Ein Kursrutsch von über 15% hat Energy Fuels Ende Januar auf dem falschen Fuß erwischt. Auslöser war offenbar ein missverstandenes Papier des US-Energieministeriums – doch im Hintergrund schwelt ein anderes Thema weiter: der hohe Mittelabfluss im laufenden Betrieb, während der Konzern gleichzeitig Uran- und Seltene-Erden-Projekte vorantreibt. Wie viel Substanz steckt hinter dem Abverkauf?
- Kursrückgang: gestern über 15%
- Auslöser: DOE-„Request for Information“ (RFI) zu „Nuclear Lifecycle Innovation Campuses“
- Frist im Dokument: Rückmeldungen bis 1. April
- Operativer Cashburn (letzte 12 Monate): nahe 146 Mio. US-Dollar
DOE-Dokument als Trigger
Gestern geriet die Aktie deutlich unter Druck, zeitgleich mit der Veröffentlichung eines „Request for Information“ (RFI) des US-Energieministeriums. Darin werden Bundesstaaten aufgefordert, Interesse an Standorten für „Nuclear Lifecycle Innovation Campuses“ zu bekunden – also Einrichtungen rund um den nuklearen Brennstoffkreislauf.
Wichtig: Das Papier nannte keine Unternehmen und hatte den Charakter eines frühen Planungsschritts. In der Marktreaktion wurde das laut Bericht teils anders gelesen, was den schnellen Abverkauf mit erklären könnte. Nach dem kräftigen Kurslauf der vergangenen zwölf Monate dürfte zudem Gewinnmitnahme eine Rolle gespielt haben.
Cashburn bleibt der Knackpunkt
Abseits des tagesaktuellen Auslösers schauen Investoren auf die Finanzkennzahlen – vor allem auf den Abstand zwischen Ausgaben und Erträgen. Der operative Cashburn der vergangenen zwölf Monate lag laut Bericht bei knapp 146 Mio. US-Dollar. Das passt zu einer Phase hoher Investitionen, erhöht aber den Druck, dass aus Wachstum irgendwann auch Ergebnis wird.
Auf der operativen Seite gab es zuletzt immerhin Fortschritte beim Uranabsatz: Im dritten Quartal 2025 meldete Energy Fuels Verkäufe von 240.000 Pfund Uran. Für das vierte Quartal stellte das Unternehmen stärkere Verkäufe von 360.000 Pfund in Aussicht. Unterm Strich reichte das im dritten Quartal 2025 jedoch noch nicht für die Gewinnzone: Das Unternehmen wies einen Nettoverlust aus.
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Uran und Seltene Erden: Strategie mit Hebel
Die Equity-Story setzt auf zwei strategische Felder: Uran und Seltene Erden. Als Schlüsselasset gilt die White Mesa Mill in Utah, die Infrastruktur sowohl für die Uranproduktion als auch für die Trennung Seltener Erden in den USA liefert.
Das fügt sich in den politischen Rückenwind ein, Lieferketten bei kritischen Rohstoffen breiter aufzustellen und Abhängigkeiten zu reduzieren. Im Januar legte Energy Fuels zudem eine aktualisierte Machbarkeitsstudie für das Seltene-Erden-Projekt Toliara in Madagaskar vor.
Im Blick bleibt damit ein Spannungsfeld: Der Sektor profitiert von strukturellen Trends (steigende Nachfrage nach Kernenergie sowie nach Seltenen Erden für E-Mobilität und erneuerbare Technologien) – gleichzeitig dürfte die Debatte um die Finanzierungskraft und den Cashburn kurzfristig weiter mitbestimmen, wie viel Geduld der Markt dem Wachstumskurs einräumt.
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