Der Sportartikelriese Nike sendet derzeit widersprüchliche Signale an den Markt. Während das operative Geschäft unter einer anhaltenden Absatzkrise im wichtigen chinesischen Markt leidet und die Margen unter Druck stehen, demonstrieren Spitzenmanager bemerkenswerte Zuversicht. Millionenschwere Aktienkäufe der Führungsebene stehen im harten Kontrast zu den fundamentalen Herausforderungen und werfen die Frage auf: Erkennen die Insider hier eine übertriebene Marktreaktion?
Millionenschwere Vertrauensbeweise
Trotz der schwachen Kursentwicklung, die das Papier zuletzt auf 63,28 US-Dollar drückte, setzen Top-Entscheider massiv eigenes Kapital ein. Tim Cook, Apple-CEO und Nike-Director, erwarb kürzlich 50.000 Aktien im Wert von rund 3 Millionen US-Dollar. Auch der neue Nike-CEO Elliott Hill kaufte Anteile für etwa 1 Million US-Dollar am offenen Markt.
Diese Transaktionen rund um den Jahreswechsel werten Marktbeobachter als „Win Now“-Signal. Das Management unterstreicht damit seine Überzeugung, dass die aktuellen Probleme lösbar sind und die Aktie, die auf Sicht von 12 Monaten rund 11,85 Prozent an Wert verloren hat, Unterbewertungspotenzial besitzt.
Fundamentale Bremsklötze
Die finanzielle Realität in der Bilanz zeichnet jedoch ein düstereres Bild. Im abgelaufenen zweiten Quartal konnte Nike den Umsatz lediglich um 1 Prozent auf 12,4 Milliarden US-Dollar steigern. Schwerer wiegt der Rückgang der Profitabilität: Die Bruttomarge fiel um 300 Basispunkte auf 40,6 Prozent.
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Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist der Einbruch in China. Dort sanken die Umsätze um drastische 17 Prozent – es ist bereits das sechste Quartal in Folge mit rückläufigen Erlösen in diesem ehemals starken Wachstumsmarkt. Um die Lagerbestände zu bereinigen, musste der Konzern zuletzt verstärkt auf Rabattaktionen setzen, was direkt auf die Margen drückte.
Blick auf Nordamerika und neue Produkte
Einziger Lichtblick bleibt vorerst der Heimatmarkt. In Nordamerika stabilisierten sich die Erlöse mit einem Plus von rund 9 Prozent. Die Hoffnung der Anleger ruht nun auf der angekündigten Produktoffensive für das Frühjahr 2026, zu der unter anderem die Neuauflage des Klassikers Air Max 95 OG gehört.
Die Aktie notiert aktuell rund 18 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 77,71 US-Dollar. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die neuen Produktlinien schnell genug Traktion gewinnen, um die Schwäche im Asiengeschäft zu kompensieren und die Glaubwürdigkeit des Insider-Signals fundamental zu untermauern.
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