Voestalpine Aktie: Trotzt dem Crash

Die Voestalpine-Aktie zeigt sich widerstandsfähig gegen allgemeine Marktrückgänge, nachdem Barclays das Kursziel deutlich auf 44 Euro angehoben und ein Großauftrag aus der Türkei bekannt wurde.

Kurz zusammengefasst:
  • Barclays erhöht Kursziel auf 44 Euro
  • Millionenauftrag für Logistiksysteme aus Istanbul
  • Aktie leistet Widerstand bei fallendem ATX
  • Optimistische Prognosen für Gewinn und Dividende

Während der ATX am Montag unter dem Druck angedrohter US-Strafzölle um 1,2 Prozent auf 5.404 Punkte einbricht, stemmt sich die Voestalpine-Aktie gegen den Abwärtssog. Mit einem Plus von bis zu 0,5 Prozent gehört der Stahlkonzern zu den wenigen Gewinnern im österreichischen Leitindex. Der Grund: Barclays hebt das Kursziel drastisch an – und aus der Türkei kommt ein Millionenauftrag.

Barclays sieht 44 Euro

Analyst Tom Zhang von Barclays hat das Kursziel von 35 auf 44 Euro hochgeschraubt und das Rating „Overweight“ bestätigt. Bei einem aktuellen Kurs von rund 38,80 Euro entspricht das einem Potenzial von über 13 Prozent. Zhang erwartet trotz möglicher sequenzieller Rückgänge ein solides Quartal und sieht die Profitabilität in den kommenden Jahren deutlich steigen:

Voestalpine

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Heute: -
7 Tage: -
  • EPS 2025/26: 2,58 Euro
  • EPS 2026/27: 3,83 Euro
  • EPS 2027/28: 4,27 Euro

Parallel dazu soll die Dividende von 0,80 Euro im laufenden Jahr auf bis zu 1,30 Euro im Geschäftsjahr 2027/28 klettern. Die Prognosen signalisieren Vertrauen in die operative Entwicklung des Konzerns, während andere Stahlwerte unter Druck bleiben.

Rekordauftrag aus Istanbul

Operative Unterstützung kommt aus der Türkei. Laut Branchenberichten hat Voestalpine einen Auftrag im Wert von 41 Millionen Euro für Hochregallagersysteme gesichert. Die Anlagen sollen in einem neuen Logistik-Hub in Istanbul zum Einsatz kommen. Der Deal unterstreicht die Strategie des Konzerns, sich jenseits des reinen Stahlgeschäfts in spezialisierten Technologiebereichen zu positionieren.

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Relative Stärke im Zoll-Gewitter

Die Outperformance der Voestalpine-Aktie ist bemerkenswert. US-Präsident Trump droht acht europäischen Ländern ab Februar mit 10-prozentigen Strafzöllen im Grönland-Streit – eine Ankündigung, die den DAX unter 25.000 Punkte drückte und den ATX schwer belastete. Dass sich Voestalpine diesem Sog entzieht, deutet auf robuste Einzelwertdynamik hin.

Auch der Sektor erhält Rückenwind: Barclays hob heute ebenfalls das Kursziel für ArcelorMittal von 28 auf 39 Euro an. Die Bank scheint europäische Stahlwerte neu zu bewerten, während zyklische Titel wie RHI Magnesita (-5,4 Prozent) und Polytec (-4,4 Prozent) heute massiv abgestraft wurden.

Charttechnik entscheidet

Ob die Aktie das neue Kursziel von 44 Euro erreicht, hängt zunächst von der Überwindung der Marke bei 39 Euro ab. Die kommenden Quartalszahlen müssen die optimistischen Barclays-Schätzungen bestätigen. Kurzfristig bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Risikofaktor: Sollte sich der Handelskonflikt verschärfen, könnte auch die derzeit starke Voestalpine-Aktie in Mitleidenschaft gezogen werden.

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