Take-Two liefert starke Quartalszahlen – und setzt gleichzeitig den nächsten großen Fixpunkt: „Grand Theft Auto VI“ soll am 19. November 2026 erscheinen. Genau dieser Termin ist für viele Anleger der Taktgeber, weil er die Erwartungen an Wachstum und Profitabilität in den kommenden Jahren prägt. Doch wie stabil ist das Momentum, wenn die Branche gleichzeitig über KI-Umbrüche diskutiert?
Starke Zahlen, höhere Prognose
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertraf Take-Two die eigene Zielspanne bei den Net Bookings deutlich: 1,76 Mrd. US-Dollar lagen über der bisherigen Obergrenze von 1,6 Mrd. US-Dollar. Auch der Umsatz fiel mit 1,7 Mrd. US-Dollar höher aus als von Analysten erwartet (1,59 Mrd. US-Dollar).
Unterm Strich bleibt das Unternehmen zwar in den roten Zahlen, aber der Verlust schrumpfte: Der GAAP-Nettoverlust verbesserte sich auf 92,9 Mio. US-Dollar (0,50 US-Dollar je Aktie) nach 125,2 Mio. US-Dollar (0,71 US-Dollar je Aktie) ein Jahr zuvor. Entscheidend für den Markt: Take-Two hob den Ausblick an und erwartet für das Gesamtjahr nun Net Bookings von 6,65 bis 7,0 Mrd. US-Dollar – eine spürbare Aufwärtsrevision gegenüber der ursprünglichen Planung vom Mai 2025.
Wiederkehrende Erlöse tragen – Mobile liefert
Ein zentraler Treiber ist das Geschäft mit wiederkehrenden Ausgaben der Spieler. Dieses Segment legte um 23% zu und machte 76% der Net Bookings aus. Besonders stark entwickelten sich dabei mehrere Eckpfeiler gleichzeitig: NBA 2K (+30%), GTA Online (+27%) sowie das Mobile-Spiel Toon Blast (+43%), das zudem die Marke von 3 Mrd. US-Dollar an kumulierten Net Bookings überschritt.
Genau diese Mischung ist strategisch wichtig: Wiederkehrende Umsätze glätten das Geschäft, Mobile erweitert die Reichweite – und zusammen stützen sie die höhere Jahresprognose.
GTA VI als Schlüsseltermin – trotz KI-Gegenwind
CEO Strauss Zelnick verwies darauf, dass alle Labels im Quartal über den Erwartungen lagen und das Unternehmen deshalb erneut den Net-Bookings-Ausblick anhebt. Der Blick geht dabei bereits ins nächste Geschäftsjahr: Mit dem Launch von GTA VI am 19. November 2026 stellt das Management für das Geschäftsjahr 2027 Rekordwerte bei den Net Bookings in Aussicht.
Dass die Serie ein Schwergewicht ist, zeigt der Rückspiegel: GTA V wurde seit Veröffentlichung über 225 Millionen Mal verkauft. Zudem erwartet Take-Two auch bei GTA VI einen langen Atem durch In-Game-Käufe, die über Jahre Umsatz tragen können – Grand Theft Auto stand laut Artikel in der vergangenen Dekade für rund 30% der Gesamterlöse.
Gleichzeitig ist die Branche nervös wegen KI-Themen. Als Google „Project Genie“ vorstellte, das die Erstellung eigener Spiele per KI erleichtern soll, sorgte das laut Bericht für Unruhe im gesamten Sektor. Take-Two selbst spürte diese Stimmung ebenfalls: Nach Veröffentlichung der Q3-Zahlen rutschte die Aktie zunächst um mehr als 3%, bevor sie sich bis Ende Februar wieder erholte. Auf Wochensicht liegt der Titel aktuell 5,56% im Plus, bleibt aber über 30 Tage deutlich schwächer (-12,11%).
Pipeline: Nächster Release schon im März
Neben GTA VI ist die Release-Liste prall gefüllt: Genannt werden unter anderem Mafia: The Old Country, NBA 2K26, Borderlands 4, WWE 2K26 und Judas. Konkret wird es bereits am 13. März, dann soll WWE 2K26 erscheinen; Mafia: The Old Country ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.
Der Kern der Story bleibt damit klar: Take-Two zeigt operativ bessere Umsetzung und stärkt den Ausblick – der große Bewertungsanker für die nächsten Quartale ist aber der GTA-VI-Termin am 19. November 2026, flankiert von einer Pipeline, die schon im März den nächsten messbaren Impuls liefern kann.
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