Bei Fannie Mae verdichten sich zwei Themen in wenigen Tagen: neue Aussagen zur möglichen Rückkehr in private Hände – und die anstehenden Jahreszahlen. Für Anleger ist das heikel, weil politische Signale und harte Finanzdaten diesmal fast zeitgleich aufschlagen.
Worum geht es konkret – und wie schnell könnte eine Teil-Privatisierung Realität werden?
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– Zahlen-Termin: Mittwoch, vor US-Börsenstart (Q4 & Gesamtjahr 2025)
– IPO-Idee: 2,5% bis 5% möglich, laut FHFA – vorbehaltlich Zustimmung von Präsident Trump
– Aktienkurs zuletzt: etwa 8,27 US-Dollar
– Performance: -24,8% seit Jahresbeginn, -22,7% in 30 Tagen
Privatisierung rückt wieder ins Bild
Die Debatte um die Eigentümerstruktur kommt zurück. Der Chef der US-Aufsicht FHFA, Bill Pulte, sagte laut Berichten, Fannie Mae und Freddie Mac seien technisch bereit für einen Börsengang im Umfang von 2,5% bis 5%. Entscheidend sei allerdings eine Freigabe durch Präsident Trump. Ein solcher Schritt würde die seit 2008 bestehende staatliche Zwangsverwaltung zumindest ein Stück weit aufweichen.
Parallel dazu wird in der Regierung offenbar über einen Teilverkauf an private Investoren nachgedacht. Einen festen Zeitplan gibt es dabei nicht, weil die Umsetzung von politischen Entscheidungen abhängt. Zudem betonte Finanzminister Scott Bessent die strategische Bedeutung von Käufen hypothekenbesicherter Wertpapiere (MBS) und nannte dabei ein Volumen von 200 Milliarden US-Dollar als zentralen Baustein der aktuellen Wohnungspolitik.
Quartalszahlen kommen am Mittwoch
Fannie Mae hat in dieser Woche den Finanzkalender bestätigt: Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 sollen am Mittwoch vor US-Börsenstart veröffentlicht werden. Eine Telefonkonferenz per Webcast ist für 8:00 Uhr ET angesetzt, mit Interims-CEO Peter Akwaboah und CFO Chryssa C. Halley.
Damit fällt die Zahlenvorlage auffällig nah an den Moment, in dem die politische Diskussion um eine Teil-Privatisierung neuen Schwung bekommt.
Kurs bleibt volatil – Zinsen als Hintergrund
An der Börse zeigte sich der Titel zuletzt wechselhaft. Der Schlusskurs lag laut den genannten Daten bei rund 8,27 US-Dollar. Während die Aktie über fünf Jahre gerechnet deutlich im Plus liegt, steht sie kurzfristig klar unter Druck: -24,8% seit Jahresbeginn und -22,7% in den vergangenen 30 Tagen.
Im Hintergrund bleibt das Zinsumfeld vorerst stabil. Freddie Mac bezifferte den 30-jährigen Festzins zuletzt auf etwa 6,11%.
Zum Schluss noch ein Faktor für die nächsten Tage: Die FHFA hat kürzlich den gesamten Verwaltungsrat erneut bestätigt – inklusive Vorsitzendem William J. Pulte und Vizechef Michael Stucky. Damit geht Fannie Mae mit unveränderter Führungsstruktur in die Kombination aus Zahlenvorlage am Mittwoch und den laufenden Gesprächen über die künftige Eigentümerfrage.
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