Rheinmetall Aktie: Zukunftsaussichten beleuchtet

Der Rüstungskonzern erweitert sein Portfolio durch die Integration von Lürssen NVL und den Einstieg bei DOK-ING, sieht sich aber gleichzeitig mit Budgetkürzungen für Drohnenprogramme konfrontiert.

Kurz zusammengefasst:
  • Strategische Übernahme der Werftengruppe Lürssen NVL
  • Mehrheitsbeteiligung am Drohnenhersteller DOK-ING
  • Haushaltskürzungen für Kamikaze-Drohnenprogramm
  • Ergebnisvorlage für 2025 am 11. März erwartet

Rheinmetall baut sein Verteidigungsprofil gerade mit hohem Tempo aus – und erweitert das Angebot innerhalb weniger Tage gleich doppelt. Gleichzeitig bremst Berlin beim Drohnenbudget und nimmt dem Konzern ein Stück Planungssicherheit. Was zählt für Anleger jetzt mehr: strategische Größe oder politisches Risiko?

Zwei Zukäufe, ein klarer Kurs

Zum 1. März hat Rheinmetall Naval Vessels Lürssen (NVL) offiziell integriert. Mit vier Werften – darunter Blohm+Voss in Hamburg und die Peene-Werft in Wolgast – sowie rund 2.100 übernommenen Mitarbeitern entsteht eine neue Division. Der Name: „Naval Systems“, geführt von Tim Wagner.

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Der Schritt ist strategisch groß: Rheinmetall kann damit neben Landfahrzeugen und Munition künftig auch Korvetten und Fregatten anbieten. Das öffnet den Zugang zu einem Markt mit Milliardenvolumen, in dem der Konzern bislang keine führende Rolle hatte.

Für 2026 stellt das Management Gesamterlöse von 15 bis 16 Milliarden Euro in Aussicht. Aus der neuen NVL-Sparte sollen 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro kommen. Bei der operativen EBIT-Marge nennt Rheinmetall 18 bis 20 Prozent als Zielkorridor.

Nur wenige Tage später folgte die nächste Meldung: In Zagreb unterzeichnete Rheinmetall den Vertrag zum Erwerb von 51% am kroatischen Anbieter unbemannter Bodensysteme DOK-ING. Gründer Vjekoslav Majetić behält 49%. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben. DOK-ING soll vom Standort Zagreb aus weiterarbeiten, das Management bleibt.

DOK-ING hat sich mit unbemannten Systemen für Minenräumung und Einsätze in gefährlichen Umgebungen positioniert. Seit 1991 lieferte das Unternehmen rund 500 Plattformen an Kunden in mehr als 40 Ländern; Systeme sind laut Bericht auch in der Ukraine im Einsatz. Gemeinsam planen beide Seiten zudem ein unbemanntes bewaffnetes Unterstützungssystem („Wingman“), das in Rheinmetall-Plattformen wie den Panther KF51 integriert werden soll. Der Abschluss steht noch unter behördlichen Genehmigungen.

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Berlin kürzt – und drückt aufs Tempo bei Auflagen

Parallel zur Expansionsserie kommt ein Dämpfer aus dem Bundestag: Der Haushaltsausschuss bewilligte für das geplante Kamikaze-Drohnen-Programm 2 Milliarden Euro – deutlich weniger als die ursprünglich beantragten 4,4 Milliarden Euro.

Damit steht auch das für Rheinmetall erwartete Vertragsvolumen von rund 269 Millionen Euro unter strengen parlamentarischen Auflagen. Der Einstieg als dritter Lieferant im April bleibt zwar bestehen, doch die Planungssicherheit sinkt spürbar. Hintergrund: Rheinmetall hatte zunächst nicht genug Wirksamkeitsnachweise für die Einweg-Drohne FV-014 geliefert, meldete zuletzt aber erfolgreiche Tests.

Aktie: Erholung am Freitag, aber unter wichtigen Marken

An der Börse kam der vollzogene NVL-Deal zunächst nicht gut an – die Reaktion wirkte wie ein typisches „Sell the News“, nachdem die Pläne bereits seit September 2025 bekannt waren. Am vergangenen Freitag schloss die Aktie bei 1.592,50 Euro (+2,25%). Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus von 4,44%.

Wichtig für die Einordnung: Der Kurs liegt rund 20,18% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 1.995,00 Euro und zugleich 8,73% unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt (1.744,86 Euro). Auffällig ist zudem der hohe RSI (14 Tage) von 83,7, der die zuletzt starke Dynamik im Kursverlauf unterstreicht.

Nächster Fixpunkt: Jahreszahlen am 11. März

Am 11. März legt Rheinmetall die Jahreszahlen 2025 vor. Das Management hält an der Erwartung für 2025 fest: Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent, operative Marge von 18,5 bis 19 Prozent sowie eine Cash Conversion deutlich oberhalb von 40 Prozent.

Genau dort dürfte der Markt die nächsten Antworten suchen: Wie konkret Rheinmetall die Synergien aus NVL beziffert – und wie der Konzern die gekürzten Drohnenmittel strategisch abfedern will.

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