Bitcoin-Mining war gestern – die Zukunft heißt künstliche Intelligenz. Bitfarms hat diesen fundamentalen Wandel erkannt und zündet an der Börse den Turbo, während Anleger die strategische Neuausrichtung auf High-Performance-Computing (HPC) feiern. Doch ist dieser Kurssprung nur ein kurzes Strohfeuer im Hype oder beginnt hier gerade eine Neubewertung, die den Titel in völlig neue Dimensionen katapultiert?
KI-Fantasie weckt die Bullen
Das massive Kaufinteresse zum Wochenausklang kam nicht von ungefähr. Mit einem Kurssprung von über 7 % am Freitag koppelte sich Bitfarms deutlich von der eher seitwärts laufenden Preisentwicklung des Bitcoins ab. Der Titel folgt nun dem Ruf des KI-Hypes, angetrieben durch eine Neubewertung des gesamten Sektors.
Auslöser für diese Euphorie war vor allem der Konkurrent CleanSpark. Dessen jüngste, starke Zahlen bewiesen der Wall Street eindrucksvoll, dass der Schwenk vom reinen Mining hin zur KI-Infrastruktur massive Werte schaffen kann. Bitfarms wird an den Märkten nun als der nächste heiße Kandidat gehandelt, der diesen „Catch-up“-Trade vollziehen könnte. Investoren sehen hier eine klassische Nachholjagd auf ein Geschäftsmodell, das weit profitabler sein könnte als das Schürfen von Kryptowährungen.
Vom Miner zum Rechenzentrum
Im Zentrum der Fantasie steht der ehrgeizige Plan für den Standort Washington. Hier soll kein gewöhnliches Mining mehr stattfinden, sondern ein Zentrum für „GPU-as-a-Service“ entstehen, ausgestattet mit leistungsstarken Nvidia-Chips und moderner Flüssigkühlung. Die Kalkulation des Managements lässt aufhorchen: Allein dieser eine Standort könnte nach dem Umbau mehr operativen Ertrag abwerfen als das gesamte bisherige Bitcoin-Mining-Geschäft des Unternehmens.
Flankiert wird diese Strategie durch die Übernahme von Stronghold Digital Mining im Jahr 2025. Dieser Schachzug sicherte Bitfarms den Zugriff auf gewaltige Energiereserven von über 600 MW – eine unverzichtbare Ressource im energiehungrigen KI-Zeitalter.
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Kriegskasse ist gefüllt
Finanziell scheint das Unternehmen für diesen Kraftakt gerüstet. Trotz laufender Umbauarbeiten sitzt Bitfarms auf einer komfortablen Liquidität von rund 814 Millionen US-Dollar, gestärkt durch Wandelanleihen. Dieses Polster ermöglicht es, die kapitalintensive Umrüstung der Standorte voranzutreiben, ohne dass Anleger sofortige Verwässerung fürchten müssen.
Zudem ist der leidige Machtkampf mit Riot Platforms beigelegt. Da das „Giftpillen“-Drama nun im Rückspiegel liegt, kann sich der Markt endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren: die operative Exekution der neuen Strategie.
Geduldsprobe bis 2026?
Der Weg zur KI-Schmiede ist jedoch kein Selbstläufer. Anleger müssen Weitsicht beweisen, denn die vollständige Fertigstellung der HPC-Standorte ist erst für Ende 2026 angepeilt. Bis dahin muss das Management beweisen, dass es die Transformation von alter Mining-Infrastruktur zu modernen Tier-3-Rechenzentren ohne Zeitverzögerung bewältigen kann. Die Richtung stimmt, doch das Risiko der Umsetzung bleibt bestehen.
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