Leonardo Aktie: Rüstungs-Rally

Der italienische Rüstungskonzern profitiert von massiven US-Aufrüstungsplänen und geopolitischen Spannungen, was zu deutlichen Kursgewinnen und Analystenaufwertungen führt.

Kurz zusammengefasst:
  • Kurs steigt fast 20 Prozent seit Jahresbeginn
  • Trump plant massives US-Militärbudget für 2027
  • JPMorgan erhöht Kursziel auf 63 Euro
  • Geopolitische Konflikte befeuern Sektornachfrage

Leonardo-Aktien nähern sich aktuell ihrem Allzeithoch – getrieben von einer europäischen Rüstungsrallye, die Anfang 2026 kräftig Fahrt aufgenommen hat. Der italienische Rüstungskonzern profitiert von einem explosiven Mix aus geopolitischen Spannungen und massiven Aufrüstungsplänen der USA. Seit Jahresanfang legte der Titel fast 20 Prozent zu.

Trumps Milliardenbudget als Branchen-Turbo

Der Auslöser: US-Präsident Donald Trump verkündete am 8. Januar seine Absicht, das Militärbudget der USA für 2027 auf 1,5 Billionen Dollar anzuheben – eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber den 901 Milliarden Dollar des laufenden Haushaltsjahres. Die Ankündigung ließ den Stoxx Europe Aerospace and Defense Index auf ein neues Rekordhoch klettern.

Leonardo

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Leonardo-Aktien reagierten mit einem initialen Kurssprung von über 4 Prozent, bevor sie bei einem Plus von rund 2,7 Prozent schlossen. Am 9. Januar stand der Titel bei 58,52 Euro, nachdem er tags zuvor ein Intraday-Hoch von 60,18 Euro markiert hatte – ein neues 52-Wochen-Hoch.

Geopolitische Brandherde beflügeln Sektor

Neben Trumps Budgetplänen heizen mehrere internationale Konfliktherde die Nachfrage nach Verteidigungsgütern an:

  • US-Militäraktion in Venezuela mit der Festnahme von Präsident Maduro
  • Erneute Spannungen um Grönland zwischen den USA und Dänemark
  • Anhaltender Ukraine-Krieg mit verstärkten Angriffen zu Jahresbeginn

Bloomberg fasste die Stimmung treffend zusammen: Die ersten zehn Tage des Jahres 2026 hätten Investoren in Europa und Asien vor allem eines gezeigt – Rüstungsaktien stehen vor einem weiteren starken Jahr.

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Analysten heben Kursziele an

JPMorgan reagierte auf die positive Entwicklung und erhöhte das Kursziel für Leonardo von 58 auf 63 Euro. UBS bestätigte parallel seine Hold-Einschätzung. Die Bewertung mit einem KGV von rund 32 auf Basis der letzten zwölf Monate spiegelt die Bereitschaft der Anleger wider, für europäische Rüstungsexposure eine Prämie zu zahlen.

Über zwölf Monate summiert sich das Kursplus auf beachtliche 115 Prozent. Die US-Tochter Leonardo DRS, an der Leonardo zu 72,3 Prozent beteiligt ist, steigerte ihren Umsatz 2024 auf 3,2 Milliarden Dollar nach 2,8 Milliarden im Vorjahr.

Branchenweite Stärke setzt sich fort

Leonardo reiht sich ein in die starke Performance europäischer Rüstungswerte, die bereits 2024 um etwa 57 Prozent zulegten. Wettbewerber wie BAE Systems, Rheinmetall, SAAB und Renk partizipieren gleichermaßen an der Sektorrallye. Die nächsten Quartalszahlen und potenzielle neue Großaufträge dürften zeigen, ob sich die erhöhten Verteidigungsbudgets europäischer Regierungen in konkrete Aufträge übersetzen.

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