Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce setzt seinen starken Jahresstart fort. Am Donnerstagmorgen kletterte die Aktie auf ein neues Intraday-Hoch von 12,59 Pfund – ein Plus von 8,5 Prozent seit Jahresbeginn. Auslöser ist eine sektorweite Rotation in Verteidigungswerte, ausgelöst durch Berichte über verstärkte US-Militäraktivitäten in Südamerika.
Geopolitik als Kurstreiber
Die jüngste Aufwärtsbewegung hat einen klaren Katalysator: Meldungen über US-Militäreinsätze in Ecuador und Venezuela im Rahmen von Anti-Drogen- und Stabilitätsoperationen haben das Interesse an Rüstungsaktien neu entfacht. Rolls-Royce, das etwa ein Viertel seines Umsatzes mit der Verteidigungssparte erwirtschaftet, profitiert von diesem Sentiment.
Die Rotation zeigt sich branchenweit. Auch BAE Systems und Babcock International verzeichnen deutliche Gewinne – ein klares Indiz für eine sektorspezifische Bewegung. Solange die geopolitischen Spannungen anhalten, dürfte dieser „Defense-Premium“ die Kurse stützen.
Starke Fundamentaldaten als Basis
Neben der kurzfristigen geopolitischen Unterstützung sprechen die fundamentalen Daten für das Unternehmen:
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- Civil Aerospace: Anhaltend hohe Nachfrage nach Wartungsdienstleistungen und steigende Triebwerks-Flugstunden treiben die wiederkehrenden Umsätze
- Transformation erfolgreich: CEO Tufan Erginbilgic hat Schuldenabbau und Margenausweitung vorangetrieben
- Strategische Weichenstellung: 400 Millionen Pfund für U-Boot-Programme und Nukleartechnik investiert
Allerdings hat die Rally ihren Preis: Mit einem geschätzten KGV von 38 bis 40 liegt die Bewertung deutlich über dem historischen Durchschnitt. Die Aktie preist die erfolgreiche Transformation mittlerweile vollständig ein.
Technische Warnsignale
Der RSI im Tageschart hat überkaufte Niveaus erreicht – typischerweise ein Signal für eine bevorstehende Konsolidierung. Seit den Tiefstständen von 2022 hat sich der Kurs mehr als verzehnfacht. Die Unterstützung bei 12,40 Pfund wird nun zur entscheidenden Marke.
Ende Februar folgen die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025. Analysten erwarten einen operativen Gewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr. Sollten sich die Spannungen in Südamerika entspannen, könnte der Defense-Aufschlag jedoch schnell wieder verpuffen.
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