The Trade Desk Aktie: Analysten ziehen Reißleine

Mehrere Analysehäuser stufen die Aktie von The Trade Desk herab, da Amazon mit aggressiver Preispolitik den Margendruck erhöht und die Wachstumsaussichten trübt.

Kurz zusammengefasst:
  • Mehrere Herabstufungen durch Analystenhäuser
  • Amazon drückt mit Niedrigpreis-Strategie Margen
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief
  • Management autorisiert Aktienrückkauf-Programm

The Trade Desk steht massiv unter Druck. Am 23. Januar haben gleich mehrere Analysehäuser ihre Bewertungen gesenkt – darunter Citizens JMP mit einer Abstufung auf „Market Perform“ und Stifel mit einem drastisch reduzierten Kursziel von 90 auf 74 Dollar. Der Grund: Amazon greift mit seiner DSP-Plattform aggressiv an und bietet Gebühren von nur 1 Prozent. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei rund 36,55 Dollar – ein Minus von 70 Prozent binnen zwölf Monaten.

Amazon setzt The Trade Desk unter Feuer

Citizens JMP begründet die Herabstufung mit der verschlechterten Risiko-Rendite-Struktur. Amazon drängt mit aller Macht in den Markt für digitale Werbe-Plattformen und unterbietet etablierte Anbieter deutlich beim Preis. Die niedrigen Gebühren von einem Prozent setzen The Trade Desk unter enormen Margendruck, zumal das Unternehmen bislang mit einer Premiumstrategie erfolgreich war.

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Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Generative KI senkt die Wechselkosten zwischen verschiedenen DSP-Anbietern erheblich. Kunden können deutlich einfacher zu günstigeren Alternativen wie Amazon migrieren. Auch Citigroup zog am selben Tag die Konsequenzen und stufte die Aktie von „Outperform“ auf „Market Perform“ herunter.

Stifel bleibt vorsichtig optimistisch

Stifel Nicolaus hält zwar an der Kaufempfehlung fest, senkte das Kursziel aber dennoch deutlich. Die Analysten erwarten solide Zahlen für das vierte Quartal 2025, warnen jedoch vor enttäuschenden Prognosen für das erste Quartal 2026. Der Vergleich mit dem starken Vorjahresquartal dürfte schwierig werden.

Der Konsens der Wall Street hat sich verschoben: Das durchschnittliche Zwölfmonatsziel liegt mittlerweile bei etwa 60 Dollar, zuvor waren es über 70 Dollar. Die Bewertung spiegelt die Sorge wider, dass das Wachstum strukturell gebremst wird.

Solide Geschäftszahlen reichen nicht

Die operativen Zahlen der ersten neun Monate 2025 zeigen noch Stärke: Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 2,05 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 22 Prozent auf 256 Millionen Dollar. Im dritten Quartal lag der Gewinn je Aktie bei 0,45 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 0,44 Dollar.

Doch der Markt blickt nach vorn – und dort trübt sich das Bild ein. Für 2025 wird ein Umsatzwachstum von 18 Prozent erwartet, für 2026 nur noch 16 Prozent. Die Kundenbindungsrate von über 95 Prozent zeigt zwar, dass bestehende Kunden bleiben, die Wachstumsdynamik lässt jedoch nach. Die Konkurrenz durch „Walled Gardens“ wie Google und Amazon belastet die Bewertung zusätzlich.

Aktienrückkauf als Vertrauenssignal

Das Management hat ein Rückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar autorisiert – ein klares Signal, dass die Führung die Aktie für unterbewertet hält. Investoren bleiben dennoch zurückhaltend. Die Sorge ist, dass KI-gestützte Suchmaschinen künftig klassische Ad-Tech-Vermittler umgehen könnten, was das Geschäftsmodell unabhängiger DSPs fundamental verändern würde.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 17,8 Milliarden Dollar notiert The Trade Desk deutlich unter historischen Durchschnittswerten. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen seine Premium-Positionierung verteidigen kann, während Wettbewerber die Preise drücken.

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