Rheinmetall Aktie: Generalunternehmer im Visier
Rheinmetall strebt den Vertrag für das größte Schiffbauprojekt der Bundeswehr an und will die Fregatten-Klasse F126 als Generalunternehmer bis 2031 ausliefern.

Kurz zusammengefasst
- Vertragsunterzeichnung für F126-Fregatten noch im Sommer
- Neue Division Maritime Systems mit vier Werften
- Umsatzziel von fünf Milliarden Euro bis 2030
- Aktienkurs deutlich unter 52-Wochen-Hoch
Rheinmetall greift nach dem größten Schiffbauprojekt der Bundeswehr. Der Konzern will noch im Sommer den Vertrag als Generalunternehmer für die Fregatten der Klasse F126 unterzeichnen — und damit ein Programm retten, das unter dem niederländischen Vorgänger Damen Naval um rund vier Jahre in Verzug geraten ist.
Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems, gab das Ziel klar vor: Die erste der sechs geplanten Fregatten soll im zweiten Halbjahr 2031 abgeliefert werden. Bis Ende April läuft beim Beschaffungsamt BAAINBw die Bewertungsphase; dann muss Rheinmetall signalisieren, ob es die künftigen Vertragsbedingungen erfüllen kann. Die Gespräche laufen bereits.
Werften als Fundament
Die Basis für diesen Schritt ist frisch gelegt. Seit dem 1. März 2026 gehört die NVL-Gruppe mit vier norddeutschen Werften offiziell zum Konzern. Rheinmetall verwandelt sich damit vom Zulieferer zum vollwertigen Schiffbauer. Bis 2030 soll die Naval Systems Division fünf Milliarden Euro Jahresumsatz erwirtschaften.
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Parallel dazu billigte der Haushaltsausschuss des Bundestags am 18. März den nächsten Schritt zur Beschaffung von vier U-Boot-Jagd-Fregatten vom Typ MEKO A-200 DEU. Diese Schiffe sollen als Brückenlösung die Fähigkeitslücke schließen, die durch die F126-Verzögerungen entstanden ist — ohne die Fortführung des Hauptprojekts zu präjudizieren.
Zahlen und nächste Termine
Das operative Fundament ist stark. Für 2026 erwartet Rheinmetall ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Zudem wandelte der Konzern im vergangenen Jahr dank hoher Kundenvorauszahlungen eine Nettoschuldenlast von 1,29 Milliarden Euro in ein Nettoguthaben von 369 Millionen Euro um.
Die Aktie hat diese Wachstumsstory zuletzt jedoch nicht mehr uneingeschränkt gespiegelt: Mit einem Minus von über elf Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert der Titel deutlich unterhalb seines Ende September 2025 markierten 52-Wochen-Hochs von 1.995 Euro. Am 7. Mai legt das Management die Quartalszahlen vor und dürfte dabei erste Details zur Integration der neuen Werften liefern. Fünf Tage später stimmt die Hauptversammlung über eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie ab.
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