BioNTech ist längst mehr als nur der Hersteller eines bekannten Covid-Impfstoffs. Das Mainzer Unternehmen befindet sich inmitten eines massiven Umbaus hin zu einem breit aufgestellten Entwickler von Krebsmedikamenten. Mit der nun erfolgten Bestätigung des Termins für die Jahreszahlen rückt eine zentrale Frage in den Fokus der Anleger: Reicht das finanzielle Polster, um die teure Pipeline ohne frische Einnahmen aus dem Pandemie-Geschäft zur Marktreife zu bringen?
Zahlenvorlage am 10. März
Das Unternehmen hat bestätigt, dass die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am Dienstag, den 10. März 2026, veröffentlicht werden. Marktbeobachter werden dabei weniger auf die zwangsläufig rückläufigen Umsätze aus dem Impfstoffgeschäft achten, sondern vielmehr auf die Liquiditätslage.
BioNTech operiert aus einer Position der Stärke: Mit einem Kassenbestand von rund 17,2 Milliarden Euro ist der Konzern in der Lage, seine Forschungsvorhaben aggressiv voranzutreiben. Das Management bereitet den Markt bereits darauf vor, dass 2026 zwar keine Umsätze aus Onkologie-Produkten zu erwarten sind, dafür aber eine Fülle an klinischen Daten ansteht.
Fokus auf der Pipeline
Die Strategie zielt voll auf die Onkologie ab. Bis Ende 2026 plant BioNTech, etwa 15 Phase-3-Studien aktiv zu haben – eine deutliche Ausweitung gegenüber den Vorjahren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Kandidaten Gotistobart zur Behandlung von Lungenkrebs. Nachdem im Dezember 2025 positive Daten aus einer frühen Studienphase präsentiert wurden, hat die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Mittel den „Orphan Drug“-Status verliehen, was die Entwicklung beschleunigen könnte.
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Auch institutionelle Anleger positionieren sich entsprechend. Während einige Akteure wie Baillie Gifford Gewinne mitnahmen, hat Dodge & Cox die Position im dritten Quartal massiv ausgebaut. Dies deutet darauf hin, dass langfristig orientierte Investoren das Potenzial der Pipeline zunehmend anerkennen.
Analysten sehen Potenzial
Die Stimmung an der Wall Street ist überwiegend positiv, wenn auch nicht ungeteilt. Während Goldman Sachs das Rating jüngst auf „Buy“ anhob, mahnte das Analysehaus Leerink zur Vorsicht und stufte die Aktie nach der jüngsten Rallye herab. Aktuell notiert das Papier bei 92,95 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von gut 12 Prozent, was das wiedererwachte Interesse am Markt unterstreicht.
Der kommende Finanzbericht am 10. März liefert den Rahmen, doch die entscheidenden Impulse werden im weiteren Jahresverlauf erwartet. Im Juni 2026 steht der primäre Abschluss der wichtigen „Preserve-003“-Studie für Gotistobart an. Diese Daten werden der nächste konkrete Gradmesser dafür sein, ob die Transformation vom Impfstoff-Hersteller zum Krebs-Spezialisten gelingt.
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