Coinbase steckt heute gleich in zwei Gegenwinden: Während der Kryptomarkt spürbar nachgibt, versucht das Unternehmen in Washington eine zentrale Weiche für sein Geschäftsmodell zu stellen. Im Weißen Haus geht es um die Frage, ob Krypto-Plattformen Kunden künftig weiterhin Zinsen bzw. „Rewards“ auf Stablecoins anbieten dürfen. Genau daran hängt, wie attraktiv Dollar-Stablecoins für Nutzer bleiben – und wie groß der Gegenwind der Banken ausfällt.
Stablecoin-Rewards als Zankapfel
Nach Angaben von Reuters richtet der Krypto-Rat des Weißen Hauses am heutigen Montag (2. Februar 2026) ein Treffen aus. Mit am Tisch: Vertreter von Coinbase, großen Krypto-Verbänden und Bankenorganisationen. Im Zentrum steht der Gesetzentwurf zur Marktstruktur, der sogenannte Clarity Act.
Der Knackpunkt: Wie behandelt das Gesetz Zinsen und Belohnungen, die Krypto-Firmen Kunden auf dollar-gebundene Stablecoins zahlen könnten? Für die Branche sind solche Rewards ein wichtiges Instrument, um Nutzer zu binden. Für Banken sind sie dagegen eine direkte Konkurrenz um Einlagen.
Teilnahme zugesagt hat laut Bericht die Blockchain Association (u. a. mit Coinbase, Ripple und Kraken). Erwartet werden außerdem die Digital Chamber sowie Vertreter der American Bankers Association.
Warum das Weiße Haus einschreitet
Dass das Thema im Weißen Haus landet, zeigt, wie festgefahren die Fronten sind. Coinbase-CEO Brian Armstrong hatte am 14. Januar 2026 öffentlich erklärt, er ziehe seine Unterstützung für den aktuellen Entwurf zurück. Begründung: Änderungen, die „Rewards auf Stablecoins töten würden“.
Parallel dazu geriet der Gesetzgebungsprozess ins Stocken. Der Senate Banking Committee verschob die geplante Abstimmung („Markup“) gleich zweimal. Der Senate Agriculture Committee brachte seinen Teil am 29. Januar 2026 zwar voran – allerdings ohne Unterstützung der Demokraten.
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Der Kernkonflikt dahinter ist simpel: Wachstum bei Stablecoins könnte klassische Bankeinlagen abziehen. Standard Chartered warnte in einem aktuellen Bericht, US-Banken könnten bis Ende 2028 rund 500 Milliarden US-Dollar an Einlagen verlieren, wenn Stablecoins weiter so stark wachsen. Diese Sorge erklärt, warum Banken besonders hart gegen „Yield“ auf Stablecoins argumentieren.
Aktie bleibt unter Druck
An der Börse trifft diese politische Unsicherheit auf ein ohnehin schwaches Umfeld: Die Aktie ist zuletzt deutlich gefallen und liegt aktuell bei 160,88 Euro. Auf 30 Tage gerechnet entspricht das einem Minus von 32,32%.
Zusätzlicher Ballast kommt aus zwei Richtungen: Erstens belastete eine breite Schwäche im Kryptomarkt, nachdem Bitcoin am Wochenende deutlich nachgab. Zweitens gab es zuletzt auch regulatorische Störfeuer – etwa in Großbritannien, wo die Advertising Standards Agency bestimmte Coinbase-Werbungen als „unverantwortlich“ einstufte.
Wichtige Termine/Fakten im Überblick:
– Heute (02.02.2026): White-House-Treffen zu Stablecoin-Rewards im Clarity Act
– Teilnehmer: Coinbase, Blockchain Association, Digital Chamber, American Bankers Association
– Nächster Quartalsbericht: 12. Februar 2026
Am 12. Februar liefert Coinbase mit den Zahlen den nächsten Fixpunkt – bis dahin dürfte der Markt besonders genau darauf schauen, ob beim Thema Stablecoin-Rewards in Washington ein tragfähiger Kompromiss gelingt oder ob der Clarity Act weiter feststeckt.
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