Deutsche Telekom Aktie: Chancenreicher Beginn!

Die Deutsche Telekom setzt ihre aktionärsfreundliche Politik mit einem neuen Aktienrückkauf über 2 Milliarden Euro und einer höheren Dividende fort. Parallel kündigt der Konzern eine strategische Partnerschaft zur Anruferverifizierung an.

Kurz zusammengefasst:
  • Neues Rückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro
  • Dividende steigt auf einen Euro je Aktie
  • Strategische Partnerschaft für verifizierte Anrufe
  • T-Mobile US bleibt zentraler Ergebnistreiber

Die Deutsche Telekom fährt die Kapitalrückführung weiter hoch: Nach dem Abschluss des Programms 2025 läuft seit Anfang Januar ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro – flankiert von einer bereits angekündigten Dividendenerhöhung. Gleichzeitig meldet der Konzern eine strategische Partnerschaft im Kerngeschäft Mobilfunk. Wie stimmig ist dieses Gesamtpaket aus Finanzpolitik und Produktstrategie?

Rückkaufprogramm 2026: Umfang und Ziel

Am 5. Januar 2026 hat die Telekom ein weiteres Aktienrückkaufprogramm gestartet, das bis Jahresende laufen soll. Der Konzern knüpft damit nahtlos an das Programm aus 2025 an und setzt seine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik fort.

Deutsche Telekom

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Die Eckpunkte:

  • Volumen 2026: bis zu 2 Milliarden Euro
  • Erste Tranche: 550 Millionen Euro bis spätestens 26. März 2026
  • Erwartete Stückzahl (erste Tranche): bis zu 19,8 Millionen Aktien
  • Verwendung: überwiegend Einziehung, teilweise für Vergütungsprogramme

Bereits 2025 hatte das Unternehmen rund 65,4 Millionen Aktien erworben, was etwa 1,3 % des Grundkapitals entspricht. Zusammen mit dem neuen Programm summiert sich der Rückkaufrahmen binnen zwei Jahren auf rund 4 Milliarden Euro. Das reduziert perspektivisch die Zahl der ausstehenden Aktien und kann den Gewinn je Aktie stützen.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie aktuell bei 28,25 Euro. Damit liegt der Kurs rund 21 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber leicht über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50 Tage – ein Zeichen für eine moderate Erholung nach einer schwächeren Phase.

Doppelspur: Rückkauf und höhere Dividende

Die Rückkaufoffensive steht nicht allein, sondern wird durch eine Dividendenanhebung ergänzt. Im November 2025 kündigte die Telekom eine Erhöhung der Ausschüttung auf 1,00 Euro je Aktie an. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 137 Milliarden Euro unterstreicht diese Kombination aus Dividende und Rückkauf die Finanzkraft des DAX-Konzerns.

Aus Investorensicht ist damit ein klar strukturierter Cashflow an die Anteilseigner sichtbar:

  • Rückkaufprogramm in Milliardenhöhe
  • Steigende Dividende mit derzeit rund 3,3 % Rendite (auf Basis des aktuellen Kursniveaus)
  • Vergleichsweise moderates Bewertungsniveau mit einem KGV um 11

Die Zahlen des Konzerns liefern die Basis für diese Politik: Auf Trailing-Twelve-Month-Basis erzielt die Telekom einen Umsatz von etwa 121 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 12,1 Milliarden Euro. Einen großen Teil davon steuert die US-Tochter bei.

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T-Mobile US als Ergebnismotor

Rund 65 % der Konzernerlöse stammen aus Nordamerika, vor allem von T-Mobile US. Die US-Tochter bleibt der zentrale Wachstumstreiber und ist maßgeblich für Profitabilität und Cashflow des Gesamtkonzerns verantwortlich.

In Europa ist das Umfeld anspruchsvoller. Hier trifft die Telekom auf intensiven Wettbewerb im Breitband- und Mobilfunkmarkt und muss gleichzeitig massiv in Glasfaser- und 5G-Infrastruktur investieren. Diese Investitionen belasten kurzfristig die Margen, sollen aber die Basis für künftiges Wachstum legen.

Vor diesem Hintergrund wirkt die Entscheidung, substanzielle Mittel in Rückkäufe und Dividenden zu lenken, als Ausdruck des Vertrauens in die Ertragskraft – insbesondere mit Blick auf T-Mobile US.

Produktseite: Partnerschaft mit Hiya

Parallel zum finanzpolitischen Kurs meldet die Telekom eine Neuerung im Kerngeschäft Mobilfunk. Am 8. Januar 2026 kündigte der Konzern eine strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Hiya an. Ziel ist es, „Branded Calling“ direkt auf Netzwerkebene in Deutschland einzuführen.

Der Dienst ermöglicht es, die verifizierte Identität des Anrufers bereits vor dem Annehmen des Gesprächs anzuzeigen – ohne zusätzliche App:

  • Netzwerkbasierter Service, keine Installation nötig
  • Verifizierte Absenderinformation vor dem Abheben
  • Verfügbarkeit für alle Mobilfunkkunden im Telekom-Netz

Laut Marcus Rügge, Vice President Mobile Services, soll dies das Vertrauen der Kunden in Telefonanrufe stärken. Da das Telekom-Netz etwa zwei Drittel des deutschen Mobilfunkmarkts abdeckt, erreicht die Lösung potenziell einen Großteil der Mobilfunknutzer im Land. Das Angebot zielt damit auch auf das wachsende Problem betrügerischer Anrufe ab und stärkt die Position im Premiumsegment.

Bewertung und Ausblick

Bewertungstechnisch bleibt der Titel moderat eingepreist: Ein KGV von etwa 11, eine Dividendenrendite um 3,3 % und ein durchschnittliches Analystenkursziel von 37,62 Euro deuten auf weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von 28,25 Euro hin. Gleichzeitig liegt die Aktie noch spürbar unter dem 200‑Tage-Durchschnitt von rund 30 Euro, was die Korrektur der vergangenen Monate widerspiegelt.

Operativ bleibt T-Mobile US der entscheidende Ergebnistreiber, während Europa von Wettbewerb und hohen Investitionen geprägt ist. Die nächsten Meilensteine sind klar gesetzt: Am 26. Februar 2026 legt die Telekom die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor, am 1. April folgt die Hauptversammlung in Bonn. Spätestens dann wird der Konzern konkreter darlegen, wie sich Rückkauf, Dividende und Investitionen langfristig in die Gesamtstrategie einfügen sollen.

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