Innerhalb einer einzigen Woche stehen bei Xiaomi zwei Ereignisse an, die den Kurs in beide Richtungen bewegen können. Heute Abend präsentiert das Unternehmen die nächste SU7-Generation — und nur fünf Tage später, am 24. März, folgen die vollständigen Jahreszahlen 2025. Möglicherweise inklusive einer historischen Premiere.
Solide Basis, aber ein Quartal mit Schatten
Die operativen Vorberichte stimmen grundsätzlich positiv. Im zweiten Quartal 2025 verbuchte Xiaomi einen Rekordumsatz von 116 Milliarden Renminbi — ein Plus von 30,5 Prozent — bei einem bereinigten Nettogewinn, der sich mehr als verdoppelt hat. In den ersten neun Monaten des Jahres wuchs der Umsatz um rund 32,5 Prozent.
Das vierte Quartal trübte das Bild leicht ein. Global rutschte Xiaomi auf Platz drei, die Smartphone-Auslieferungen gingen um 11,4 Prozent auf rund 37,8 Millionen Einheiten zurück. Wie stark das die Jahresmarge belastet, wird der 24. März zeigen.
Erstdividende als Vertrauensbeweis
Neben den Zahlen steht ein potenziell symbolträchtiges Ereignis auf der Agenda: Erstmals seit dem Börsengang könnte der Vorstand eine Abschlussdividende beschließen. Bei Barreserven von rund 141 Milliarden Yuan wäre die finanzielle Grundlage vorhanden. Für Investoren wäre das Signal eindeutig — das Management würde damit signalisieren, dass die Profitabilität trotz laufender Milliarden-Investitionen in Elektroautos, Halbleiter und KI als dauerhaft tragfähig gilt.
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EV-Sparte liefert, Gegenwind bleibt
Das Elektrofahrzeugsegment bleibt der stärkste Wachstumstreiber. Im dritten Quartal 2025 erzielte die Smart-EV-Sparte erstmals einen operativen Gewinn von 700 Millionen RMB, die Bruttomarge sprang auf 25,5 Prozent — von 17,1 Prozent im Vorjahr. Sinkende Komponentenkosten und Skaleneffekte in der Fertigung treiben diesen Anstieg. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Fahrzeuge an, neue Werke in Peking und Wuhan sollen langfristig eine Jahreskapazität von über einer Million Einheiten ermöglichen.
Allerdings lauern Belastungsfaktoren. Speicherpreise sind laut Counterpoint Research im laufenden Quartal um 80 bis 90 Prozent gestiegen. Xiaomi hält die Preise seiner Flaggschiff-Smartphones stabil — was Marktanteile sichert, aber die Marge unter Druck setzt. Zusätzlich eskaliert in Indien ein Steuerstreit: Eine vorläufige Forderung von 72 Millionen US-Dollar könnte inklusive Strafen auf über 150 Millionen US-Dollar anwachsen, rund 610 Millionen US-Dollar an Unternehmensvermögen sind eingefroren.
Aktie weit vom Jahreshoch entfernt
Der Markt bewertet die Situation noch zurückhaltend. Die Aktie notiert rund 44 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs vom vergangenen März — ein Abstand, der zeigt, dass Anleger handfeste Belege für eine nachhaltige Margenverbesserung erwarten. Erschwerend kommt hinzu, dass Huawei seine Frühjahrs-Produktpräsentation für den 23. März angesetzt hat — einen Tag vor Xiaomis Ergebnistag. Der Wettbewerbsdruck im chinesischen Heimatmarkt bleibt damit ein ständiger Begleiter. Ob Jahreszahlen und eine mögliche Erstdividende am 24. März ausreichen, um die Lücke zum alten Hoch zu schließen, hängt vor allem davon ab, wie überzeugend Xiaomi die Margenentwicklung im Gesamtjahr präsentiert.
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