D-Wave Quantum präsentiert diese Woche auf dem weltgrößten Physikkongress neue Forschungsergebnisse — und steht gleichzeitig unter erheblichem Marktdruck. Die Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel ihres Wertes verloren, während Insider zuletzt Anteile verkauften.
Starke Forschung, schwache Kursentwicklung
Beim APS Global Physics Summit in Denver, der noch bis zum 20. März läuft, stellen D-Wave-Forscher Fortschritte in zwei Bereichen vor: Annealing-Quantencomputing und Gate-Modell-Quantencomputing. Die Themen reichen von Fehlerkorrektur über programmierbare Quantendynamik bis hin zu analoger Prozessorsteuerung. Das Unternehmen setzt dabei auf wissenschaftliche Glaubwürdigkeit als Ergänzung zur kommerziellen Strategie — und nennt die Übernahme von Quantum Circuits sowie Fortschritte bei kryogenischer Steuerung als Treiber eines beschleunigten Gate-Modell-Fahrplans. Ein erstes Gate-Modell-System soll noch 2026 folgen.
Am Aktienmarkt kommt das bislang nicht an. Die Aktie notiert heute bei rund 16,73 US-Dollar — weit unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 22,20 Dollar und des 200-Tage-Durchschnitts von 25,19 Dollar. Beide gleitenden Durchschnitte signalisieren einen anhaltenden Abwärtstrend.
Insider-Verkäufe und enttäuschende Quartalszahlen
Zusätzlichen Gegenwind liefern zwei Insider-Transaktionen der vergangenen Woche. CFO John M. Markovich verkaufte am 13. März 10.706 Aktien zu Preisen zwischen 17,60 und 17,66 Dollar — ein Gesamtvolumen von rund 188.700 Dollar. Direktor Rohit Ghai folgte am 16. März mit dem Verkauf von 10.000 Aktien zu durchschnittlich 17,62 Dollar, was seinen Anteil um 26,47 Prozent reduzierte. Beide Transaktionen wurden als steuerlich bedingte Verkäufe deklariert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Hinzu kommen enttäuschende Q4-2025-Zahlen: Der Quartalsumsatz lag mit 2,75 Millionen Dollar rund 26 Prozent unter der Analystenschätzung von 3,72 Millionen Dollar. Auch beim Verlust je Aktie verfehlte das Unternehmen die Erwartungen. Für das Gesamtjahr 2025 meldete D-Wave zwar einen Umsatzanstieg von 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar — doch einem Nettoverlust von 355 Millionen Dollar steht ein Umsatz gegenüber, der die aktuelle Marktkapitalisierung kaum rechtfertigt.
Analysten gespalten
Das Meinungsbild unter Analysten ist uneinheitlich. 14 Häuser empfehlen die Aktie zum Kauf, zwei raten zum Verkauf. Evercore ISI senkte das Kursziel zuletzt leicht von 44 auf 42 Dollar, hält aber an der Outperform-Einstufung fest — das Ziel basiert auf einem 33-fachen der für 2035 geschätzten Gewinne je Aktie von 3 Dollar, neun Jahre diskontiert. Zacks Research hingegen stufte die Aktie am 6. März auf „Strong Sell“ herab. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel aller Analysten liegt bei 37,40 Dollar.
Die Spanne zwischen dem Analystenkonsens und dem aktuellen Kurs ist beträchtlich. Ob das Gate-Modell-System 2026 tatsächlich lieferbar ist und ob das Unternehmen die Lücke zwischen Auftragseingang und tatsächlichem Umsatz schließen kann, dürfte die Neubewertung durch den Markt in den kommenden Monaten maßgeblich bestimmen.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
