Der Tech-Riese Oracle befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt. Während der Konzern mit einer Beteiligung am US-Geschäft von TikTok und einer massiven KI-Offensive Schlagzeilen macht, reagieren Anleger nervös auf das Preisschild dieser Strategie. Die aggressive Expansion treibt die Investitionskosten in die Höhe und wirft Fragen zur finanziellen Stabilität auf, die den Aktienkurs zuletzt deutlich unter Druck setzten.
TikTok-Deal als strategischer Baustein
Am 23. Januar 2026 wurde das Joint Venture „TikTok USDS“ offiziell besiegelt. Oracle sicherte sich dabei einen Anteil von 15 Prozent und fungiert künftig als „Trusted Security Partner“ für die Daten von über 200 Millionen US-Nutzern. Zwar ist die Beteiligung mit einem geschätzten Wert von rund 2,1 Milliarden US-Dollar für einen Konzern dieser Größe finanziell eher zweitrangig, strategisch festigt der Deal jedoch Oracles Position als Anbieter sicherer Cloud-Infrastrukturen.
Die Kosten der KI-Ambitionen
Doch der Fokus der Wall Street liegt derzeit weniger auf TikTok, sondern auf den explodierenden Kosten für den Infrastrukturausbau. Oracle hat seine Investitionsprognose (CapEx) für das Fiskaljahr 2026 drastisch auf 50 Milliarden US-Dollar angehoben. Allein im zweiten Quartal flossen 12 Milliarden US-Dollar in den Ausbau von Rechenzentren, unter anderem um die Partnerschaft mit OpenAI in den USA massiv auszuweiten.
Um diesen gewaltigen Kapitalbedarf zu decken, prüft der Finanzinvestor Blackstone laut Medienberichten eine Ausweitung seines Engagements, was dem Konzern kurzfristig mehr finanziellen Spielraum verschaffen könnte.
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Bilanzrisiken schrecken Anleger auf
Diese Ambitionen haben jedoch ihren Preis, was sich deutlich im Kursverlauf widerspiegelt – die Aktie notiert aktuell rund 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Neben den offiziellen Schulden von knapp 108 Milliarden US-Dollar offenbarten jüngste Berichte an die Börsenaufsicht gewaltige künftige Verpflichtungen.
Leasing-Verbindlichkeiten für Rechenzentren und Cloud-Kapazitäten, die noch nicht in der Bilanz stehen, summierten sich zuletzt auf 248 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 148 Prozent innerhalb eines Quartals. Analysten sehen zudem ein Klumpenrisiko: Ein Großteil des beeindruckenden Auftragsbestandes von 523 Milliarden US-Dollar entfällt auf den Vertrag mit OpenAI.
Blick auf die Zahlen
Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf den 9. März 2026. Bei der kommenden Quartalsvorlage muss Oracle beweisen, dass es den rekordverdächtigen Auftragsbestand schnell genug in profitablen Umsatz umwandeln kann, um die immensen laufenden Kosten zu decken und die Skepsis am Markt zu zerstreuen.
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