Unicredit Aktie: Strategische Weichenstellungen

Unicredit beendet Aktienrückkauf im Volumen von 1,77 Milliarden Euro und verschiebt Entscheidung über Commerzbank-Übernahme auf Ende 2026. Die Bank fokussiert sich auf interne Wertsteigerung nach Rekordgewinn.

Kurz zusammengefasst:
  • Abschluss zweiter Tranche des Aktienrückkaufs
  • Übernahme von Commerzbank auf 2026 verschoben
  • Rekord-Nettogewinn von 10,6 Milliarden Euro für 2025
  • Analysten stufen Aktie nach starken Zahlen hoch

Unicredit setzt nach einem Rekordjahr 2025 verstärkt auf Kapitalrückführungen und klärt das Verhältnis zum Rivalen Commerzbank. Während eine Übernahme vorerst in weite Ferne rückt, schloss die Bank ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm erfolgreich ab.

  • Rückkauf abgeschlossen: Zweite Tranche über 1,77 Milliarden Euro beendet.
  • Status quo bei Commerzbank: Beteiligung von rund 29 Prozent bleibt vorerst rein finanzieller Natur.
  • Analystenlob: Morgan Stanley hebt die Aktie auf „Overweight“ an.

Commerzbank-Fusion rückt in die Ferne

Das Verhältnis zwischen den beiden europäischen Großbanken bleibt ein zentrales Thema für Investoren. Gestern stellte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp klar, dass derzeit kein Übernahmeangebot vorliege. Sie bezeichnete die Unicredit als „einen großen Investor und nicht mehr“. Damit unterstrich sie den aktuellen Status quo, wonach die Commerzbank weiterhin eine eigenständige Strategie verfolgt und ihre Gewinnprognose für 2026 nach einem starken Geschäftsjahr 2025 angehoben hat.

Unicredit

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Doch wie reagiert die Unicredit auf diese Signale? Laut Berichten von Anfang der Woche hat Unicredit-CEO Andrea Orcel eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Komplettübernahme auf das späte Jahr 2026 verschoben. Die Italiener halten derzeit rund 29 Prozent der Anteile an ihrem deutschen Konkurrenten, konzentrieren sich jedoch aktuell primär auf die interne Wertsteigerung.

Milliarden-Rückkauf für Aktionäre beendet

Während M&A-Aktivitäten pausieren, fokussiert sich die Bank auf die Ausschüttung an ihre Anteilseigner. Vorgestern vermeldete das Institut den Abschluss der zweiten Tranche des „2024 Share Buy-back“-Programms.

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Allein in der ersten Februarwoche erwarb die Bank 2,3 Millionen eigene Aktien. Insgesamt umfasst diese Tranche rund 26,2 Millionen Papiere, was etwa 1,68 Prozent des Grundkapitals entspricht. Das Volumen belief sich auf rund 1,77 Milliarden Euro bei einem Durchschnittspreis von 75,78 Euro pro Aktie. Die erworbenen 53,7 Millionen eigenen Aktien sind zur Einziehung vorgesehen, was den Gewinn pro verbleibender Aktie künftig steigern soll.

Rekordgewinn und optimistischer Ausblick

Die Kombination aus hohen Ausschüttungen und starken Geschäftszahlen sorgt für positive Analystenreaktionen. Die Bank meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Rekord-Nettogewinn von 10,6 Milliarden Euro. Morgan Stanley stufte den Titel daraufhin am Dienstag auf „Overweight“ hoch und verwies auf den verbesserten Ausblick.

Am heutigen Donnerstag notiert das Papier am Vormittag bei 75,92 Euro. Der Markt verarbeitet damit den Abschluss des Rückkaufprogramms sowie den Strategieplan „Unlimited“ für die Jahre 2026 bis 2028. Dieser sieht vor, den Nettogewinn bis zum Ende des Zeitraums auf rund 13 Milliarden Euro zu steigern. Das nächste richtungsweisende Ereignis für die Aktie wird die weitere Umsetzung dieser Gewinnziele im laufenden Geschäftsjahr sein.

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