Nvidia Aktie: China blockiert Chip-Lieferungen

Nvidia sieht sich trotz einer Auftragspipeline von 500 Milliarden Dollar mit einem Exportstopp für H200-Komponenten durch China konfrontiert. Analysten bleiben optimistisch.

Kurz zusammengefasst:
  • Exportblockade für H200-Chips durch China
  • Auftragspipeline von 500 Milliarden Dollar bis 2026
  • Rubin-Architektur soll 2026 ausgeliefert werden
  • Analysten halten an Strong-Buy-Empfehlungen fest

Bei Nvidia prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite stehen prall gefüllte Auftragsbücher und euphorische Analysten, auf der anderen wächst der geopolitische Druck massiv. Berichte über einen Lieferstopp für wichtige H200-Komponenten durch chinesische Behörden trüben die Stimmung. Während die Wall Street weiterhin auf die langfristige Dominanz des KI-Pioniers setzt, muss das Unternehmen nun beweisen, dass es diesen operativen Rückschlag ohne gravierende Wachstumseinbußen wegstecken kann.

Massive Auftragslage und Analysten-Lob

Die fundamentale Basis für den Optimismus an der Wall Street bleibt trotz der aktuellen Herausforderungen bestehen. Nvidia sitzt auf einer gewaltigen Auftragspipeline im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar für die Blackwell- und Rubin-Plattformen bis ins Jahr 2026. Um diesen Ansturm zu bewältigen, hat der Konzern seine Lieferverpflichtungen bereits um 63 Prozent gesteigert. Besonders die neue Rubin-Architektur, die massive Effizienzsprünge verspricht, liegt gut im Zeitplan und soll bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden.

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Diese Aussichten spiegeln sich in den Bewertungen wider. Der Analystenkonsens lautet fast einstimmig „Strong Buy“, wobei das durchschnittliche Kursziel bei etwa 263 US-Dollar liegt – ein deutlicher Aufschlag zum Schlusskurs vom Freitag bei 186,23 US-Dollar. Zuletzt hob Jefferies das Kursziel sogar von 250 auf 275 US-Dollar an und verwies auf die unangefochtene Marktposition.

Logistik-Stopp bedroht China-Umsatz

Doch die makellose Wachstumsstory erhält Risse durch greifbare geopolitische Probleme. Meldungen zufolge wurde die Produktion von Komponenten für den H200-Chip durch Zulieferer gestoppt, da der chinesische Zoll die Abfertigung verweigert. Logistikunternehmen nehmen derzeit offenbar keine Anträge für den Export dieser spezifischen Chips mehr an.

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Dies trifft Nvidia an einer empfindlichen Stelle: Ursprünglich rechnete der Konzern mit einer Nachfrage von über einer Million H200-Einheiten im chinesischen Markt. Diese geplanten Umsätze stehen nun im Feuer, sollten die Blockaden anhalten.

Einordnung der Insiderverkäufe

Parallel zu den geopolitischen Sorgen sorgten Insiderverkäufe für Gesprächsstoff, die jedoch differenziert betrachtet werden müssen. Zwar trennte sich CFO Colette Kress von Aktienpaketen, dies geschah jedoch im Rahmen eines automatisierten Handelsplans (Rule 10b5-1), der bereits im März 2025 festgelegt wurde – lange vor den aktuellen Ereignissen. Auch Direktor Harvey C. Jones verkaufte Anteile, hält jedoch weiterhin über sieben Millionen Aktien. Diese Transaktionen dienen der üblichen Diversifizierung von Vermögenswerten und deuten nicht auf mangelndes Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens hin.

Für Anleger spitzt sich die Lage auf einen Konflikt zwischen technologischer Dominanz und politischem Risiko zu. Während die vorgezogene Einführung der Rubin-Architektur und die enorme globale Nachfrage die langfristige Story stützen, drohen kurzfristig spürbare Umsatzausfälle durch die China-Blockade. Entscheidend wird nun sein, wie schnell Nvidia alternative Lieferketten aktivieren kann, um die Abhängigkeit von den blockierten chinesischen Logistikwegen zu verringern und die angepeilten Absatzzahlen zu retten.

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