Oracle Aktie: KI-Kosten belasten schwer

Die massiven Infrastrukturausgaben für KI-Projekte treiben Oracles Schulden in die Höhe und sorgen für deutliche Kursverluste, trotz wachsendem Cloud-Umsatz.

Kurz zusammengefasst:
  • Investitionsausgaben für KI auf 50 Mrd. Dollar erhöht
  • Anleihegläubiger erheben Klage wegen Kreditrisiko
  • Aktienkurs fällt um fast 41 Prozent vom Hoch
  • Cloud-Umsatz wächst deutlich auf über 15 Mrd. Dollar

Oracle setzt alles auf eine Karte: Künstliche Intelligenz. Doch der aggressive Ausbau der notwendigen Infrastruktur fordert einen hohen Tribut und verunsichert die Märkte. Statt die wachsenden Cloud-Erlöse zu feiern, sorgen sich Investoren zunehmend um die explodierenden Ausgaben und die steigende Verschuldung, was die Aktie zuletzt deutlich unter Druck setzte.

Teurer Ausbau der Infrastruktur

Im Zentrum der Skepsis stehen die immensen Kosten, die Oracle für seine KI-Ambitionen aufwendet. Das Unternehmen hat die Prognose für die Investitionsausgaben (CapEx) im Geschäftsjahr 2026 auf rund 50 Milliarden Dollar angehoben. Dieses Kapital fließt primär in den Bau neuer Rechenzentren, um Großaufträge – darunter eine weitreichende Partnerschaft mit OpenAI – technisch bewältigen zu können.

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Die Finanzierung dieser gewaltigen Summen stößt jedoch auf Widerstand. Eine kürzlich eingereichte Sammelklage von Anleihegläubigern wirft dem Konzern vor, das Kreditrisiko durch neue Darlehen kurz nach einer großen Anleiheplatzierung signifikant erhöht zu haben. Diese Sorgen um die Bilanzstruktur wiegen derzeit schwerer als die strategischen Fortschritte. Der Kursrutsch von fast 41 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch verdeutlicht das geschwundene Vertrauen der Anleger.

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Wachstum im Kerngeschäft

Ungeachtet der Marktunruhe hält das Management an seinem Kurs fest und treibt die Integration von KI in Unternehmensprozesse voran. Erst gestern startete Oracle eine neue KI-Plattform, die speziell für die Pharmaforschung und Biowissenschaften entwickelt wurde. Operativ zeigt die Strategie durchaus Wirkung: Der Cloud-Bereich wuchs im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 deutlich und generierte über 15 Milliarden Dollar Umsatz.

Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob Oracle die Schuldenlast kontrollieren und den hohen Auftragsbestand profitabel abarbeiten kann. Ob die massiven Vorleistungskosten durch künftige Erträge gerechtfertigt werden, dürfte sich spätestens bei der nächsten Quartalsbilanz zeigen, die für Mitte März 2026 erwartet wird.

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