Microsoft Aktie: Teures Wachstum

Microsofts Umsatz und Gewinn steigen, doch massive KI-Ausgaben belasten die Profitabilität. Das Cloud-Wachstum verlangsamt sich, während die Auftragsbücher prall gefüllt sind.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatz und Gewinn übersteigen Analystenerwartungen
  • KI-Investitionen drücken Margen auf Dreijahrestief
  • Azure-Wachstum verlangsamt sich leicht
  • Zukünftige Einnahmen verdoppeln sich auf Rekordniveau

Microsoft liefert operativ ab: Der Umsatz steigt zweistellig und der Gewinn übertrifft die Erwartungen der Analysten. Doch an der Börse herrscht Katerstimmung, denn der massive Ausbau der KI-Infrastruktur verschlingt Milliarden und drückt spürbar auf die Profitabilität. Investoren zeigen sich besorgt über sinkende Margen und eine gleichzeitige Verlangsamung im wichtigen Cloud-Geschäft.

Azure-Wachstum verliert an Tempo

Der wichtigste Kurstreiber schwächelt leicht. Zwar wuchs die Sparte „Intelligent Cloud“ um knapp 29 Prozent, doch das Wachstum bei Azure und anderen Cloud-Diensten verlangsamte sich von 40 auf 39 Prozent. Für das kommende Quartal stellt das Management währungsbereinigt ein Plus von 37 bis 38 Prozent in Aussicht. Diese Prognose erfüllt zwar die Markterwartungen, bietet aber keine positive Überraschung, die angesichts der hohen Bewertung oft notwendig ist.

Microsoft

US5949181045
-
Heute: -
7 Tage: -

Investitionen auf Rekordniveau

Der technologische Vorsprung im KI-Wettlauf hat einen hohen Preis. Die Investitionsausgaben (CAPEX) sprangen im Jahresvergleich um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden US-Dollar und lagen damit deutlich über den Schätzungen der Analysten. Allein im letzten Quartal fügte Microsoft fast ein Gigawatt an Rechenzentrumskapazität hinzu. Diese Ausgabenoffensive hinterlässt Spuren in der Bilanz: Die Bruttomarge schrumpfte auf gut 68 Prozent, den niedrigsten Wert seit drei Jahren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Auftragsbücher füllen sich massiv

Einen Lichtblick bietet der Blick in die Zukunft. Die vertraglich gesicherten künftigen Einnahmen (RPO) stiegen um beeindruckende 110 Prozent auf 625 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieses Anstiegs entfällt auf eine 250-Milliarden-Dollar-Verpflichtung des Partners OpenAI. Auch das KI-Add-on „Copilot“ gewinnt an Fahrt: Mit inzwischen 15 Millionen bezahlten Lizenzen verzeichnete Microsoft hier einen Zuwachs von über 160 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Potenzial bleibt bei insgesamt 450 Millionen gewerblichen Microsoft-365-Nutzern enorm.

Die Skepsis der Anleger überwiegt jedoch momentan die langfristigen Chancen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 13 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei gut 412 US-Dollar, was auch ein Unterschreiten des 200-Tage-Durchschnitts bedeutet.

Microsoft steht vor einem Balanceakt. Die Nachfrage nach KI-Produkten ist real und sorgt für volle Auftragsbücher, doch die Kosten für die notwendige Infrastruktur lasten kurzfristig schwer auf den Margen. Solange sich das Azure-Wachstum verlangsamt und die Ausgaben weiter steigen, dürften Investoren trotz solider Gewinnzahlen eine abwartende Haltung einnehmen.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Microsoft

Neueste News

Alle News

Microsoft Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten