BioNTech Aktie: Krebsmittel überzeugt Fachwelt
BioNTechs Lungenkrebsmittel Gotistobart zeigt in klinischer Studie deutlichen Überlebensvorteil. Während die Daten die Fachwelt überzeugen, belastet die angekündigte Führungsumbildung die Aktie.

Kurz zusammengefasst
- Krebsmedikament halbiert Sterberisiko in Studie
- Aktienkurs nähert sich Jahres-Tiefststand
- Gründer kündigen Fokuswechsel an
- Entscheidende Zulassungsstudie läuft bereits
BioNTech treibt den Wandel vom reinen Impfstoffhersteller zum breiten Onkologie-Konzern weiter voran. Jüngste Studiendaten zu einem vielversprechenden Lungenkrebs-Medikament wurden nun in einem renommierten Fachmagazin veröffentlicht und untermauern die klinische Wirksamkeit. Gleichzeitig sorgt ein angekündigter Umbruch an der Unternehmensspitze für Gesprächsstoff bei Investoren.
Am vergangenen Freitag publizierte das Journal Nature Medicine die Ergebnisse der ersten Phase der PRESERVE-003-Studie. Im Zentrum steht der Antikörper Gotistobart, der bei Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs (NSCLC) eingesetzt wird, die auf vorherige Therapien nicht mehr ansprechen. Die Daten belegen einen deutlichen Überlebensvorteil gegenüber der Standard-Chemotherapie. Nach durchschnittlich 14,5 Monaten lebten noch 55,6 Prozent der mit Gotistobart behandelten Patienten, verglichen mit 23,8 Prozent in der Kontrollgruppe. Das Risiko zu versterben reduzierte sich um 54 Prozent.
Neben der Wirksamkeit beleuchteten die Forscher auch das Sicherheitsprofil. Schwere Nebenwirkungen traten im Gotistobart-Arm bei 42,2 Prozent der Patienten auf, was leicht unter dem Wert der Chemotherapie-Gruppe lag. Allerdings mussten 13,3 Prozent der Probanden die Antikörper-Behandlung aufgrund von Begleiterscheinungen abbrechen.
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Trotz dieser klinischen Fortschritte steht das Wertpapier an der Börse spürbar unter Druck. Mit einem Kursrutsch in die unmittelbare Nähe des 52-Wochen-Tiefs von 72,50 Euro spiegelt sich die aktuelle Skepsis der Anleger wider. Ein wesentlicher Grund für diese Zurückhaltung ist die Ankündigung der Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci, sich künftig auf ein neues Unternehmen für mRNA-Innovationen konzentrieren zu wollen.
Die entscheidende Studienphase läuft
Um die massiven Investitionen in die Onkologie-Pipeline in kommerzielle Produkte umzumünzen, benötigt BioNTech nun die finalen Daten. Die zulassungsrelevante zweite Phase der PRESERVE-003-Studie ist bereits im Gange.
Weltweit sollen rund 500 Patienten an verschiedenen klinischen Zentren rekrutiert werden, um die bisherigen Ergebnisse auf eine breitere Basis zu stellen. Der Abschluss dieser groß angelegten Untersuchungen markiert den nächsten kritischen Meilenstein für den Mainzer Konzern auf dem Weg zum angepeilten Multi-Produkt-Unternehmen bis zum Jahr 2030.
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