stärker beeinflussen können.

Parallel dazu fällt das erste Analysten-Echo auf die TSMC-Zahlen positiv aus. Marktbeobachter werten die hohen Investitionsbudgets als Bestätigung, dass der sogenannte KI-Superzyklus auch 2026 weiterläuft und die Nachfrage nach Produktionsanlagen stützt.

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Die enge Verknüpfung von Aixtron mit den globalen Investitionsausgaben für Wafer-Fertigung wird damit erneut sichtbar. Wenn Foundries und IDMs ihre Kapazitäten für KI- und Leistungshalbleiter ausbauen, profitieren spezialisierte Ausrüster überproportional – vorausgesetzt, sie sind technologisch auf der Höhe und können liefern.

Bewertung, Kursniveau und Technik

Börsentechnisch ist Aixtron stark in das Jahr 2026 gestartet. Auf Zwölfmonatssicht liegt das Plus bei gut 40 Prozent, seit Jahresanfang steht ein Zuwachs von rund 1 Prozent zu Buche. Die Aktie notiert aktuell bei 19,80 Euro und damit noch rund 7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 21,37 Euro, das am 6. Januar 2026 markiert wurde. Vom Tief bei 9,13 Euro im April 2025 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Der Markt honoriert damit die Wachstumsperspektive im GaN- und SiC-Segment, verlangt aber auch einen Preis: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 30 auf Basis der 2025er Gewinne ist die Bewertung ambitioniert. Sie wird durch die Erwartung getragen, dass GaN als Schlüsselfaktor für energieeffiziente KI-Rechenzentren weiter an Bedeutung gewinnt.

Charttechnisch hat die Zone um 20 Euro zuletzt eine zentrale Rolle gespielt. Der Bereich fungiert nun als kurzfristige Unterstützung, nachdem der Ausbruch darüber durch die TSMC-Meldung ausgelöst wurde. Der aktuelle Kurs von 19,80 Euro liegt spürbar über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage, was den übergeordneten Aufwärtstrend unterstreicht. Zugleich signalisiert ein RSI von 25,1 eine deutlich überverkaufte Situation im kurzfristigen Zeitfenster – eine Konstellation, die nach einer vorangegangenen Rally typischerweise für eine Atempause spricht.

Ausblick: Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Operativ rückt nun ein konkretes Datum in den Fokus: Am 26. Februar 2026 legt Aixtron die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, in welchem Umfang der globale Investitionsschub bereits in den eigenen Auftragseingängen und Margen ankommt. Bis dahin dürften vor allem die weiteren Aussagen großer Branchenakteure wie ASML sowie die Stimmung im Tech-Sektor, gemessen etwa am Nasdaq, den Ton angeben.

Hält sich der Kurs in den kommenden Wochen oberhalb der psychologisch wichtigen 20-Euro-Marke und bestätigen die Februar-Zahlen den aktuellen Wachstumspfad, wäre aus heutiger Sicht ein erneuter Anlauf in Richtung 52-Wochen-Hoch ein plausibles Szenario.

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