Rolls-Royce liefert Delta Air Lines künftig Dutzende neue Triebwerke – und sichert sich damit nicht nur einen Verkauf, sondern auch jahrelange Service-Umsätze. Der Deal passt in ein Bild, das Anleger vor den anstehenden Jahreszahlen genau sehen wollen: Zieht das Geschäft in der zivilen Luftfahrt weiter spürbar an?
Delta setzt auf Trent-Triebwerke – plus Servicevertrag
Der Auftrag wurde am 28. Januar bekanntgegeben und umfasst insgesamt 62 Triebwerke: 30 Trent XWB-84 EP und 32 Trent 7000. Sie sind für 15 Airbus A350-900 beziehungsweise 16 Airbus A330neo vorgesehen.
Wichtig ist dabei das „Danach“: Die Bestellung ist laut Unternehmensangaben mit dem TotalCare-Serviceprogramm verbunden. Das heißt: Zustandsüberwachung, Wartung und Support laufen über einen langfristigen Vertrag. Für Rolls-Royce sind solche Servicevereinbarungen in der Regel der Teil, der über Jahre wiederkehrende Erlöse bringt – und damit die Visibilität im Geschäft erhöht.
Eine Partnerschaft, die weiter wächst
Der Deal vertieft eine ohnehin große Beziehung. In Deltas Flotte beziehungsweise Auftragsbestand sind bereits mehrere Rolls-Royce-Programme vertreten – darunter A350-900 mit Trent XWB-84, A330neo mit Trent 7000 sowie weitere A350-1000 in Bestellung. In der Mitteilung bezeichnet Rolls-Royce Delta als größten Partner in Nord- und Südamerika.
Warum ist das relevant? Großkunden wie Delta liefern nicht nur Volumen, sondern oft auch eine Art Referenzwirkung: Wenn eine Airline ihre Flotte auf bestimmte Muster und Triebwerksfamilien ausrichtet, stärkt das tendenziell die Bindung – auch über Ersatzteile und Wartung.
Kursbild und Blick auf den 26. Februar
Trotz der operativ positiven Nachricht zeigte sich zuletzt eher eine Konsolidierung: Gestern (Donnerstag) schloss die Aktie bei 13,94 Euro, in den vergangenen 30 Tagen steht ein Minus von 10,12% zu Buche.
Der nächste klare Fixpunkt ist bereits terminiert: Am 26. Februar 2026 legt Rolls-Royce die Geschäftszahlen für 2025 vor. Das Unternehmen stellte dafür zuletzt einen zugrunde liegenden operativen Gewinn von 3,1 bis 3,2 Mrd. Pfund sowie einen Free Cashflow von 3,0 bis 3,1 Mrd. Pfund in Aussicht. Genau daran wird der Markt messen, ob die starke kommerzielle Dynamik im zivilen Triebwerksgeschäft auch in belastbaren Ergebnissen ankommt.
Kurzfakten zum Delta-Deal:
– Umfang: 62 Triebwerke
– Typen: 30 Trent XWB-84 EP, 32 Trent 7000
– Einsatz: 15 A350-900 und 16 A330neo
– Zusatz: TotalCare-Serviceprogramm (Monitoring & Wartung)
Parallel bleibt Rolls-Royce auch außerhalb der Zivilluftfahrt aktiv: Zuletzt meldete der Konzern unter anderem einen Defence-Auftrag über 350 MTU-Motoren für Boxer-Fahrzeuge sowie Fortschritte bei Small Modular Reactors (Programm-Partner Amentum, erster UK-Standort: Wylfa in Wales für drei SMRs).
Unterm Strich liefert der Delta-Auftrag ein greifbares Signal für die Auftragslage – die entscheidende Bestätigung dürfte aber mit den konkreten Jahreszahlen und der Erfüllung der eigenen Ergebnis- und Cashflow-Spannen am 26. Februar kommen.
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