Procter & Gamble liefert beim Gewinn ab – doch beim Umsatz wird es zäher. Genau diese Mischung macht das zweite Geschäftsquartal interessant: Der Konzern hält seine Jahresziele, obwohl die Nachfrage in mehreren Produktkategorien nachlässt. Wie passt das zusammen?
Gewinn besser als erwartet – Umsatz leicht darunter
Im Quartal bis zum 31. Dezember 2025 stieg der Umsatz um 1% auf 22,2 Mrd. US-Dollar. Organisch – also bereinigt um Währungseffekte und Übernahmen – blieb das Wachstum allerdings bei 0%. Das signalisiert: Preis- und Mixeffekte tragen, aber die Dynamik im Kerngeschäft ist nicht mehr so breit abgestützt wie zuvor.
Beim Ergebnis zeigte sich P&G robuster. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,88 US-Dollar und damit minimal über den Erwartungen (Konsens: 1,86 US-Dollar) sowie auf dem Niveau des Vorjahres. Unter dem Strich fiel der GAAP-Gewinn je Aktie jedoch um 5% auf 1,78 US-Dollar – vor allem wegen zusätzlicher Restrukturierungskosten. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn sank auf 4,32 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 4,63 Mrd. US-Dollar).
Wo es läuft – und wo die Nachfrage schwächelt
Die Entwicklung unterscheidet sich deutlich je Sparte. Beauty und Health Care wuchsen jeweils um 5% beim Umsatz. Dagegen rutschte „Baby, Feminine & Family Care“ um 3% ab.
Unterm Strich lag das Absatzvolumen 1% unter dem Vorjahresquartal. In drei von fünf Segmenten ging die Nachfrage zurück. Am stärksten traf es ausgerechnet den Bereich „Baby, Feminine & Family Care“ mit einem Volumenminus von 5%.
Wichtige Punkte aus dem Quartal:
– Umsatz: 22,2 Mrd. US-Dollar (+1% YoY), organisch: 0%
– Bereinigtes EPS: 1,88 US-Dollar (über Erwartung), GAAP-EPS: 1,78 US-Dollar (-5%)
– Volumen: -1% insgesamt (3 von 5 Sparten mit Rückgang)
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Ausblick bleibt – GAAP-Prognose wird enger
Trotz des schwierigeren Umfelds hält das Management an der Jahresprognose für organisches Wachstum, bereinigtes EPS-Wachstum und den Cash-Return an Aktionäre fest. Im Quartal flossen 4,8 Mrd. US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe zurück.
CEO Shailesh Jejurikar zeigte sich zuversichtlich, im zweiten Halbjahr stärker zu liefern. CFO Andre Schulten ordnete das Quartal als voraussichtlich schwächstes des Geschäftsjahres ein – mit der Erwartung einer besseren zweiten Jahreshälfte.
Angepasst wurde allerdings der GAAP-Ergebnisausblick: P&G rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie (GAAP) von +1% bis +6% für das Gesamtjahr 2026, nach zuvor +3% bis +9%. Entscheidend dabei: Laut Unternehmen liegt der Grund in höheren Restrukturierungskosten – nicht in operativen Problemen.
Zum Dividendenbild: Am 13. Januar 2026 wurde eine Quartalsdividende von 1,0568 US-Dollar je Aktie angekündigt, zahlbar ab dem 17. Februar 2026. P&G verweist dabei auf 135 Jahre ununterbrochene Dividendenzahlungen und 69 Jahre Dividendensteigerungen in Folge.
Auch am Markt wirkt die Lage eher stabil als euphorisch: Die Aktie liegt mit 149,89 US-Dollar rund 10,6% unter dem 52-Wochen-Hoch – ein Hinweis darauf, dass Anleger das Wachstumstempo aktuell nüchterner bewerten.
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