Redcare Pharmacy Aktie: Doppelte Entwarnung

Redcare Pharmacy verzeichnet operatives Wachstum trotz Markteintritt von dm. Analysten sehen Wettbewerbssorgen als überzogen an, zudem ist eine regulatorische Hürde genommen.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Nutzeranstieg durch Grippewelle im Januar
  • Konkurrenzangebot von dm zeigt schwache Startdynamik
  • Regulatorische Klarheit für digitale E-Rezept-Einlösung
  • Kursgewinne nach Analysten-Einschätzung von Jefferies

Anleger der Online-Apotheke blickten zuletzt nervös auf den Markteintritt des Drogerieriesen dm. Doch aktuelle Daten geben nun Entwarnung: Statt befürchteter Marktanteilsverluste verzeichnet Redcare operatives Wachstum, während die neue Konkurrenz offenbar Startschwierigkeiten hat. Eine Analyse von Jefferies deutet darauf hin, dass die Sorgen um den Wettbewerb überzogen waren.

Grippewelle treibt Nutzerzahlen

Verantwortlich für den jüngsten Optimismus ist vor allem eine Einschätzung von Jefferies-Analyst Martin Comtesse vom 4. Februar. Seine Daten zeigen einen operativen Sprung zum Jahresstart: Die Zahl der aktiven Nutzer auf der Redcare-Plattform stieg im Januar um rund 10 % im Vergleich zum Vormonat.

Redcare Pharmacy

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Treibende Kraft hinter diesem Anstieg ist die starke Grippewelle in Deutschland. Sie sorgt für eine erhöhte Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten und treibt das Einlösen von E-Rezepten an. Für Investoren ist dies ein wichtiges Signal, dass das Unternehmen saisonale Bedarfsspitzen effizient in Volumen ummünzen kann. Das positive Sentiment spiegelt sich auch im Kurs wider, der auf Wochensicht um gut 6 % zulegen konnte.

Konkurrenz durch dm schwächer als erwartet

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Wettbewerbssituation. Seit dem Start des „dm-med“ Service am 16. Dezember 2025 befürchteten Marktteilnehmer, dass der Drogerie-Gigant den etablierten Online-Apotheken schnell Marktanteile abjagen würde.

Die frühen Daten zeichnen jedoch ein anderes Bild. Laut der Jefferies-Analyse ging die Nutzeraktivität der „mein dm“-App – über die das neue Angebot läuft – im Januar sogar leicht zurück. Auch beim direkten Konkurrenten DocMorris blieben die Zahlen stabil. Dies deutet darauf hin, dass die Integration des Apothekendienstes in die bestehende Drogerie-App den Wachstumspfad von Redcare bisher nicht stört.

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Regulatorische Hürde genommen

Neben der operativen Entwicklung sorgt auch die regulatorische Seite für Ruhe. Die Gematik hat Ende Januar die Spezifikationen für den neuen „Proof of Patient Presence“ (PoPP) Standard veröffentlicht. Dieser Standard soll die aktuelle CardLink-Technologie ablösen.

Entscheidend für Redcare ist die Bestätigung, dass die rein digitale Einlösung von E-Rezepten per App ohne PIN weiterhin unterstützt wird. Da die bestehende CardLink-Lizenz des Unternehmens noch bis zum 31. Januar 2027 gültig ist, bleibt genügend Zeit für den Übergang. Das Risiko eines technischen Abreißens der mobilen Einlösewege ist damit vom Tisch.

Mit diesen operativen und regulatorischen Klarheiten im Rücken warten Anleger nun auf die harten Finanzkennzahlen. Am 4. März 2026 veröffentlicht Redcare den Geschäftsbericht für 2025, bei dem vor allem der Ausblick auf das laufende Jahr und die Profitabilität im Rezeptgeschäft im Fokus stehen werden.

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