Ørsted Aktie: Erholung trifft Wahlrisiko

Der dänische Windkraftkonzern Ørsted meldet eine finanzielle Stabilisierung für 2025, doch die Parlamentswahl im März bestimmt die Zukunft des staatlichen 50,1-Prozent-Anteils.

Kurz zusammengefasst:
  • Finanzielle Erholung mit stabilen EBITDA-Zahlen
  • Parlamentswahl entscheidet über Staatsbeteiligung
  • Devestitionsprogramm übertrifft Erlöserwartungen deutlich
  • Analysten heben Kursziel nach positiver Entwicklung

Ørsted hat 2025 eine spürbare finanzielle Stabilisierung vollzogen – doch die dänische Parlamentswahl am 24. März wirft einen politischen Schatten auf die Aktie. Im Zentrum steht die Frage, ob der Staat seinen 50,1-Prozent-Anteil am Windkraftkonzern verkaufen wird.

Eigentümerstruktur als Wahlkampfthema

Vier rechte Parteien – die Konservative Volkspartei, Liberal Alliance, die Dänische Volkspartei und die Dänemark-Demokraten – fordern einen Ausstiegsplan für die staatliche Beteiligung. Die Liberalen, Teil der aktuellen Regierungskoalition, haben signalisiert, sich dem nicht zu widersetzen. Zusammen kontrollieren diese fünf Parteien rund 40 Prozent der aktuellen Parlamentssitze.

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Der Vorschlag sieht vor, dass Dänemark zunächst strategisch wichtige Energieinfrastruktur aus dem Konzern herauslöst und behält, bevor ein Verkauf stattfindet.

Die Debatte ist politisch heikel: Die dänische Regierung beteiligte sich erst im Oktober an einer Kapitalerhöhung über 60 Milliarden Kronen (rund 9,4 Milliarden US-Dollar), um Ørsted durch die Krise der Windkraftbranche zu steuern. Premierministerin Mette Frederiksen rief die vorgezogene Wahl nach gestiegenen Zustimmungswerten aus – ausgelöst durch ihre Haltung gegenüber den US-Annexionsplänen für Grönland.

Das tatsächliche Risiko eines Staatsausstiegs erscheint begrenzt. Aktuelle Umfragen des öffentlich-rechtlichen Senders DR deuten darauf hin, dass die fünf rechten Parteien lediglich 74 der 179 Parlamentssitze gewinnen dürften – zu wenig für eine Mehrheit. Wahrscheinlicher ist eine linksgerichtete Regierung, die bislang keinen Verkauf der Beteiligung befürwortet hat.

Solide Zahlen, abgeschlossenes Devestitionsprogramm

Operativ hat Ørsted 2025 geliefert. Das EBITDA (ohne neue Partnerschaftsvereinbarungen und Stornierungsgebühren) lag bei 25,1 Milliarden Kronen und damit innerhalb der angepeilten Spanne von 24 bis 27 Milliarden. Der Jahresnettogewinn betrug 3,2 Milliarden Kronen.

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Das Offshore-Windgeschäft übertraf laut Jefferies die Erwartungen um rund 4 Prozent, gestützt durch niedrigere Entwicklungskosten und bessere Anlagenperformance. Das Onshore-Segment überraschte noch deutlicher: Das EBITDA von 1,36 Milliarden Kronen lag etwa 24 Prozent über dem Konsens, maßgeblich getrieben durch Veräußerungsgewinne.

Beim Devestitionsprogramm hat Ørsted die eigenen Ziele übertroffen. Der Verkauf des gesamten europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners für 1,44 Milliarden Euro soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Die Gesamterlöse aus abgeschlossenen und vereinbarten Transaktionen für 2025 und 2026 belaufen sich auf rund 46 Milliarden Kronen – deutlich über dem Zielwert von mehr als 35 Milliarden.

Ausblick und Analystenstimmen

Für 2026 erwartet Ørsted ein EBITDA von mehr als 28 Milliarden Kronen bei Bruttoinvestitionen von 50 bis 55 Milliarden Kronen.

Berenberg hob das Kursziel Ende Februar von 140 auf 180 Dänische Kronen an und bestätigte die Kaufempfehlung. Als Begründung nannte die Bank den vorsichtigen Neustart langfristiger Wachstumsplanung nach einer Phase hoher Volatilität. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 16 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 148,90 Kronen.

Die nächsten Quartalszahlen folgen am 6. Mai 2026 – bis dahin dürfte das Wahlergebnis vom 24. März der entscheidende Kurstreiber sein.

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