Micron Aktie: Rekordjagd vor Zahlen

Microns HBM-Speicher ist für 2026 ausverkauft, während vier Wall-Street-Häuser ihre Kursziele deutlich anheben. Die Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Hoch vor den Quartalszahlen am 18. März.

Kurz zusammengefasst:
  • HBM4-Speicher für 2026 komplett ausgebucht
  • Vier Analystenhäuser erhöhen Kursziele deutlich
  • Aktie markiert neues 52-Wochen-Hoch bei 371,80 Euro
  • Quartalszahlen mit starken Wachstumserwartungen

Microns HBM4-Speicher ist für dieses Jahr ausverkauft — und das Unternehmen hat das noch gar nicht offiziell bestätigt. Die Quartalszahlen folgen am 18. März, doch der Markt preist das Ergebnis bereits ein. Gleich vier Wall-Street-Häuser erhöhten am Freitag ihre Kursziele, die Aktie legte gegen den schwächelnden Gesamtmarkt rund 5 Prozent zu und markierte ein neues 52-Wochen-Hoch bei 371,80 Euro.

Analysten übertreffen sich gegenseitig

Wedbush hob das Kursziel von 320 auf 500 US-Dollar an. Susquehanna ging noch weiter: von 345 auf 525 Dollar. Citigroup erhöhte auf 430 Dollar und verwies auf sich verbessernde Speicherpreise. Citi-Analyst Atif Malik erwartet, dass die durchschnittlichen DRAM-Verkaufspreise 2026 um 171 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen könnten — getrieben von KI-Rechenzentren. Für NAND-Speicher prognostiziert er ein Plus von 127 Prozent, gestützt durch starke Nachfrage nach Enterprise-SSDs.

Micron

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Die Botschaft hinter den Hochstufungen ist eindeutig: Der aktuelle Speicherzyklus ist kein gewöhnlicher Aufschwung, sondern strukturell durch KI-Investitionen unterfüttert.

HBM4 ausverkauft, Kapazitäten im Aufbau

Microns Hochleistungsspeicher HBM — unverzichtbar für KI-Prozessoren — ist für das laufende Jahr vollständig ausgebucht. Das Management erwartet, dass der HBM-Markt bis 2028 auf 100 Milliarden Dollar wächst, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 40 Prozent. Um mitzuwachsen, plant Micron langfristige Investitionen von fast 200 Milliarden Dollar in neue Fertigungskapazitäten.

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Parallel dazu läuft der globale Produktionsausbau auf Hochtouren: In Sanand, Indien, entstand ein neues Halbleiterwerk für 2,75 Milliarden Dollar. In Clay, New York, wurde der Grundstein für einen 100-Milliarden-Dollar-Komplex gelegt, der bis zu vier Fertigungsanlagen beherbergen soll. Zudem unterzeichnete Micron eine exklusive Absichtserklärung zum Kauf einer Produktionsstätte in Taiwan für 1,8 Milliarden Dollar.

Was am 18. März auf dem Spiel steht

Analysten erwarten für das zweite Geschäftsquartal einen Gewinn je Aktie von 8,74 Dollar — ein Anstieg von 460 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz soll 19,03 Milliarden Dollar übertreffen, was einem Jahreswachstum von 136 Prozent entspräche. Im Vorquartal hatte Micron bereits mit 13,64 Milliarden Dollar die Erwartungen von 12,91 Milliarden Dollar deutlich übertroffen.

Die Latte liegt hoch. Microns Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als vervierfacht — wer jetzt kauft, wettet darauf, dass Rekordguidance auch Rekordausführung bedeutet. Ein strukturelles Risiko bleibt dabei im Blick: Neue Produktionskapazitäten brauchen Jahre bis zur Fertigstellung und treffen historisch oft auf einen abkühlenden Speicherzyklus. Ob die aktuelle Preisdynamik lange genug anhält, um Microns Expansionspläne zu tragen, zeigen die Zahlen am Dienstagabend.

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