Die KI-Infrastruktur-Aktie steht an einem Scheideweg. Trotz massiver Nachfrage und ausgebuchter Kapazitäten drückten Verkäufe den Kurs zuletzt gefährlich nahe an eine zentrale Unterstützungsmarke. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist das nur eine technische Korrektur oder der Beginn einer tieferen Konsolidierung?
Warnsignale im Chart
Am vergangenen Freitag schloss die Aktie bei 94,50 US-Dollar, was einem Tagesverlust von 2,4 Prozent entspricht. Auffällig war dabei das vergleichsweise geringe Handelsvolumen. Mit knapp 9,94 Millionen gehandelten Stücken lag die Aktivität rund 21 Prozent unter dem Tagesdurchschnitt von 12,6 Millionen Aktien. Ein solch niedriger Umsatz an einem Verlusttag deutet oft auf fehlende Überzeugung der Marktteilnehmer hin, doch der anhaltende Abwärtsdruck testet nun die Geduld der Bullen.
Der Kurs notiert aktuell nur noch knapp über dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 93,18 US-Dollar. Ein Bruch dieser Marke könnte weitere technische Verkäufe auslösen. Im letzten Handel notierte das Papier zwischen 93,53 und 98,89 US-Dollar und schaffte es nicht, die oberen Bereiche der Spanne zu verteidigen.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Aktueller Kurs: 94,50 USD
* 50-Tage-Linie: 93,18 USD
* 200-Tage-Linie: 88,68 USD
* Marktkapitalisierung: ~23,8 Mrd. USD
Analysten uneins über Bewertung
Die Finanzwelt blickt gespalten auf die weitere Entwicklung. Während der Konsens der Analysten zwar mehrheitlich zu „Moderate Buy“ tendiert, klaffen die Kursziele weit auseinander. Morgan Stanley nahm die Bewertung erst am 15. Januar mit einem „Equal Weight“-Rating und einem Ziel von 126,00 US-Dollar auf, was angesichts der Risiken nur begrenztes Aufwärtspotenzial suggeriert.
Im Gegensatz dazu setzen Optimisten wie Northland Securities Kursziele von bis zu 211,00 US-Dollar an und wetten auf das explosive Wachstum im Bereich der KI-Infrastruktur. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei rund 142,38 US-Dollar. Die jüngste Kursschwäche stellt diesen Optimismus jedoch auf die Probe.
Wachstum trifft auf Grenzen
Fundamental kämpft Nebius mit einem „Luxusproblem“, das kurzfristig zur Bremse wird: Die verfügbaren Rechenzentrumskapazitäten sind vorerst ausverkauft. Dies bestätigt zwar die enorme Nachfrage – unterstrichen durch jüngste Milliardenverträge mit Tech-Giganten wie Meta –, deckelt aber die unmittelbare Umsatzrealisierung.
Schätzungen gehen für das Gesamtjahr 2026 von einem massiven Umsatzsprung um 521 Prozent auf 3,45 Milliarden US-Dollar aus. Der Markt straft die Aktie momentan jedoch für die kapitalintensive Natur dieser Expansion ab. Mit einem negativen KGV (-122,7) reagiert das Papier zudem hochsensibel auf das Zinsumfeld und Sektor-Rotationen aus unprofitablen Wachstumswerten heraus.
Ausblick
In den kommenden Handelstagen liegt der Fokus auf der Marke von 93,18 US-Dollar. Ein Halten dieses Niveaus ist entscheidend, um den mittelfristigen Aufwärtstrend zu bewahren. Fällt die Aktie unter hohem Volumen unter diesen 50-Tage-Durchschnitt, wartet die nächste signifikante Unterstützung erst am 200-Tage-Durchschnitt bei 88,68 US-Dollar. Um das kurzfristig bärische Setup zu invalidieren, müssen die Käufer den Kurs zügig wieder über die Marke von 98,00 US-Dollar treiben.
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