Merck Aktie: Patentverlust belastet

Merck erwartet 2026 einen Gewinnrückgang, da der US-Patentschutz für das Medikament Mavenclad ausläuft. Der neue CEO Kai Beckmann muss die Lücke schließen, während die Elektroniksparte vom KI-Boom profitiert.

Kurz zusammengefasst:
  • Gewinnrückgang durch US-Patentverlust bei Mavenclad
  • Elektroniksparte wächst dank starker KI-Nachfrage
  • Führungswechsel: Kai Beckmann wird neuer CEO
  • Aktie notiert technisch massiv überverkauft

Merck steht vor einem schwierigen Übergangsjahr. Während das Geschäft mit Materialien für die Halbleiterindustrie vom KI-Boom profitiert, reißen auslaufende Patente in den USA und ein anstehender Führungswechsel Lücken in die Wachstumsstory. Anleger reagierten zuletzt skeptisch auf die Kombination aus soliden Vergangenheitswerten und einem vorsichtigen Ausblick für 2026.

Schwacher Ausblick drückt den Kurs

Der Darmstädter Konzern blickt auf ein operativ stabiles Jahr 2025 zurück, in dem der Umsatz organisch um 3,1 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro stieg. Trotz eines Gewinnrückgangs nach Steuern auf rund 2,62 Milliarden Euro plant das Management, die Dividende stabil bei 2,20 Euro je Aktie zu halten. Doch die Zuversicht der Marktteilnehmer leidet unter der Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Merck

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Für 2026 erwartet Merck ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro – ein potenzieller Rückgang gegenüber den 6,1 Milliarden Euro des Vorjahres. Hauptverantwortlich dafür ist das Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad. Ab März 2026 rechnet das Unternehmen in den USA mit massivem Wettbewerb durch Generika, was die Erlöse aus diesem wichtigen Präparat nahezu vollständig wegbrechen lassen könnte. Kann der KI-Boom in der Elektronik-Sparte diesen Umsatzverlust kompensieren?

Lichtblick Elektronik und personeller Umbruch

Ein Gegengewicht zur Schwäche im Pharmabereich bildet das Segment Electronics. Dank der hohen Nachfrage nach Halbleitermaterialien für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz verzeichnete dieser Bereich zuletzt ein organisches Plus von 8,2 Prozent. Auch die Sparte Life Science zeigte sich mit einem Wachstum von 4,0 Prozent robust, getragen durch Prozesstechnologien für die Biopharma-Industrie.

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Parallel zur operativen Neuausrichtung steht ein Wechsel an der Konzernspitze an. Belén Garijo wird das Unternehmen Ende April 2026 verlassen. Ihr Nachfolger Kai Beckmann, der bisher die erfolgreiche Electronics-Sparte leitete, übernimmt das Ruder in einer Phase, in der auch negative Währungseffekte durch den starken Euro die Bilanz belasten.

Aktie technisch stark überverkauft

Die Marktreaktion auf diese Nachrichten war deutlich. Die Aktie schloss am Freitag bei 110,45 Euro, was einem Tagesminus von 2,60 Prozent entspricht. Auf Wochensicht summieren sich die Verluste damit auf über 13 Prozent. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 22,6 gilt das Papier technisch als massiv überverkauft.

Das Papier notiert aktuell rund 5 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Ob eine Bodenbildung gelingt, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell der neue CEO Kai Beckmann nach seinem Amtsantritt im Mai 2026 neue Wachstumsimpulse setzen kann, um die Lücke durch den US-Patentverlust bei Mavenclad zu schließen.

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