Broadcom Aktie: 100-Milliarden-Ziel
Broadcom strebt bis 2027 fünfmal höhere KI-Chip-Erlöse an, meldet starkes Quartalswachstum und vertiefte OpenAI-Partnerschaft, während Insider verkaufen.

Kurz zusammengefasst
- KI-Chip-Umsatz soll bis 2027 auf 100 Mrd. Dollar steigen
- Erlöse im ersten Quartal 2026 mehr als verdoppelt
- Vertiefte Partnerschaft mit OpenAI für KI-Beschleuniger
- Unternehmensinsider verkauften Anteile im hohen Millionenbereich
Broadcom hat ein Ziel ausgerufen, das die KI-Chip-Branche aufhorchen lässt: Bis zum Geschäftsjahr 2027 sollen die Erlöse aus KI-bezogenen Chips die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten — das Fünffache des Ergebnisses aus dem Geschäftsjahr 2025. Die Grundlage dafür liefern nicht Versprechen, sondern konkrete Zahlen.
Wachstum mit Rückenwind
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 kletterten die KI-Chip-Erlöse um 106 Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar. Für das zweite Quartal erwartet das Management rund 10,7 Milliarden US-Dollar aus diesem Segment — ein weiterer deutlicher Anstieg.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist das Netzwerkgeschäft. Die Tomahawk-6-Serie wächst derzeit mit einer jährlichen Rate von 60 Prozent. Der Nachfolger Tomahawk 7, der die doppelte Leistung bieten soll, ist für 2027 geplant und zielt direkt auf die großen KI-Rechenzentren der Cloud-Anbieter ab.
Hinzu kommt eine vertiefte Partnerschaft mit OpenAI, die in den vergangenen 48 Stunden bestätigt wurde. Broadcom liefert maßgeschneiderte KI-Beschleuniger für die Inferenz-Workloads der ChatGPT-Plattform. Langfristige Co-Entwicklungspartnerschaften bestehen bereits mit Alphabet, Meta und Anthropic. Analysten sehen in diesen Vereinbarungen eine Umsatzsichtbarkeit, die das Unternehmen von zyklischeren Halbleiterwettbewerbern abhebt.
Insider verkaufen, Institutionelle uneins
Trotz des positiven Ausblicks steht die Aktie unter Druck. Am Donnerstag verlor sie rund 2,9 Prozent — ausgelöst durch einen breiteren Marktabverkauf infolge geopolitischer Unsicherheiten im Nahen Osten. Auch die Insideraktivitäten fallen auf: In den vergangenen 90 Tagen haben Unternehmensinsider Anteile im Wert von rund 142,6 Millionen US-Dollar veräußert, darunter CFO Kirsten M. Spears und CEO Hock E. Tan.
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Das institutionelle Bild ist gemischt. Overbrook Management Corp erhöhte seinen Anteil im vierten Quartal 2025 um 14,7 Prozent, während BDF Gestion seine Position um 14,8 Prozent reduzierte. Avanza Fonder AB stieg neu ein und baute eine Position von rund 80 Millionen US-Dollar auf.
Bewertung bleibt anspruchsvoll
Analysten stufen die Aktie mehrheitlich als „Moderate Buy“ ein. Nach dem jüngsten Kursrückgang haben einige Institute auf „Strong Buy“ hochgestuft und nennen ein Kursziel von 462 US-Dollar — gestützt auf ein erwartetes jährliches Gewinnwachstum von 48 Prozent über die nächsten drei bis fünf Jahre.
Das trailing Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt jedoch bei rund 60, was die Bewertung weiterhin ambitioniert macht. Ob das 100-Milliarden-Ziel erreichbar ist, hängt auch davon ab, wie schnell Fertigungspartner TSMC die bestehenden Kapazitätsengpässe auflösen kann — ein Risiko, das Investoren bereits kennen und das den Kurs seit Jahresbeginn um über zehn Prozent belastet hat.
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