Xiaomi Aktie: Ambitionen belasten

Die Xiaomi-Aktie verliert deutlich, nachdem der Konzern ein F&E-Budget von 25 Milliarden Euro ankündigte und Insider-Verkäufe drohen. Der Spagat zwischen Wachstum und Profitabilität belastet die Stimmung.

Kurz zusammengefasst:
  • Massives F&E-Budget von 25 Milliarden Euro geplant
  • Ziel von 550.000 Elektroauto-Auslieferungen für 2026
  • Drohende Insider-Verkäufe im Wert von zwei Milliarden Dollar
  • Aktienkurs fällt trotz erstem Gewinn in der Auto-Sparte

Die Xiaomi-Aktie geriet am Montag unter Druck, nachdem Konzernchef Lei Jun ehrgeizige Expansionsziele und massive Investitionspläne vorgestellt hatte. Trotz eines optimistischen Ausblicks für das Elektroauto-Geschäft reagierten Anleger nervös auf das angekündigte F&E-Budget von umgerechnet rund 25 Milliarden Euro. Die Aktie notierte in Hongkong mit einem Minus von etwa 2,6%.

Aggressive Ziele, massive Investitionen

In einer Neujahrs-Ansage bekräftigte CEO Lei Jun das Ziel, im laufenden Jahr 550.000 Elektrofahrzeuge auszuliefern. Das wäre ein Plus von 34 Prozent gegenüber 2025. Gleichzeitig kündigte er an, in den kommenden fünf Jahren mindestens 200 Milliarden Yuan (rund 25 Mrd. Euro) in Forschung und Entwicklung zu pumpen. Dieser Betrag soll die Führungsposition in Bereichen wie autonomes Fahren und dem Ökosystem „Mensch x Auto x Zuhause“ zementieren. Der Markt scheint jedoch die unmittelbaren Auswirkungen dieser gewaltigen Kapitalausgaben auf die Margen zu fürchten.

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Anhaltender Überhang durch Insider-Verkäufe

Die Stimmung wird zusätzlich durch Pläne des Vizepräsidenten Lin Bin belastet. Dieser hatte Ende Dezember angekündigt, in den nächsten vier Jahren Anteile im Wert von bis zu zwei Milliarden US-Dollar zu veräußern. Diese Ankündigung lastet als Überhang auf dem Papier, obwohl die Verkäufe erst später beginnen sollen.

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Spagat zwischen Wachstum und Profitabilität

Die Marktreaktion unterstreicht den Spagat, den Xiaomi meistern muss. Einerseits hat sich das Unternehmen mit seiner SU7 Limousine und dem YU7 SUV schnell als ernstzunehmender Player im chinesischen EV-Markt etabliert. Die Auto-Sparte meldete bereits im dritten Quartal 2025 ihren ersten Quartalsgewinn. Andererseits stellen die hohen Investitionen eine Belastungsprobe für die Profitabilität dar. Der heutige Kursrückgang fiel deutlicher aus als die Entwicklung im breiteren Technologiesektor.

Der unmittelbare Fokus liegt nun auf der heutigen Vorstellung des neuen Redmi Note 15 Smartphones, einem wichtigen Umsatztreger. Für das Elektroauto-Geschäft werden die Auslieferungszahlen des ersten Quartals 2026 entscheidend sein, um die Glaubwürdigkeit des Jahresziels von 550.000 Einheiten zu untermauern.

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