Der Wolfsburger Konzern meldet eine beeindruckende Zahl: Vier Millionen ausgelieferte Elektrofahrzeuge über alle Marken hinweg. Ein Meilenstein, der zeigt, wie rasant sich das Tempo bei der E-Mobilität beschleunigt hat. Doch während VW feiert, kommt aus China bereits der nächste Seitenhieb.
Rekordtempo bei der Elektrifizierung
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Für die erste Million E-Autos benötigte der Konzern noch rund zehn Jahre – die vierte Million war bereits nach nur einem weiteren Jahr erreicht. Konzernchef Oliver Blume spricht von einem Schwung, den man weiter beschleunigen wolle. Das viermillionste Fahrzeug ging Mitte Februar an eine Kundin, Details zum Modell nannte VW allerdings nicht.
Die Kernmarke Volkswagen trägt mit zwei Millionen Fahrzeugen die Hälfte des Volumens. Meistverkauftes Modell ist der ID.4 mit seiner Coupé-Variante ID.5 – zusammen 900.000 Einheiten. Der kompaktere ID.3 kommt auf gut 600.000 Stück. Bei Audi führt der Q4 e-tron mit knapp 390.000 Auslieferungen, insgesamt steuert die Ingolstädter Marke rund 870.000 E-Autos bei. Porsche meldet 250.000 Elektrofahrzeuge, darunter 177.000 Taycan.
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Europa bleibt Hauptmarkt
Rund zwei Drittel aller E-Fahrzeuge lieferte der Konzern bisher in Europa aus. Jedes fünfte Fahrzeug ging nach China – ein Markt, der für VW zunehmend herausfordernd wird. Die Produktion von E-Autos startete der Konzern bereits 2013 mit dem inzwischen eingestellten E-Up. Das Zwickauer Werk entwickelte sich zum europäischen E-Mobilitätszentrum und übergab vor wenigen Tagen einen ID.3 als zweimillionstes E-Auto der Kernmarke an eine Kundin in Dresden.
Spott aus China
Ausgerechnet zum Erfolgsmoment kommt Häme von der Konkurrenz. Das chinesische Joint Venture SAIC-Volkswagen hat die Produktion eines Range-Extender-Aggregats für den neuen China-SUV ID. Era 9X gestartet – das erste VW-Modell mit Reichweitenverlängerung durch einen Verbrennungsmotor. Der chinesische Hersteller Li Auto nutzte die Gelegenheit für einen Seitenhieb auf Social Media: „Herzlichen Glückwunsch an Volkswagen“ zum Start der „veralteten Technologie“, schrieb der Social-Media-Direktor des Unternehmens auf Weibo.
Die Reaktion zeigt die Brisanz des Schritts. VW setzt in China nun auf eine Technologie, die lokale Wettbewerber wie Li Auto bereits seit Jahren nutzen – und die aus deren Sicht bereits überholt ist. Für den Konzern ist es ein Zugeständnis an die chinesischen Marktbedingungen, wo Reichweitenangst bei reinen E-Autos noch verbreitet ist. Gleichzeitig konterkariert der Schritt die klare E-Strategie, mit der VW in Europa auftritt.
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