Kaum ist die Tinte unter dem Milliarden-Vertrag in Dänemark trocken, meldet der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail bereits den nächsten Vollzug. Nur wenige Tage nach dem historischen Erfolg in Skandinavien sicherten sich die Thurgauer gestern einen strategisch wichtigen Auftrag der türkischen Staatsbahn. Diese dichte Abfolge neuer Projekte unterstreicht die massive Nachfrage nach den Mobilitätslösungen des Konzerns und füllt die Auftragsbücher nachhaltig.
Strategische Expansion am Bosporus
Wie das Unternehmen bestätigte, unterzeichnete Stadler einen Liefervertrag mit der türkischen Eisenbahngesellschaft TCDD Taşımacılık. Die Vereinbarung umfasst 35 diesel-elektrische Lokomotiven des Typs EURO4001. Für Stadler ist dies ein entscheidender Schritt, um im türkischen Markt Fuß zu fassen, der als logistische Drehscheibe zwischen Europa und Asien zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die bestellten Lokomotiven sind speziell für den Einsatz auf Hauptstrecken konzipiert. Sie punkten mit hoher Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig niedrigen Emissionswerten – eine Kombination, die sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr gefordert ist.
Rückenwind aus Skandinavien
Der neue Abschluss in der Türkei folgt unmittelbar auf einen der größten Erfolge der jüngeren Unternehmensgeschichte. Erst am vergangenen Freitag erhielt ein Konsortium aus Stadler und Siemens Mobility den Zuschlag für die Lieferung von 226 S-Bahnen für Kopenhagen.
Das Gesamtvolumen dieses dänischen Projekts beläuft sich auf rund 3 Milliarden Euro. Stadler übernimmt dabei die Fertigung der Wagenkästen und die Endmontage, während Siemens die Signaltechnik liefert. Eine Option auf bis zu 100 weitere Züge bietet zudem langfristiges Zusatzpotenzial.
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Breite des Portfolios überzeugt
Die Kombination dieser beiden Aufträge demonstriert die technologische Bandbreite der Schweizer. Während in Dänemark hochkomplexe, fahrerlose Systeme gefragt sind, liefert Stadler in die Türkei robuste Diesel-Technologie für anspruchsvolle Streckenprofile. Diese Diversifizierung reduziert die Abhängigkeit von einzelnen regionalen Märkten erheblich.
Die Fakten im Überblick:
- Türkei (Neu): 35 Lokomotiven (Typ EURO4001) für TCDD.
- Dänemark (Vorwoche): 226 S-Bahnen im Konsortium mit Siemens (Volumen ca. 3 Mrd. Euro).
- Strategie: Parallele Erfolge in High-Tech- und Schwellenmärkten.
Mit diesen Abschlüssen sichert Stadler die Auslastung seiner Werke über Jahre hinweg. Der Fokus verschiebt sich nun von der Akquise auf die effiziente Abarbeitung dieser Großprojekte, um die daraus resultierenden Umsätze planmäßig zu realisieren.
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