Carnival verabschiedet sich von seiner jahrzehntelangen Doppelstruktur und bündelt die Kräfte künftig in den USA. Während der Konzern seinen rechtlichen Sitz nach Bermuda verlegt, sorgt die neue US-Zollpolitik für Unruhe im gesamten Reisesektor. Anleger stehen nun vor der Frage, wie viel Potenzial der Kreuzfahrtriese nach der jüngsten Rally noch besitzt.
Ende der Doppelnotierung
Der Kreuzfahrtanbieter vereinfacht seine Organisation grundlegend. Durch die Umwandlung der britischen Einheit in eine vollständige Tochtergesellschaft entfällt künftig die Notierung in London. Das Unternehmen konzentriert seine Börsenpräsenz ausschließlich auf New York und firmiert künftig als Carnival Corporation Ltd. mit rechtlichem Sitz auf Bermuda.
Für Aktionäre bedeutet dieser Schritt eine deutlich schlankere Handelsstruktur. Der Abschluss der Reorganisation ist für das Ende des zweiten Quartals 2026 geplant, wobei der 7. Mai 2026 als wichtiger technischer Stichtag markiert wurde. Ehemalige Anteilseigner der britischen Einheit werden nach dem Aktientausch voraussichtlich 10,6 Prozent an der neuen Gesellschaft halten.
Volatilität durch Zollpolitik
Zuletzt geriet der Reisesektor durch die Ankündigung der US-Regierung unter Druck, neue globale Zölle in Höhe von 15 Prozent einzuführen. Diese Nachricht sorgte kurzzeitig für Unsicherheit und schwankende Kurse. Dennoch zeigt sich der Titel widerstandsfähig und notiert aktuell bei 26,87 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,11 Prozent entspricht.
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Die positive Grundstimmung der letzten Wochen bleibt damit vorerst intakt. Mit einem Zuwachs von über 11 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage nähert sich das Papier wieder seinem 52-Wochen-Hoch von 28,75 Euro an. Allerdings mahnen technische Indikatoren zur Vorsicht: Der Relative-Stärke-Index (RSI) markiert mit einem Wert von 80,9 eine deutlich überkaufte Lage, was das Risiko kurzfristiger Rücksetzer erhöht.
Operative Stärke und Ausblick
Abseits der strukturellen Reformen profitiert der Konzern von einer robusten Reisenachfrage. Mit einem Anteil von 27 Prozent an den marktweiten Kreuzfahrt-Angeboten im Februar untermauert das Unternehmen seine führende Position. Besonders die Buchungen für den Sommer 2026 stehen derzeit im Fokus der Konsumenten, während die Tochtergesellschaften bereits Kapazitäten für die Saison 2027/28 planen, um margenstarke Routen in Südamerika und der Antarktis zu bedienen.
Kurzfristig steht für Anleger ein konkreter Termin an: Am 27. Februar 2026 schüttet das Unternehmen eine Dividende von 0,15 US-Dollar aus. Sollte die Aktie den Widerstand am Jahreshoch bei 28,75 Euro nachhaltig überwinden, rückt die Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends in den Fokus. Entscheidend für den weiteren Verlauf bleibt jedoch die technische Verarbeitung des hohen RSI-Werts im Vorfeld des Strukturwandels am 7. Mai.
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