PayPal Aktie: Schlechtes Timing?

PayPal kämpft mit schwachen Quartalszahlen, einer Sammelklage und einem neuen CEO. Die Aktie verlor deutlich an Wert, während das Unternehmen auf KI und Krypto setzt.

Kurz zusammengefasst:
  • Schwacher Umsatz und Gewinn verfehlen Erwartungen
  • Sammelklage wegen Wertpapierbetrug angekündigt
  • Aktienkurs verliert fast 37 Prozent an Wert
  • Neuer CEO soll Innovationen beschleunigen

PayPal steckt in einer der tiefsten Krisen der letzten Jahre. Nach enttäuschenden Zahlen und dem überraschenden Rauswurf des CEOs sieht sich der Zahlungsdienstleister nun auch noch mit einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs konfrontiert. Kann der neue Chef das Ruder herumreißen?

Auslöser der aktuellen Turbulenzen war ein schwacher Quartalsbericht Anfang Februar. Der Konzern verfehlte mit einem Umsatz von 8,68 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn von 1,23 US-Dollar je Aktie die Erwartungen der Wall Street. Besonders alarmierend: Das Wachstum im wichtigen Checkout-Geschäft verlangsamte sich drastisch auf nur noch ein Prozent, was das Management auf ein schwaches US-Einzelhandelsumfeld und internationalen Gegenwind zurückführte. Dem Aufsichtsrat riss daraufhin der Geduldsfaden. Wegen mangelnder Umsetzungsgeschwindigkeit musste CEO Alex Chriss seinen Hut nehmen.

PayPal

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Die Folgen dieses Rückschlags belasten das Unternehmen massiv. Erst vor zwei Tagen kündigte eine US-Kanzlei eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs an, der sich geschädigte Investoren nun anschließen können. Auch der Ausblick auf das Jahr 2026 bietet wenig Trost, da PayPal beim Gewinn je Aktie im schlechtesten Fall mit einem leichten Rückgang rechnet. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider, der aktuell bei 39,92 Euro notiert und damit auf Sicht von zwölf Monaten knapp 37 Prozent an Wert eingebüßt hat.

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Neustart unter neuer Führung

Seit dem 1. März soll nun Enrique Lores, der zuvor sechs Jahre den Elektronikkonzern HP leitete, das Unternehmen stabilisieren. Der Aufsichtsrat fordert von ihm eine deutlich schnellere Umsetzung von Innovationen und mehr operative Disziplin. Um trotz des starken Konkurrenzdrucks durch Tech-Giganten wie Apple und Google relevant zu bleiben, treibt PayPal strategische Zukäufe voran. So soll die geplante Übernahme der Plattform Cymbio die Sichtbarkeit von Händlern in KI-Anwendungen wie Microsoft Copilot erhöhen. Zudem baut das Unternehmen seine Krypto-Initiativen aus und strebt über eine neue Kooperation an, im laufenden Jahr Frachtrechnungen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar über den eigenen Stablecoin PYUSD abzuwickeln.

Die strategischen Weichenstellungen für KI und digitale Währungen sind gemacht, doch die juristischen und operativen Altlasten wiegen schwer. Ob Lores die geforderte Beschleunigung tatsächlich in das Geschäftsmodell bringen kann, wird sich bereits am 5. Mai 2026 zeigen, wenn PayPal die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt.

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