Roth/MKM hebt seine Einschätzung für Energy Fuels an – und reagiert damit auf bessere Fundamentaldaten und eine klare strategische Expansion. Neben einem höheren Kursziel rückt vor allem der Ausbau der Wertschöpfungskette bei Seltenen Erden in den Fokus. Wie stark stützt das neue Bewertungsniveau die aktuelle Investmentstory?
- Rating: Anhebung von „Sell“ auf „Neutral“
- Neues Kursziel: 15,50 US‑Dollar (zuvor 13,00 US‑Dollar)
- Große Übernahme: Australian Strategic Materials (ASM) für rund 299 Mio. US‑Dollar
- Uranproduktion 2025: Prognose übertroffen, mehr als 1 Mio. Pfund
- Seltenerd-Strategie: Aufbau einer „Mine-to-Metal“-Kette außerhalb Chinas
Analystenreaktion und Kursziel
Roth/MKM hat die Aktie heute von „Sell“ auf „Neutral“ hochgestuft. Parallel dazu erhöhten die Analysten ihr Kursziel von 13,00 auf 15,50 US‑Dollar.
Begründet wird der Schritt mit einer Kombination aus starkem Marktumfeld und steigenden Uran-Spotpreisen. Diese Faktoren sollen kurzfristige Bewertungsbedenken abfedern. Das neue Kursziel bleibt zwar vorsichtig im Vergleich zu den jüngsten Kursniveaus, dennoch spricht die Bank von kurzfristigen Impulsen und einem positivem Sektorbild, das eine Neubewertung rechtfertigt.
Als wesentlichen Rückenwind nennen die Analysten die sich verbessernden Rahmenbedingungen am Uranmarkt. Davon dürfte der US-basierte Produzent direkt profitieren.
Strategische Expansion durch ASM-Übernahme
Wenig überraschend knüpft Roth/MKM die Einstufungsänderung eng an die jüngste M&A-Transaktion. Energy Fuels hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Australian Strategic Materials Ltd (ASM) unterzeichnet.
Die rein aktienbasierte Transaktion bewertet ASM mit rund 447 Mio. AUD bzw. etwa 299 Mio. US‑Dollar. Sie gilt als zentrales Element der Strategie, einen vertikal integrierten „Mine-to-Metal“-Anbieter von Seltenen Erden außerhalb Chinas aufzubauen.
Konkret sollen die Verarbeitungsanlagen von Energy Fuels in der White Mesa Mill in Utah mit ASM’s Dubbo-Projekt in Australien sowie dem Metallwerk in Südkorea verbunden werden. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Aktionären und Behörden.
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Projekte, Produktion und Fundamentaldaten
Parallel zur Übernahmeaktivität treibt Energy Fuels seine Projektpipeline weiter voran. Für das Vara Mada Mineral Sands and Rare Earths Project in Madagaskar (ehemals Toliara) legte das Unternehmen eine positive Machbarkeitsstudie vor.
Die Studie weist einen Nettobarwert nach Steuern (NPV) von 1,8 Mrd. US‑Dollar aus und unterstreicht damit die angestrebte Größenordnung des Projekts. Für Anleger ist das ein wichtiger Hinweis auf den potenziellen langfristigen Beitrag zum Konzernwert.
Operativ liefert der Konzern ebenfalls Zahlen: Die Uranproduktion 2025 lag über der eigenen Prognose, mit mehr als einer Million Pfund fertigem Uran. Diese Zielübererfüllung stützt die optimistische Sicht auf die operative Basis und passt zur Einschätzung der Analysten, dass sich die Fundamentaldaten spürbar verbessern.
Marktumfeld: Starker Uransektor
Die Einstufungserhöhung erfolgt vor dem Hintergrund eines robusten Umfelds für Kernenergie- und Uranwerte. Die Spotpreise für Uran halten sich im Januar bei etwa 83 bis 85 US‑Dollar je Pfund. Auf diesem Niveau ist die Produktion für westliche Minen wirtschaftlich attraktiv.
Gleichzeitig wächst die weltweite Atomstromkapazität, während westliche Staaten Versorgungssicherheit stärker priorisieren. In diesem Kontext rücken integrierte Anbieter wie Energy Fuels in den Mittelpunkt – sowohl mit Blick auf Uran als auch auf kritische Rohstoffe wie Seltene Erden.
Einordnung und nächste Schritte
Mit dem Upgrade auf „Neutral“, dem höheren Kursziel und der klar umrissenen „Mine-to-Metal“-Strategie rückt Energy Fuels stärker in den Kreis integrierter Rohstoffanbieter auf. Entscheidend werden in den kommenden Quartalen vor allem drei Punkte sein: der planmäßige Abschluss der ASM-Transaktion, die Umsetzung der Projekte in Australien, Korea und Madagaskar sowie die Fortsetzung der über den Erwartungen liegenden Uranproduktion.
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