SAP steht vor einer ereignisreichen Woche. Während der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock seine Beteiligungsstruktur leicht anpasst, kauft der Walldorfer Konzern im Rekordtempo eigene Aktien zurück. Am 26. Februar folgt der Integrierte Bericht 2025 – ein wichtiger Gradmesser für die Cloud-Transformation inmitten eines schwierigen Marktumfelds.
BlackRock verschiebt Stimmrechte
BlackRock hat am 23. Februar eine aktualisierte Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht. Der Vermögensverwalter hält nun 6,43 % der Stimmrechte direkt über Aktien und 0,07 % über Finanzinstrumente – insgesamt unverändert 6,50 %. In der vorherigen Meldung waren es noch 6,46 % direkte Stimmrechte und nur 0,03 % über Instrumente.
Die Verschiebung deutet auf eine Umschichtung innerhalb der BlackRock-Tochtergesellschaften hin. Mehr Stimmrechte werden nun über Contracts for Difference und Equity Linked Notes gehalten statt über direkte Aktienpositionen. Bereits am 16. Februar hatte BlackRock eine ähnliche Struktur mit 6,44 % direkten Stimmrechten gemeldet.
Aktienrückkauf auf Rekordkurs
Das im Januar gestartete Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro nimmt Fahrt auf. Allein in der Woche vom 9. bis 13. Februar erwarb SAP 4,59 Millionen eigene Aktien über XETRA zu einem Durchschnittspreis von 173,61 Euro – ein Wochenvolumen von 797 Millionen Euro.
Seit Programmstart am 5. Februar hat der Konzern bereits 6,23 Millionen Aktien für rund 1,08 Milliarden Euro zurückgekauft. Das entspricht etwa einem Zehntel des genehmigten Rahmens, der bis Ende 2027 ausgeschöpft werden soll. Das aggressive Tempo signalisiert: SAP sieht die aktuellen Kursniveaus als Kaufgelegenheit.
Dividende steigt um 6,4 Prozent
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor – ein Plus von 6,4 % gegenüber den 2,35 Euro des Vorjahres. Die Gesamtausschüttung würde 2,92 Milliarden Euro betragen, bei einer Ausschüttungsquote von 40,7 % des Non-IFRS-Gewinns. Ex-Tag ist der 6. Mai, die Auszahlung erfolgt zwei Tage später.
Integrierter Bericht als Stimmungstest
Am 26. Februar veröffentlicht SAP den Integrierten Bericht 2025. Das Dokument wird zeigen, wie der Konzern die Cloud-Transformation vorangetrieben und KI-Funktionen in seine ERP-Suite integriert hat. Investoren dürften besonders auf Retention-Raten und die ESG-Strategie achten.
Der Softwaresektor steht seit Monaten unter Druck. Die SAP-Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 17 Prozent und notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Auslöser sind Sorgen über mögliche KI-Disruption im Enterprise-Software-Markt. Allerdings gibt es laut Morningstar bislang kaum Belege für konkrete Störungen – Kunden verzögern lediglich Kaufentscheidungen, die Retention-Raten bleiben hoch.
Der Integrierte Bericht könnte Klarheit bringen, wie SAP seine Wachstumsstory in diesem Umfeld untermauert. Die Quartalszahlen für Q1 2026 folgen am 23. April, die virtuelle Hauptversammlung am 5. Mai.
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