Chevron schaltet international gleich mehrere Gänge hoch. Neue Gas-Explorationsflächen vor Griechenland, gelockerte Venezuela-Regeln aus Washington und ein Lizenzgewinn in Libyen erweitern den Zugriff auf neue Förderprojekte. Doch wie schnell kann daraus operatives Geschäft werden?
- Griechenland: Exklusive Pachtverträge für vier Tiefsee-Blöcke (rund 47.000 km²) südlich von Peloponnes und Kreta
- Venezuela: Zwei neue OFAC-General Lizenzen erweitern Spielräume für Öl- und Gasaktivitäten
- Libyen: Zuschlag für Contract Area 106 im Sirte-Becken, nächster Schritt ist ein Fördervertrag
Griechenland: Startschuss mit Parlamentshürde
Ein von Chevron geführtes Konsortium hat laut Reuters am Montag exklusive Pachtverträge unterzeichnet, um vor Südgriechenland nach Erdgas zu suchen. Chevron soll die Exploration in vier Tiefsee-Gebieten südlich der Peloponnes-Halbinsel und der Insel Kreta anführen.
Der Deal baut auf einem internationalen Tender auf, den Chevron und Hellenic Energy bereits im Oktober 2025 gewonnen hatten. Bevor später in diesem Jahr seismische Untersuchungen starten können, muss allerdings noch das griechische Parlament die Pachtverträge absegnen.
Hintergrund ist die europäische Energiedebatte seit dem Preisschock 2022. Griechenland hat die Suche nach heimischen Gasvorkommen wiederbelebt, während die EU den Ausstieg aus russischem Gas vorantreibt und Erdgas zugleich als Übergangsenergie einordnet.
Venezuela: Neue OFAC-Lizenzen öffnen Türen
Zusätzlichen Rückenwind bringt Venezuela: Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums erteilte am Freitag zwei neue General Lizenzen. Reuters spricht von der deutlichsten Lockerung der Venezuela-Sanktionen seit der Absetzung von Präsident Nicolás Maduro im vergangenen Monat durch US-Kräfte.
General License 50 erlaubt Chevron, BP, Eni, Shell und Repsol die Durchführung von Öl- und Gasoperationen in Venezuela. Die Unternehmen sind vor Ort präsent und an Projekten als Partner des staatlichen Ölkonzerns PDVSA beteiligt. Vorgaben: Lizenzgebühren und Steuern müssen über den von den USA kontrollierten Foreign Government Deposit Fund laufen.
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General License 49 geht noch einen Schritt weiter: Unternehmen weltweit dürfen mit PDVSA über Verträge für neue Öl- und Gasinvestitionen verhandeln. Diese Verträge bleiben jedoch an separate OFAC-Genehmigungen gekoppelt. Zudem sind Transaktionen mit Bezug zu Unternehmen in Russland, Iran oder China ausgeschlossen.
Ein Chevron-Sprecher begrüßte die Lizenzen laut Reuters als „wichtige Schritte“, um die Entwicklung venezolanischer Ressourcen zu ermöglichen und die regionale Energiesicherheit zu unterstützen.
Libyen: Rückkehr nach Nordafrika
In Libyen ist Chevron am 11. Februar eingestiegen. Das Unternehmen wurde laut eigener Mitteilung als Gewinner für Contract Area 106 im Sirte-Becken im Rahmen der Libya 2025 Bidding Round benannt. Vorausgegangen war am 24. Januar ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der libyschen National Oil Corporation.
Der Zuschlag steht noch unter dem Vorbehalt, dass ein Production Sharing Agreement unterzeichnet wird. Chevron meldete zudem ein weiteres MoU in Syrien im Februar, womit der regionale Fußabdruck ausgebaut wird.
Zum Wochenstart richtet sich der Blick auch auf den nächsten festen Termin für Aktionäre: Der Ex-Dividenden-Tag für die Quartalsdividende von 1,78 US-Dollar ist morgen. Am vergangenen Freitag schloss die Aktie laut den im Quelltext genannten Marktdaten bei 183,74 US-Dollar.
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