Voestalpine Aktie: Rekordauftrag

Voestalpine sichert sich mit einem 41-Millionen-Euro-Projekt für ein Hochregallager in der Türkei den größten Einzelauftrag seiner Geschichte und festigt seine Spezialposition.

Kurz zusammengefasst:
  • Größter Einzelauftrag in der Unternehmenshistorie
  • Hochregallager-Projekt in Istanbul bis 2027
  • Stärkung der spezialisierten Metal Forming Division
  • Aktienkurs konsolidiert nach jüngstem Aufwärtstrend

Voestalpine meldet einen historischen Großauftrag in der Metal Forming Division: In der Sparte für Hochregallagersysteme hat der Konzern das größte Einzelprojekt seiner Geschichte gewonnen. Während der Kurs gestern leicht nachgab, stärkt der Auftrag die Position in einem anspruchsvollen Logistikmarkt. Wie einordnen?

  • Rekordauftrag über rund 41 Mio. Euro in der Hochregallager-Sparte
  • Realisierung eines Logistik-Hubs für Sportartikel in Istanbul bis April 2027
  • Metal Forming Division als wachstumsstarker Spezialbereich jenseits des klassischen Stahlgeschäfts
  • Voestalpine profitiert von Nischenstärke in einem belasteten europäischen Stahlumfeld

Rekordprojekt in Istanbul

Am Donnerstag bestätigte Voestalpine den Zuschlag für ein Großprojekt in der Türkei. Für einen führenden Logistikdienstleister entsteht in Istanbul ein neues Logistikzentrum für Sportartikel.

Voestalpine

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Die Eckdaten des Projekts:

  • Volumen: rund 41 Mio. Euro
  • Abmessungen: fast 40 Meter hoch, 222 Meter lang, 86 Meter breit
  • Technologie: Kombination aus klassischem Hochregallager und automatischem Kleinteilelager (Miniload) als hybrides Hochleistungszentrum

CEO Herbert Eibensteiner hob in der Kommunikation die technologische Kompetenz als entscheidenden Faktor für den Auftrag hervor. Der Deal reiht sich in mehrere internationale Projekte ein: Zwei 45 Meter hohe Lager für den Händler JYSK in den Niederlanden sind kürzlich fertiggestellt worden, parallel entsteht ein vollautomatisches Palettenregalsystem in Großbritannien.

Bedeutung für die Metal Forming Division

Gemessen am Konzernumsatz von 15,7 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2024/25 wirkt ein Einzelauftrag über 41 Mio. Euro auf den ersten Blick überschaubar. Für die Metal Forming Division hat das Projekt dennoch Gewicht.

Die Sparte erzielte im letzten Geschäftsjahr:

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  • Umsatz: 3,1 Mrd. Euro
  • EBITDA: 169,3 Mio. Euro

Mit komplexen Infrastrukturlösungen entwickelt sich der Bereich zunehmend zu einem Spezialsegment jenseits des klassischen Massengeschäfts mit Stahl. Der aktuelle Auftrag unterstreicht diese Positionierung und erhöht die Visibilität im Projektgeschäft bis 2027.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Der europäische Stahlsektor steht unter Druck durch den CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) und ausgeschöpfte Importkontingente. Wettbewerber wie Thyssenkrupp verhandeln über Stellenabbau und Spartenverkäufe, während Voestalpine mit neuen Projekten operative Stabilität demonstriert.

Zusätzlich wird das Unternehmen in einer aktuellen Marktstudie als einer der Schlüsselanbieter im globalen Markt für Elektroband (Electrical Steel) genannt. Für dieses Segment erwarten Analysten bis 2032 ein starkes Wachstum auf nahezu 70 Mrd. US-Dollar. Damit ist Voestalpine nicht nur im Bereich Logistikinfrastruktur, sondern auch in Zukunftsfeldern wie Elektromobilität und Energieanwendungen gut positioniert.

Kursbild und mittelfristige Perspektive

Die Aktie legte seit Jahresbeginn 2026 bis gestern um 4,82 % zu. Am Donnerstag schloss der Titel in Wien bei 39,60 Euro und verzeichnete auf Tages- und Wochensicht leichte Abgaben von rund 0,75 %. Charttechnisch bildet der Bereich um 39,00 bis 39,50 Euro derzeit eine Zone, in der der Kurs nach den vorangegangenen Gewinnen konsolidiert.

Der neue Auftrag in der Türkei und die laufende Erweiterung des Standorts in Kentucky (USA) verbessern die mittelfristige Umsatzbasis der Metal Forming Division. Entscheidend für den Ergebnisbeitrag wird die Margenentwicklung dieser Großprojekte bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 sein, da der Umsatz über die lange Laufzeit bereits klar umrissen ist.

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