Warum steigt der Kurs eines Unternehmens, dessen Fabrikhallen seit über fünf Jahren verwaist sind? Northern Jute Manufacturing erlebt derzeit einen massiven Kursanstieg, der Fragen aufwirft. Innerhalb nur eines Monats kletterte die Aktie an der Dhaka Stock Exchange (DSE) um mehr als 60 Prozent, obwohl der operative Betrieb längst eingestellt wurde.
Keine Erklärung für Kursplus
Die Börsenaufsicht forderte angesichts der ungewöhnlichen Volatilität eine Stellungnahme des Unternehmens an. Die Reaktion vor wenigen Tagen fiel eindeutig aus: Es liegen keine geheimen, kursrelevanten Informationen vor, die den Preissprung rechtfertigen könnten. Konkret stieg der Wert des Papiers von 85,7 Taka am 5. Februar auf bis zu 139,2 Taka am 2. März.
Dieser Anstieg steht im krassen Gegensatz zur wirtschaftlichen Situation. Seit Februar 2020 ruht die Produktion vollständig. Grund dafür sind eingefrorene Bankkonten im Zuge des weitreichenden „Prasanta Kumar Halder“-Kreditskandals. Ohne Zugriff auf liquide Mittel kann das Unternehmen weder Rohstoffe einkaufen noch Löhne oder Lieferanten bezahlen.
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Stillstand und fehlende Transparenz
Die Intransparenz setzt sich in der Finanzberichterstattung fort. Seit dem Geschäftsjahr 2019-2020 hat Northern Jute Manufacturing keine Bilanzen mehr veröffentlicht. Eine Inspektion der DSE im Jahr 2024 bestätigte zudem, dass das Fabrikgelände weiterhin komplett geschlossen ist. Eine Wiederaufnahme der Produktion von Jute-Garnen für den Export ist unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich.
Zwar profitiert der globale Jute-Sektor grundsätzlich vom Trend zu nachhaltigen Materialien und strengeren Umweltauflagen. Doch für Northern Jute Manufacturing bleibt dieser Marktaufschwung ohne Folgen, solange die rechtlichen und finanziellen Blockaden bestehen. Der aktuelle Kursanstieg entbehrt einer fundamentalen Grundlage und bleibt vollständig von der operativen Realität entkoppelt.
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