Die ASML-Aktie hat sich innerhalb von sechs Monaten nahezu verdoppelt – ein Plus von rund 95 Prozent. Der niederländische Hersteller von Lithografie-Systemen profitiert massiv vom KI-getriebenen Ausbau der Chipproduktion weltweit.
Der Kursanstieg gründet auf außergewöhnlich starken Quartalszahlen. Ende Januar meldete ASML Rekordaufträge von 13,2 Milliarden Euro für das vierte Quartal 2025 – fast doppelt so viel wie Analysten mit rund 6,3 Milliarden Euro erwartet hatten. Der Umsatz lag bei 9,72 Milliarden Euro und übertraf ebenfalls die Prognosen.
Auftragsboom durch KI-Nachfrage
Die Auftragswelle spiegelt den massiven Kapazitätsausbau bei Chipherstellern wider. Über das Gesamtjahr 2025 verzeichnete ASML Nettobuchungen von knapp 28 Milliarden Euro – ein Anstieg um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
CEO Christophe Fouquet erklärte, die Aussichten für die Halbleiterbranche hätten sich „in den letzten Monaten deutlich verbessert, insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Ausbau von Rechenzentren und KI-bezogener Infrastruktur“.
Die Haupttreiber der Nachfrage:
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- Foundries: TSMC, Samsung und Intel bauen Fertigungskapazitäten für fortschrittliche Chips aus
- Speicherhersteller: Zunehmende Einführung von ASMLs EUV-Technologie in der Speicherproduktion
- KI-Computing: Steigende Anforderungen an Hochleistungsrechner und mobile Anwendungen
Aktienrückkauf läuft
Parallel zur starken operativen Entwicklung hat ASML ein neues Rückkaufprogramm gestartet. In der Woche vom 9. bis 13. Februar 2026 erwarb das Unternehmen 105.800 eigene Aktien für insgesamt 126,8 Millionen Euro. Die gewichteten Durchschnittspreise lagen zwischen 1.193 und 1.208 Euro. Das Programm war am 28. Januar angekündigt worden und unterstreicht das Vertrauen des Managements.
Monopolstellung bleibt unangetastet
ASML ist weltweit der einzige Anbieter von Extreme-Ultraviolett-Lithografie-Systemen (EUV). Diese Technologie ist für die Herstellung von Chips mit Strukturbreiten von sieben Nanometern und darunter unverzichtbar. Die Monopolstellung bildet das Fundament der Marktbewertung von derzeit rund 570 Milliarden Dollar.
Am 18. Februar 2026 schloss die Aktie bei 1.468,72 Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 50 auf Basis der vergangenen zwölf Monate. Das prall gefüllte Auftragsbuch sichert Umsätze für Jahre im Voraus – eine Planungssicherheit, die in der Technologiebranche selten ist.
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