Paramount Skydance hat sich in einem wochenlangen Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery durchgesetzt – und verdrängt dabei Netflix als ursprünglich favorisierten Käufer. Der Deal mit einem Volumen von 110 Milliarden Dollar markiert eine der größten Medienkonsolidierungen in der Geschichte Hollywoods und formt die globale Streaming- und Studiolandschaft neu.
Paramount zahlt 31 Dollar je Aktie – Netflix steigt aus
Die beiden Konzerne haben eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet. Paramount bietet 31 Dollar je Aktie in bar – ein Unternehmenswert von 110 Milliarden Dollar, bewertet mit dem 7,5-fachen des synergiebereinigten EBITDA für 2026. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben dem Deal zugestimmt. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der Genehmigung durch Aufsichtsbehörden und Aktionäre. Die Abstimmung soll im Frühjahr 2026 stattfinden.
Netflix zog seine Offerte zurück. Co-CEOs Sarandos und Peters erklärten, der Deal sei „finanziell nicht mehr attraktiv“. Die Reaktionen an der Börse fielen deutlich aus: Netflix-Aktien sprangen nachbörslich um 10 Prozent, Paramount legte 5 Prozent zu. Warner Bros. Discovery verlor dagegen 2 Prozent.
Vom Netflix-Deal zum Paramount-Triumph
Die Weichen für diese Übernahme wurden bereits im November 2025 gestellt, als Warner Bros. Discovery strategische Alternativen zu einer geplanten Unternehmensspaltung prüfte. Am 4. Dezember 2025 schloss der Konzern zunächst eine Fusionsvereinbarung mit Netflix – Studio- und Streaming-Assets sollten dorthin wandern, während das Geschäft mit linearen Fernsehsendern abgespalten werden sollte.
Doch Paramount ließ nicht locker. Im Dezember 2025 startete der Konkurrent ein rivalisierendes Barangebot und erhöhte dieses in den Folgemonaten mehrfach. Nach einer vertraglichen Freigabe durch Netflix im Februar 2026 nahm Warner Bros. Discovery die Verhandlungen mit Paramount wieder auf. In einem intensiven Wochenende virtueller Gespräche hob Paramount sein Angebot von 30 auf 31 Dollar je Aktie an – und bot zusätzlich eine „Ticking Fee“ für jeden Quartalszeitraum, den die Transaktion durch Regulierungsprüfungen verzögert würde.
Am 26. Februar 2026 stufte der Verwaltungsrat das überarbeitete Paramount-Angebot als überlegen gegenüber der Netflix-Vereinbarung ein.
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Was für Aktionäre drin ist
Paramount bietet umfassende Absicherungen: Neben den 31 Dollar je Aktie zahlt der Konzern ab dem 1. Oktober 2026 eine Ticking Fee von 0,25 Dollar je Aktie und Quartal, falls sich der Vollzug verzögert. Hinzu kommt eine Regulierungs-Ausstiegsgebühr von 7 Milliarden Dollar, die Paramount zahlt, sollte der Deal an behördlichen Auflagen scheitern. Auch die 2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe, die Warner Bros. Discovery an Netflix zahlen müsste, übernimmt Paramount.
Das fusionierte Unternehmen vereint bedeutende Franchises unter einem Dach: Game of Thrones, Mission Impossible, Harry Potter, Top Gun, das DC-Universum und SpongeBob SquarePants.
Umstrukturierung und Regulierung als nächste Hürden
Die ursprünglich geplante Abspaltung der Kabelkanäle in ein separates Unternehmen namens Discovery Global dürfte vom Tisch sein. Stattdessen werden CNNs, TNT, TBS, Cartoon Network, Discovery Channel, Animal Planet, Food Network und HGTV voraussichtlich in die bestehende Kanalgruppe von Paramount integriert. Auch bei den Studios steht eine umfassende Neuordnung bevor – zwischen Paramount Pictures und Warner Bros. Pictures sowie den TV-Studios beider Konzerne wird konsolidiert werden müssen.
CEO David Zaslav rechnet mit einer Schließungsdauer von mindestens sechs bis zwölf Monaten. Paramount hat bereits eine Wartefrist nach dem Hart-Scott-Rodino-Gesetz erfüllt und argumentiert, dass es keine gesetzlichen US-Hindernisse gebe. Dennoch bleibt die Prüfung durch das Justizministerium offen, das sich auf die Auswirkungen auf die Kinoindustrie konzentriert. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta machte deutlich, dass auch auf Bundesstaatsebene noch Hürden lauern könnten.
Warner Bros. Discovery meldete für das vierte Quartal Erlöse von 9,46 Milliarden Dollar – ein Rückgang um 7 Prozent im Jahresvergleich, aber über den Analystenschätzungen von 9,31 Milliarden. Der Nettoverlust verringerte sich von 494 auf 252 Millionen Dollar. Die Zahl der Streaming-Abonnenten stieg um 12,5 Prozent auf 131,6 Millionen.
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