VW Aktie: Zuversichtliche Marktstellung

Die EU-Kommission befreit den Cupra Tavascan von Strafzöllen und entlastet so die stark unter Druck stehende Markensparte. Volkswagen akzeptiert dafür Mindestpreise und Investitionen.

Kurz zusammengefasst:
  • Erste Zollbefreiung für ein in China gefertigtes E-Auto
  • Wegfall der zusätzlichen Importabgabe von 20,7 Prozent
  • Operativer Gewinn von SEAT/Cupra brach zuvor massiv ein
  • Konzern prüft Verlagerung der Produktion nach Europa

Aufatmen in Wolfsburg: Volkswagen hat im Handelsstreit zwischen der EU und China einen signifikanten Erfolg erzielt. Als erster Automobilhersteller überhaupt erhält der Konzern eine offizielle Zollbefreiung für ein in China produziertes Elektrofahrzeug. Diese Entscheidung der EU-Kommission kommt zur rechten Zeit, da die betroffene Markensparte zuletzt unter massivem Margendruck stand.

  • Modell: Cupra Tavascan (Elektro-SUV) erhält Befreiung von Strafzöllen.
  • Ersparnis: Wegfall der zusätzlichen Importabgabe von 20,7 Prozent.
  • Gegenleistung: Verpflichtung zu Mindestimportpreisen und Investitionen in der EU.
  • Hintergrund: Operativer Gewinn der SEAT/Cupra-Sparte brach zuvor um 96 Prozent ein.

Einigung mit Brüssel entlastet Margen

Die EU-Kommission hat dem Antrag der VW-Tochter Cupra stattgegeben, das Modell Tavascan von den im Jahr 2024 eingeführten Strafzöllen zu befreien. Das elektrische SUV-Coupé, das im chinesischen Joint Venture Volkswagen Anhui gefertigt wird, unterliegt damit nicht mehr der zusätzlichen Abgabe von 20,7 Prozent, die bisher auf den regulären Zollsatz von 10 Prozent aufgeschlagen wurde.

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Im Gegenzug akzeptiert Volkswagen strenge Auflagen. Der Konzern verpflichtet sich zu einem vertraulichen Mindestimportpreis sowie einer jährlichen Importquote. Zudem sind Investitionen in europäische EV-Projekte Teil der Vereinbarung. Für die unter Druck stehende SEAT/Cupra-Sparte ist dies eine essenzielle Entlastung: In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 war der operative Gewinn der Division um fast 96 Prozent auf nur noch 16 Millionen Euro zusammengeschmolzen.

Produktion könnte nach Europa wandern

Trotz der aktuellen Einigung scheint Volkswagen langfristig unabhängiger von Importen werden zu wollen. Berichten des Handelsblatt zufolge prüft der Konzern, die Fertigung des Tavascan-Nachfolgers von China nach Europa zu verlagern. Zwar profitiert die aktuelle Linie in Anhui laut Unternehmensangaben noch von globalen Synergien, doch die politische Unsicherheit bleibt ein Risikofaktor.

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Die Aktie reagierte im Wochenverlauf verhalten auf die Nachrichtenlage und notiert aktuell bei 103,72 Euro. Mit einem Abstand von nur rund 5,7 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 109,95 Euro hält sich das Papier trotz der operativen Herausforderungen bei Cupra vergleichsweise stabil.

Strategische Neuausrichtung läuft

Der Zoll-Deal flankiert eine breitere Strategieanpassung im China-Geschäft. Volkswagen kündigte Anfang Februar an, bis 2030 den Großteil der dortigen Modelle auf einer neuen Architektur zu fertigen, die gemeinsam mit dem Partner XPeng entwickelt wurde. Diese Plattform soll die Entwicklungskosten um 40 Prozent senken.

Gleichzeitig hellt sich die Liquiditätslage auf: Der Konzern meldete für das abgelaufene Jahr einen Netto-Cashflow von 6 Milliarden Euro – eine Milliarde mehr als im Vorjahr und deutlich über den eigenen, konservativen Prognosen. Die Kombination aus kurzfristiger Zollentlastung und langfristiger Kostensenkung durch die XPeng-Kooperation stärkt die Position des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld.

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