Volkswagen sorgt für offene Münder am Parkett. Statt der vom Management ursprünglich in Aussicht gestellten Nullrunde beim Cashflow meldet der Autoriese plötzlich Milliardenüberschüsse und lässt sämtliche Analystenschätzungen weit hinter sich. Ist das der lang ersehnte Beweis, dass der strikte Sparkurs in Wolfsburg endlich Früchte trägt?
Die Fakten im Überblick:
- Netto-Cashflow: Rund 6 Mrd. Euro (Prognose: ~0 Euro).
- Nettoliquidität: Anstieg auf über 34 Mrd. Euro.
- Investitionsquote: Senkung auf 12 % (Vorjahr: 14,3 %).
- Reaktion: Deutsche Bank erhöht Kursziel auf 120 Euro.
Die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität könnte kaum größer sein. Während der Konzern für das Jahr 2025 im Automobilgeschäft lediglich von einem ausgeglichenen Cashflow ausging, stehen nun rund 6 Milliarden Euro in den Büchern. Das übertrifft selbst die optimistischsten Marktschätzungen von einer Milliarde Euro um ein Vielfaches.
Eiserne Disziplin zahlt sich aus
Verantwortlich für diesen Geldregen sind vor allem zwei Faktoren: eine strikte Ausgabenkontrolle und effizienteres Management. Konzernchef Oliver Blume hat die Investitionsquote (Capex) spürbar auf 12 Prozent der Umsatzerlöse gedrückt. Gleichzeitig gelang es dem Konzern zum Jahresende überraschend gut, Lagerbestände abzubauen und im sogenannten Working Capital gebundenes Geld freizusetzen.
Diese Zahlen werten Marktbeobachter als erstes greifbares Indiz dafür, dass die internen Strukturreformen greifen. Trotz eines Absatzrückgangs im vierten Quartal konnte die Liquidität massiv gesteigert werden. Auch die geopolitische Entspannung – nachdem US-Zolldrohungen vom Tisch sind – spielt dem exportorientierten Konzern in die Karten. Analysten reagierten prompt: Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel auf 120 Euro an und bezeichnete den Free Cashflow als „überraschend hoch“.
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Charttechnik und Marktlage
Der massive positive Impuls spiegelt sich im Kursverlauf wider. Aktuell notiert die Aktie bei 104,85 Euro und verzeichnet auf Wochensicht ein Plus von 3,35 Prozent.
Technisch hat sich das Bild damit deutlich aufgehellt. Der Kurs konnte sich über den 50-Tage-Durchschnitt bei 102,91 Euro schieben, was kurzfristig als bullisches Signal zu werten ist. Interessant ist dabei der Blick auf die Indikatoren: Mit einem RSI (14) von 27,8 wirkt der Titel trotz der jüngsten Erholung keineswegs überhitzt, sondern hat rein rechnerisch noch Luft nach oben, bevor er als überkauft gilt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 110 Euro beträgt nur noch rund 4,6 Prozent.
Der Fokus verschiebt sich nun auf den 10. März 2026. An diesem Datum muss Volkswagen im vollständigen Geschäftsbericht beweisen, dass dieser Cash-Boom nachhaltig ist und nicht nur auf Einmaleffekten im Working Capital basiert. Gelingt es den Käufern bis dahin, das Niveau oberhalb der 105-Euro-Marke zu etablieren, rückt das Jahreshoch in greifbare Nähe.
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