Der österreichisch-deutsche Halbleiterkonzern präsentiert am heutigen Dienstag seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Doch die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich vor allem auf die strategischen Weichenstellungen der letzten Tage. Mit dem Verkauf von Unternehmensteilen an Infineon treibt das Management die Entschuldung massiv voran und schärft das Profil als Spezialist für optische Lösungen.
Strategischer Verkauf bringt 570 Millionen Euro
Erst vor einer Woche kündigte ams OSRAM einen entscheidenden Schritt zur Portfoliobereinigung an. Das nicht-optische Sensor-Geschäft geht für 570 Millionen Euro in bar an den Konkurrenten Infineon. Die Sparte, die 2025 rund 220 Millionen Euro Umsatz und 60 Millionen Euro bereinigtes EBITDA erwirtschaftete, passt nicht mehr in den neuen Fokus auf „Digital Photonics“.
Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Zusammen mit dem bereits vereinbarten Verkauf der Sparte für Speziallampen an Ushio summieren sich die Erlöse aus den Desinvestitionen auf rund 670 Millionen Euro. Diese Mittel fließen fast vollständig in die Stabilisierung der Bilanz.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
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- Verkaufspreis: 570 Mio. Euro (Barzahlung)
- Käufer: Infineon
- Gesamterlös Desinvestitionen: ca. 670 Mio. Euro
- Verschuldungsgrad (Pro-forma): Sinkt von 3,3 auf 2,5
- Barmittelbestand (31.12.2025): 1.483 Mio. Euro
Radikale Entschuldung und neue Ziele
Die Reduzierung der Schuldenlast steht im Zentrum der Strategie. Durch die Zuflüsse soll der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA) signifikant auf den Faktor 2,5 sinken. Rund 130 Millionen Euro sind spezifisch für den Rückkauf von Anleihen reserviert, was die Zinsbelastung künftig reduzieren wird.
Operativ richtet sich der Konzern neu aus. Das verbleibende Geschäft konzentriert sich auf optische Emitter und Sensoren. Die langfristigen Ziele bis 2030 sind ambitioniert: Das Management strebt im Halbleiterbereich eine EBITDA-Marge von mindestens 25 Prozent an. Das traditionelle Lampengeschäft für die Automobilindustrie verbleibt im Konzern und soll als „Cash Cow“ die Investitionen in die neuen Wachstumsfelder finanzieren.
Mit der heutigen Vorlage der Jahreszahlen erhalten Investoren nun den konkreten Nachweis, ob das Effizienzprogramm „Re-establish the Base“ auch operativ greift. Der erfolgreiche Teilverkauf an Infineon verschafft dem Unternehmen den nötigen finanziellen Spielraum, um die Transformation ohne akuten Liquiditätsdruck fortzusetzen.
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