Alphabet lieferte im vierten Quartal 2025 starke Ergebnisse und übertraf die Erwartungen der Wall Street bei Umsatz und Gewinn deutlich. Doch statt Jubel löste der Bericht im nachbörslichen Handel heftige Volatilität aus. Grund dafür ist eine aggressive Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2026, die Analystenschätzungen weit in den Schatten stellt und Sorgen um die künftigen Margen weckt.
Investitionsprognose überrascht Anleger
Das beherrschende Thema des Berichts war die massive Anhebung der geplanten Kapitalausgaben (Capex). Für das Jahr 2026 prognostiziert der Konzern Ausgaben in einer Spanne von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert liegt weit über den von Analysten erwarteten 119,5 Milliarden Dollar und entspricht fast einer Verdopplung gegenüber den 91 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2025.
Hintergrund dieser enormen Summen ist der Ausbau der KI-Infrastruktur. Das Geld soll primär in Server, Rechenzentren und Netzwerkausrüstung fließen, um Google DeepMind zu unterstützen und die wachsende Nachfrage der Cloud-Kunden zu bedienen. Marktteilnehmer reagierten nervös auf diese Kostenexplosion: Die Aktie fiel nachbörslich zeitweise um bis zu 7 Prozent, bevor sie sich leicht erholte. Gestern (Mittwoch) schloss das Papier noch bei 332,45 US-Dollar, nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch.
Cloud-Sparte als Wachstumsmotor
Während die Kostenprognose belastete, glänzte das operative Geschäft. Besonders die Google Cloud-Sparte überzeugte mit einem Umsatzsprung von 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar – das stärkste Wachstum seit über vier Jahren. Der Auftragsbestand der Cloud-Division verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 240 Milliarden Dollar, was die starke Position von Alphabet im Wettbewerb um KI-Anwendungen unterstreicht.
Der Konzernumsatz kletterte im vierten Quartal um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden Dollar. Auch unter dem Strich lief es besser als erwartet: Der Gewinn pro Aktie stieg um 31 Prozent auf 2,82 Dollar. Damit durchbrach Alphabet im Geschäftsjahr 2025 erstmals die Marke von 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
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Gemischtes Bild bei Werbeeinnahmen und Waymo
Im Kerngeschäft lieferte Google Services solide Zahlen, wobei die Suchmaschinen-Erlöse um 17 Prozent zulegten. Ein kleiner Wermutstropfen war YouTube: Die Werbeeinnahmen stiegen zwar um 9 Prozent, verfehlten aber die Erwartungen der Analysten leicht.
Parallel dazu treibt Alphabet seine Ambitionen im Bereich autonomes Fahren voran. Die Tochter Waymo kündigte für Februar 2026 eine Investitionsrunde über 16 Milliarden Dollar an, die größtenteils von Alphabet selbst finanziert wird. Dies unterstreicht die Strategie, Gewinne aus dem Suchgeschäft aggressiv in Zukunftstechnologien umzuschichten.
Die Reaktion an den Märkten zeigt, dass Investoren die beeindruckenden Wachstumszahlen derzeit gegen die immensen Kosten für den KI-Ausbau abwägen. Die kurzfristige Kursentwicklung dürfte davon abhängen, ob der Markt das Vertrauen behält, dass diese historischen Investitionssummen in den kommenden Jahren auch entsprechende Renditen abwerfen.
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