Amazon Aktie: Enttarnte Schwächen?

Amazon übertrifft Umsatzerwartungen, kündigt jedoch massive Kapitalausgaben von 200 Mrd. Dollar für 2026 an. Die Aktie geriet trotz starken Cloud-Wachstums unter Druck.

Kurz zusammengefasst:
  • Massive Investitionen von 200 Mrd. Dollar für 2026 geplant
  • AWS verzeichnet stärkstes Wachstum seit 13 Quartalen
  • Umsatz im vierten Quartal leicht über Erwartungen
  • Gewinn pro Aktie verfehlt knapp die Analystenschätzungen

Rekordumsätze in der Cloud-Sparte reichen nicht, um die Wall Street zu beruhigen. Während Amazon im vierten Quartal die Umsatzerwartungen übertraf, sorgt eine gigantische Zahl für Unruhe: 200 Milliarden Dollar. So viel will der Tech-Gigant 2026 investieren – eine Ankündigung, die Anleger auf dem falschen Fuß erwischte und die Aktie unter Druck setzte.

Massive Investitionen verschrecken Anleger

Der eigentliche Auslöser für den Verkaufsdruck war nicht der Rückblick auf das abgelaufene Quartal, sondern die aggressive Prognose für die Zukunft. Amazon plant für das Jahr 2026 Kapitalinvestitionen (Capex) in Höhe von rund 200 Milliarden Dollar. Dieser Wert liegt massiv über den Markterwartungen: Analysten hatten im Schnitt lediglich mit knapp 147 Milliarden Dollar gerechnet. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lagen die Ausgaben noch bei rund 131 Milliarden Dollar.

Amazon

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CEO Andy Jassy begründete die drastische Steigerung mit der enormen Nachfrage nach KI-Lösungen, Robotik und Satelliten-Projekten. Das Management erwartet zwar langfristig hohe Renditen auf dieses eingesetzte Kapital, doch kurzfristig befürchten Investoren eine Belastung des Cashflows. Die Aktie reagierte prompt: Nach einem Schlusskurs von 222,69 Dollar vor den Zahlen rutschte das Papier am Freitag deutlich ab und beendete den Handel bei 210,32 Dollar.

AWS wächst so schnell wie lange nicht

Operativ zeigte sich der Konzern zweigeteilt. Ein klarer Lichtblick bleibt die Cloud-Sparte AWS. Mit einem Umsatzsprung von 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar verzeichnete das Segment das stärkste Wachstum seit 13 Quartalen und ließ die Prognosen deutlich hinter sich.

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Besonders die KI-Infrastruktur treibt das Geschäft:
* Die Kapazitäten für Amazons neue Trainium2-Chips sind bereits vollständig ausgebucht.
* Das Geschäft mit Spezialchips (Trainium und Graviton) hat mittlerweile eine jährliche Umsatzrate von über 10 Milliarden Dollar erreicht.
* Der nächste Chip-Generation, Trainium3, befindet sich bereits in Produktion.

Gemischte Quartalsbilanz

Auf Konzernebene kletterte der Umsatz im vierten Quartal um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar, was leicht über den Erwartungen lag. Der Gewinn pro Aktie verfehlte mit 1,95 Dollar jedoch knapp die Schätzungen von 1,97 Dollar. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Sonderkosten: Rund 730 Millionen Dollar flossen in Abfindungen, weitere 1,1 Milliarden Dollar kostete die Beilegung eines Steuerstreits in Italien.

Für das laufende erste Quartal 2026 stellt Amazon einen Umsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Ob die massive Wette auf die KI-Infrastruktur aufgeht, wird davon abhängen, wie schnell Amazon die hohen Ausgaben in profitables Wachstum ummünzen kann.

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