Silber: Abprall vom Jahrestief
Nach einem massiven Einbruch auf ein Jahrestief erholt sich der Silberpreis deutlich. Geopolitische Entspannung und ein anhaltendes Angebotsdefizit stützen die Erholung.

Kurz zusammengefasst
- Starker Preisanstieg nach historischem Absturz
- Geopolitische Spannungen als Haupttreiber
- Sechstes Angebotsdefizit in Folge erwartet
- Industrienachfrage aus KI und E-Mobilität wächst
Innerhalb weniger Handelstage hat Silber einen der heftigsten Rücksetzer seit Jahren erlebt — und dreht nun kräftig nach oben. Am 26. März 2026 notiert Spot-Silber bei rund 72,11 US-Dollar pro Unze, ein Tagesplus von über 3,6 Prozent. Der Kontrast zum Wochenbeginn ist frappierend.
Absturz und Gegenbewegung
Am 23. März markierte der Silberpreis ein neues Jahrestief bei 60,95 US-Dollar — ein Einbruch von fast 50 Prozent gegenüber dem Februar-Hoch bei 121,67 US-Dollar. Allein im März verlor das Edelmetall über 27 Prozent. Auslöser waren steigende Ölpreise infolge der Schließung der Straße von Hormuz, die Brent-Rohöl zeitweise über 103 US-Dollar trieb. Die daraus resultierenden Inflationssorgen befeuerten die Anleiherenditen und den Dollar — beides Gift für das zinslose Edelmetall.
Analysten beschreiben den Kollaps als durch erzwungene Liquidierungen getrieben, nicht als Ausdruck bröckelnder Fundamentaldaten. Das ist ein wichtiger Unterschied.
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Geopolitik als Kurstreiber
Den Wendepunkt brachten Berichte über einen möglichen einmonatigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran. Die nachlassenden Kriegsängste schwächten den Dollar und lösten eine breite Erholung bei Edelmetallen aus. Edelmetallanalyst Christopher Lewis von FX Empire warnt jedoch: Die Nahost-Spannungen zeigen keine Anzeichen vollständiger Entspannung, und die Federal Reserve signalisiert für den Rest des Jahres 2026 nur noch einen einzigen Zinssenkungsschritt. Hohe Realrenditen bleiben damit ein strukturelles Gegengewicht.
Physische Knappheit als Fundament
Unabhängig vom Makroumfeld zeigt die Angebotsseite ein klares Bild. Das Silver Institute erwartet für 2026 das sechste Angebotsdefizit in Folge — mit einem Fehlbetrag von 67 Millionen Unzen. Chinesische Silberimporte erreichten in den ersten beiden Monaten des Jahres Rekordwerte von über 790 Tonnen. Gleichzeitig wächst die industrielle Nachfrage aus KI-Rechenzentren, 5G-Infrastruktur und Elektrofahrzeugen weiter, während oberirdische Lagerbestände schrumpfen.
Setzen sich die diplomatischen Fortschritte im Nahen Osten fort und stabilisieren sich die Ölpreise, sehen Analysten Spielraum für eine Ausweitung der Erholung in Richtung 72 bis 75 US-Dollar. Hält die energiegetriebene Inflation an, bleibt die Zone um 60 bis 65 US-Dollar als mögliche Rückkehrmarke relevant. Entscheidend wird der nächste US-Inflationsdatenpunkt sein — er dürfte zeigen, ob die Fed ihren restriktiven Kurs tatsächlich lockern kann.
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