BASF Aktie: Neue Impulse

Warburg Research hebt Kursziel für BASF deutlich an, während der neue Steamcracker in China den Betrieb aufnimmt. Analysten bleiben jedoch gespalten über die Aussichten für 2026.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursziel von Warburg auf 53 Euro erhöht
  • Neuer Steamcracker in Zhanjiang in Betrieb
  • Hohe Analysten-Spannbreite bei Bewertung
  • Wichtige Quartalszahlen Ende Februar erwartet

Warburg Research wagt den Vorstoß, während der neue Großstandort in China den Betrieb aufnimmt: Für die BASF Aktie treffen derzeit ein deutlich erhöhtes Kursziel und ein zentraler operativer Meilenstein aufeinander. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob 2026 tatsächlich zur Trendwende für den Chemiekonzern werden kann.

Warburg wird optimistischer

Warburg Research hat seine Einschätzung überarbeitet und stuft die Aktie nun von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Entscheidend ist dabei vor allem die Anhebung des Kursziels von 43 auf 53 Euro. Begründet wird der Schritt mit der Erwartung einer operativen Trendwende im Geschäftsjahr 2026 nach einem schwächeren 2025.

BASF

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Die aktuelle Bewertung liefert dafür Spielraum:
Der Kurs liegt mit 44,37 Euro praktisch auf dem 50-Tage-Durchschnitt und nur leicht über der 200-Tage-Linie. Gleichzeitig notiert die Aktie rund 18 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 53,98 Euro. Von einer Überhitzung ist also keine Spur.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • Aktueller Kurs: 44,37 Euro
  • Abstand zum 52‑Wochen-Hoch: rund -18 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Tief (39,76 Euro): rund +12 %
  • RSI (14 Tage): 42,3 (keine überkaufte Situation)

Aus technischer Sicht wirkt der Titel damit eher konsolidiert als ausgereizt. Das passt zur Warburg-These, dass ein verbessertes Umfeld und steigende Erträge die Bewertung 2026 nach oben ziehen könnten.

Analysten uneins

Trotz des optimistischen Tons von Warburg herrscht kein Konsens. Andere Häuser bleiben deutlich zurückhaltender und zeichnen ein anderes Bild:

  • Berenberg: Einstufung „Sell“, Kursziel 38 Euro
  • Deutsche Bank: Einstufung „Hold“, Kursziel 45 Euro

Zwischen dem niedrigsten Kursziel (38 Euro) und dem neuen Warburg-Ziel (53 Euro) liegt eine Spanne von 15 Euro. Diese Differenz signalisiert hohe Unsicherheit über die Ertragskraft der kommenden Jahre. Gleichzeitig eröffnet sie aber eine breite Interpretationsbandbreite, wie stark sich eine mögliche Erholung im Kurs widerspiegeln könnte.

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Der Markt selbst zeigt bislang nur eine moderate Bewegung: Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Performance bei knapp +3 %, seit Jahresanfang und auf 7‑Tage-Basis minimal im Minus. Das spricht eher für eine abwartende Haltung, während Investoren die neuen Einschätzungen einordnen.

Strategischer Meilenstein in China

Parallel zur Analysten-Debatte meldet BASF Fortschritte bei seinem wichtigsten Großprojekt: Am neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang wurde der zentrale Steamcracker in Betrieb genommen. Diese Anlage bildet das Herzstück des Standorts und ist für die Versorgung nachgelagerter Produktionsstufen entscheidend.

Die Eckpunkte des Projekts:

  • Kapazität: rund 1 Million Tonnen Ethylen pro Jahr
  • Technologie: Hauptkompressoren werden vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben
  • Rolle im Verbund: Versorgung der lokalen Weiterverarbeitung und Stärkung der Wertschöpfungstiefe im asiatischen Markt

Damit unterstreicht das Unternehmen, dass die strategisch bedeutende Expansion in China planmäßig umgesetzt wird – trotz aller Diskussionen um Abhängigkeiten und Standortverlagerungen. Die Anlage soll mittelfristig dazu beitragen, die Position im weltweit wichtigsten Wachstumsmarkt der Chemie zu festigen.

Chartbild und nächster Termin

Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit in einer Zwischenzone: Sie notiert knapp unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 44,47 Euro, aber über der 200‑Tage-Linie bei 43,71 Euro. Der Abstand zum 52‑Wochen-Tief von 39,76 Euro beträgt gut 11 %, was auf eine gewisse Stabilisierung hindeutet, während zum 52‑Wochen-Hoch noch Luft nach oben bleibt.

Wesentlicher nächster Fixpunkt ist der 27. Februar 2026. Dann legt der Konzern die Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2025 vor. Konsensschätzungen sehen den Gewinn je Aktie für 2025 bei etwa 2,59 Euro. Die Dividende wird bei rund 2,25 Euro erwartet, womit der Titel für ertragsorientierte Investoren attraktiv bleibt.

Im Zusammenspiel aus höherem Warburg-Kursziel, weiterhin skeptischen Gegenstimmen, dem operativen Fortschritt in Zhanjiang und einem technisch eher neutralen Bild dürfte genau dieser Termin entscheidend dafür werden, ob sich die von Warburg erwartete Trendwende im Jahr 2026 im Kursfundament verankern kann.

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