Siemens Aktie: Rechtskräftig gewonnen
Siemens erhält den 3,6-Milliarden-Franken-Auftrag der Schweizer Bahn rechtskräftig, nachdem Stadler Rail seinen Einspruch zurückgezogen hat. Die Züge werden in Deutschland produziert.

Kurz zusammengefasst
- Stadler Rail zieht Einspruch gegen Vergabe zurück
- Auftragsvolumen von bis zu 3,6 Milliarden Franken
- Produktion der Doppelstockzüge in Krefeld geplant
- Politische Debatte um Bevorzugung heimischer Anbieter
Der 3,6-Milliarden-Franken-Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen gehört Siemens nun endgültig. Konkurrent Stadler Rail hat seinen Einspruch heute zurückgezogen — nicht aus Überzeugung, sondern weil geschwärzte Gerichtsunterlagen eine ernsthafte Weiterführung des Verfahrens schlicht unmöglich machten.
Ein Auftrag, der nie wirklich in Gefahr war
Im November 2025 hatte die SBB den Rahmenvertrag für bis zu 200 Doppelstockzüge an Siemens vergeben. Stadler legte umgehend Beschwerde ein und argumentierte, sein erprobtes Modell — bereits 153 Exemplare im Einsatz — sei gegenüber einem noch nicht getesteten Siemens-Zug benachteiligt worden. Auch bei Nachhaltigkeitskriterien und Betriebskosten sah Stadler die Bewertung als nicht nachvollziehbar an.
Die SBB wies diese Vorwürfe klar zurück. Der Kostenvorteil des Siemens-Angebots über die gesamte Lebensdauer der Züge liege im dreistelligen Millionenbereich — und die Vergabe sei kein knappes Rennen gewesen.
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Züge aus Krefeld, Zündstoff in der Politik
Für Siemens bedeutet der nun rechtskräftige Zuschlag ein Auftragsvolumen von zunächst rund 2,1 Milliarden Franken für 116 Züge. Mit den Optionen für weitere 84 Einheiten steigt das Gesamtvolumen auf bis zu 3,6 Milliarden Franken. Produziert werden sollen die Fahrzeuge im deutschen Krefeld — was in der Schweiz politisch für erhebliche Verstimmung sorgte. Politiker verschiedenster Parteien forderten eine Bevorzugung heimischer Anbieter, Rechtsexperten bremsten jedoch: Ein solcher Inländer-Bonus würde gegen internationale Handelsabkommen verstoßen.
Ab 2031 sollen die neuen Züge mit je rund 540 Sitzplätzen auf dem Schienennetz der Zürcher S-Bahn und in der Westschweiz rollen.
Für Siemens ist der Ausgang des Verfahrens eine solide Bestätigung im hart umkämpften europäischen Schienenfahrzeugmarkt — ein Auftrag, der nun auch juristisch in trockenen Tüchern ist.
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