Nasdaq 100: Erholung nach Öl-Schock

US-Börsen erholen sich nach geopolitischen Spannungen. Technologiewerte und Krypto-Aktien treiben den Nasdaq 100 an, während der Anleihenmarkt ein ungewöhnliches Inflationssignal sendet.

Kurz zusammengefasst:
  • Erholung nach massiven Kursschwankungen am Vortag
  • Technologie- und Chipwerte führen die Rally an
  • GitLab-Aktie stürzt trotz guter Quartalszahlen ab
  • Anleihenrenditen steigen trotz geopolitischer Risiken

Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch erholt. Der Nasdaq 100 legte um rund 1,5% zu und schloss bei etwa 25.095 Punkten. Der Dow Jones gewann 238 Punkte (+0,49%), während der S&P 500 um 0,78% stieg. Auslöser der Erholung: Die Ölpreise gaben nach einem massiven Anstieg am Vortag wieder nach, nachdem sich Anzeichen für eine Entspannung im US-Iran-Konflikt mehrten.

Die Woche bleibt geprägt von heftigen Kursschwankungen. Am Dienstag hatte der QQQ-ETF noch 1,07% verloren und war zeitweise um 2,7% abgesackt. Auch der Dow Jones war zwischenzeitlich um mehr als 1.200 Punkte eingebrochen. Die Volatilität spiegelt die Unsicherheit wider: Irans Drohung, die Straße von Hormuz zu blockieren – durch die 20% des weltweiten Ölhandels fließen – hatte die Märkte in Alarmbereitschaft versetzt.

NASDAQ 100

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Krypto und Chips treiben Tech-Rally

Technologieaktien führten die Erholung an. MicroStrategy legte in der Spitze 7,8% zu, nachdem Bitcoin am Mittwoch die Marke von 71.000 Dollar durchbrochen hatte. Coinbase gewann 5,6%, Circle 2,9%. Auch Chipwerte zeigten Stärke: Micron Technology und AMD stiegen jeweils über 5%, Broadcom und Nvidia legten mehr als 1% zu.

Auf der Verliererseite stand GitLab. Die Aktie stürzte um bis zu 10% ab – trotz starker Quartalszahlen. Der Umsatz von 260,4 Millionen Dollar lag über den Erwartungen von 252,2 Millionen Dollar, der Gewinn je Aktie von 0,30 Dollar übertraf die Prognose von 0,23 Dollar deutlich.

Das Problem: Der Ausblick enttäuschte. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet GitLab mit einem Gewinn je Aktie von 0,76 bis 0,80 Dollar – ein Rückgang gegenüber den 0,96 Dollar des Vorjahres. Zudem liegt die Umsatzprognose für das erste Quartal mit 253 bis 255 Millionen Dollar knapp unter der Analystenschätzung von 256 Millionen Dollar. Bernstein vermerkte, dass GitLab bereits zum vierten Mal in Folge unter den Konsenserwartungen guidet.

Anleihen senden ungewöhnliches Signal

Bemerkenswert reagierte der Anleihenmarkt. Normalerweise flüchten Investoren in Krisenzeiten in die vermeintlich sicheren US-Staatsanleihen – die Kurse steigen, die Renditen fallen. Diesmal ist es anders: Die Renditen klettern, weil Anleger befürchten, dass höhere Energiepreise die Inflation anheizen und die Fed zu einer restriktiveren Geldpolitik zwingen könnten.

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Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 3 Basispunkte auf 4,094%. Der VIX-Volatilitätsindex – das Barometer für Marktangst – kletterte am Dienstag auf 23,57 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit drei Monaten.

Öl verteuerte sich am Dienstag drastisch: US-Rohöl legte um 5,9% auf 75,40 Dollar je Barrel zu, Brent-Öl gewann 5,8% auf 82,14 Dollar – der höchste Stand seit Juli 2024. Der Dollar-Index zog um 0,95% an und erreichte ein Fünf-Wochen-Hoch.

Globale Märkte unter Druck

Die Turbulenzen erfassten auch andere Märkte. In Dubai brach der Leitindex um 4,9% ein – der schlechteste Tag seit Mai 2022. Abu Dhabis Hauptindex verlor über 3%. Südkoreas Kospi stürzte um mehr als 12% ab, der stärkste Rückgang seit Jahrzehnten. Die Börse musste den Handel zeitweise aussetzen.

Goldman Sachs-Chef David Solomon zeigte sich überrascht von der verhaltenen Marktreaktion: „Angesichts des Ausmaßes der Ereignisse hätte ich eine stärkere Reaktion erwartet.“

Arbeitsmarktdaten im Fokus

Am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht für Februar an. Die Zahlen dürften entscheidend für die Zinspolitik der Fed werden – zumal die ölinduzierten Inflationssorgen die Erwartungen an Zinssenkungen bereits dämpfen. Technisch bewegt sich der Nasdaq 100 unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts. Widerstand liegt bei 25.300 bis 25.500 Punkten, Unterstützung zeigt sich im Bereich von 24.000 Punkten.

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