Die US-Regierung erhöht den Druck. Während Bitcoin am Mittwoch bei rund 68.650 US-Dollar notiert – weit entfernt von den Höchstständen aus dem Herbst 2025 – konzentriert sich Washington auf zwei zentrale Fragen: Wie soll der Markt strukturiert werden, und dürfen Stablecoin-Emittenten Renditen anbieten?
Bessent fordert Gesetz bis zum Frühjahr
Finanzminister Scott Bessent machte am 10. Februar deutlich, dass die Zeit drängt. Er forderte die Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act noch vor Ende des Frühjahrs und richtete sich dabei explizit an die Branche: Große Player wie Coinbase dürften die Gesetzgebung nicht blockieren. Ohne klare Marktregeln sei die Zukunft des US-Kryptomarktes gefährdet.
Parallel dazu trifft sich das Weiße Haus am 11. Februar mit Vertretern traditioneller Finanzinstitute – darunter JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America – sowie Krypto-Schwergewichten wie Coinbase und Andreessen Horowitz. Thema: Stablecoin-Renditen. Die Kernfrage lautet, ob Emittenten ihren Nutzern Zinsen zahlen können, ohne sich als Bank regulieren zu lassen. Genau dieser Punkt hatte frühere Regulierungsversuche zum Scheitern gebracht.
MicroStrategy kauft weiter zu
Trotz der Korrektur bleibt das institutionelle Interesse bestehen. MicroStrategy hat am 10. Februar weitere 1.142 BTC für etwa 90 Millionen US-Dollar erworben. Der Bestand des Unternehmens steigt damit auf 714.644 BTC – mehr als 3,4 Prozent des gesamten zirkulierenden Angebots.
Analysten von Bernstein bleiben optimistisch. Sie halten an ihrem Kursziel von 150.000 US-Dollar bis Ende 2026 fest und bezeichnen den aktuellen Rückgang als Vertrauenskrise, nicht als strukturelles Problem. Bitcoin notiert derzeit rund 45 Prozent unter seinem Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar aus dem Oktober 2025.
Regulierungsdruck auch außerhalb der USA
Großbritannien verschärft ebenfalls den Ton. Die britische Finanzaufsicht FCA forderte am 10. Februar Social-Media-Plattformen und App-Stores auf, den Zugang zur Kryptobörse HTX zu blockieren. Begründung: unbefugte Bewerbung von Finanzdienstleistungen gegenüber britischen Verbrauchern.
In Südkorea untersucht die Finanzaufsicht FSS derzeit die Börse Bithumb. Diese hatte Anfang der Woche versehentlich Bitcoin im Wert von etwa 44 Milliarden US-Dollar während einer Werbeaktion an Nutzer ausgegeben. Obwohl 99,7 Prozent der Mittel zurückgeholt werden konnten, wird nun die interne Kontrolle des Unternehmens überprüft.
Narrativ-Wechsel im Markt
Galaxy Digital CEO Mike Novogratz sprach kürzlich vom Ende der „Spekulationsära“ und prognostizierte eine Verschiebung hin zu Real-World-Assets und weniger volatilen Investments. Die Zahlen stützen diese These: Während Bitcoin seit Jahresanfang schwächelt, legte Gold im gleichen Zeitraum um etwa 25 Prozent zu.
Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob Washington die regulatorischen Hürden überwindet – und ob institutionelle Käufer wie MicroStrategy ausreichen, um den Kurs zu stabilisieren.
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