Barrick Gold will seine nordamerikanischen Assets an die Börse bringen – doch Partner Newmont macht einen Strich durch die Rechnung. Während die Finanzzahlen glänzen und die Dividende massiv steigt, droht der geplante IPO zu scheitern.
Streit um Nevada-Mine verzögert Milliarden-IPO
Newmont fordert laut Bloomberg-Berichten vom 9. Februar die Behebung operativer Probleme bei der gemeinsamen Nevada Gold Mines (NGM) Venture, bevor Barrick die geplante Abspaltung „NewCo“ durchziehen kann. Der kleinere Partner, der 38,5% an dem riesigen Nevada-Komplex hält, wirft Barrick vor, den Wert des Assets in den vergangenen sechs Jahren beschädigt zu haben.
Die Drohkulisse: Newmont könnte Vorkaufsrechte oder ein Vetorecht geltend machen. Das würde den für Ende 2026 geplanten Börsengang der Premium-Assets in Nevada und der Dominikanischen Republik empfindlich verzögern – ein Kernstück von Barricks Strategie zur Wertschöpfung.
Rekord-Cashflow treibt Dividende auf 0,42 USD
Trotz der strategischen Querelen präsentiert sich Barrick finanziell in Bestform. Nach den Q4-Zahlen kündigte das Unternehmen eine neue Dividendenpolitik an: 50% des freien Cashflows fließen künftig direkt an die Aktionäre.
Die erste Konsequenz: Die Quartalsdividende schoss um rund 140% auf 0,42 USD je Aktie hoch. Grundlage ist ein operativer Cashflow von 2,73 Milliarden USD im Schlussquartal 2025 – ein Rekord. Bei einem durchschnittlich realisierten Goldpreis von über 3.500 USD je Unze erwirtschaftete Barrick 2025 einen Nettogewinn von knapp 5 Milliarden USD.
Zentrale Kennzahlen Q4 2025:
- Umsatz: ~6,00 Mrd. USD (+31%)
- Free Cashflow: 1,62 Mrd. USD
- Dividende: 0,42 USD (Vorquartal: ~0,17 USD)
Analysten uneins – Kursziele zwischen 55 und 71 USD
Die Gemengelage aus Nevada-Konflikt und Goldpreis-Achterbahn spaltet die Experten:
- ATB Capital Markets senkte das Kursziel für die kanadische Notiz auf 94 CAD.
- UBS reduzierte auf 55 USD, bleibt aber bei „Buy“.
- CIBC erhöhte dagegen auf 71 USD und verweist auf langfristige Goldpreis-Prognosen von bis zu 6.000 USD je Unze.
Der Goldpreis selbst korrigierte nach einem kurzen Spike über 5.600 USD deutlich in Richtung 4.500–5.000 USD. Die Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Fed-Chef löste Umschichtungen bei Zinserwartungen und Dollar aus.
Die NewCo-Pläne bleiben offiziell bestehen, doch ohne Einigung mit Newmont dürfte der IPO-Termin Ende 2026 wackeln. Anleger müssen abwarten, ob Barrick die operativen Forderungen erfüllt oder ob Newmont den Deal platzen lässt.
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