Marvell Technology startet mit Rückenwind in die neue Woche. Mehrere positive Analystenkommentare rücken vor allem die Rolle des Konzerns in der KI-Infrastruktur in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen dabei die Wachstumserwartungen für das kommende Geschäftsjahr 2026 und konkrete Impulse aus dem Bereich Datacenter-Switching.
Analysten rücken KI-Infrastruktur in den Mittelpunkt
Heute Morgen profitiert die Aktie von einer Reihe optimistischer Studien großer Häuser.
Jefferies zählt Marvell explizit zu seinen „3 Chip Stocks to Buy for 2026“. Als Haupttreiber nennen die Analysten die zunehmende Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz, vor allem durch Hyperscaler, die ihre Investitionen in kundenspezifische Chips ausweiten. Jefferies sieht das Gewinnpotenzial am Markt noch nicht vollständig eingepreist.
Zacks Investment Research verstärkt dieses Bild mit einem klaren Fokus auf das Datacenter-Switching-Geschäft.
Die Analysten erwarten:
- > 300 Mio. US-Dollar Umsatz im Bereich Datacenter-Switching im Geschäftsjahr 2026
- > 500 Mio. US-Dollar Umsatz in diesem Segment im Geschäftsjahr 2027
Diese klar skizzierte Wachstumskurve wird als potenzieller Treiber für eine höhere Bewertung gesehen – vorausgesetzt, Marvell liefert operativ wie geplant.
Bereits am Freitag hatte RBC Capital Markets die Aktie auf „Outperform“ (Moderate Buy) hochgestuft. Die Kombination der jüngsten Einschätzungen – von kundenspezifischem KI-Silizium bis hin zu Konnektivitätslösungen – unterstreicht aus Sicht der Analysten die Position des Unternehmens als Profiteur des globalen Ausbaus von Rechenzentren, in Nischenbereichen direkt hinter Schwergewichten wie Nvidia.
Strategische Zukäufe stärken Konnektivität
Die aktuelle Welle an Optimismus folgt auf einen größeren Zukauf zu Jahresbeginn. Am 6. Januar hat Marvell eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von XConn Technologies für rund 540 Mio. US-Dollar gemeldet. Mit XConn ergänzt Marvell sein Portfolio um fortschrittliche PCIe- und CXL-Switching-Chips – genau jene Konnektivitätsbausteine, auf die sich viele Analysten derzeit beziehen.
Bereits in den vergangenen Jahren nutzte der Konzern Übernahmen, um sich von klassischen Consumer-Speicherlösungen hin zu hochperformanter Enterprise-Netzwerktechnik zu entwickeln. Die Integration von XConn und die Ende 2025 angekündigte Übernahme von Celestial AI zahlen auf eine klare Strategie ein: Marvell will die Verbindungsebene in KI-Rechenzentren dominieren – also jene Infrastruktur, die tausende GPUs zu einem Verbund zusammenschaltet.
Kursseitig schwankte die Aktie zuletzt in einer Spanne von 80 bis 82 US-Dollar. Die Marktreaktion auf die Zukäufe und die positiven Studien deutet darauf hin, dass der Fokus zunehmend von kurzfristigen Lagerbereinigungen auf strukturelles KI-Wachstum übergeht. Wichtig bleibt dabei, dass Marvell weitere Design-Wins mit großen Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services absichert – ein zentrales Element der optimistischen Szenarien.
Ausblick: Wichtige Marken und kommende Zahlen
In den kommenden Wochen richtet sich der Blick darauf, ob der Titel den Widerstand im Bereich von 85 US-Dollar überwinden kann. Parallel dazu liegt das durchschnittliche Kursziel leicht im Aufwärtstrend, einzelne Häuser wie B. Riley nennen inzwischen Zielmarken von bis zu 130 US-Dollar.
Der nächste klare Fundamentaltermin ist der Fiscal-Q4-Bericht im März. Dann dürfte sich zeigen, ob sich die von Zacks erwarteten rund 300 Mio. US-Dollar Switching-Umsatz abzeichnen und wie sich die Bruttomargen trotz veränderter Produktmixes entwickeln. Damit liefert der Zahlenbericht einen zentralen Test für die derzeit sehr KI-getriebene Investmentstory um Marvell.
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