Der niederländische Halbleiter-Ausrüster ASML erlebt gerade eine bemerkenswerte Neubewertung. Auslöser ist eine spektakuläre Analyst-Einstufung, die nicht nur das Rating, sondern auch das Kursziel radikal nach oben schraubt. Die Aktie reagierte prompt mit einem Kurssprung von rund 9 Prozent.
Doppel-Upgrade sorgt für Bewegung
Analyst Warren Lau von Aletheia Capital hat seine Einschätzung für ASML fundamental geändert – und zwar in einer für Finanzanalysten ungewöhnlich aggressiven Form. Statt eines typischen Schritt-für-Schritt-Ansatzes sprang Lau direkt von „Sell“ auf „Buy“. Noch bemerkenswerter: Das Kursziel verdoppelte er von 750 auf nun 1.500 US-Dollar.
Diese Kehrtwende basiert auf konkreten Entwicklungen im Halbleiter-Zyklus. Lau sieht drei zentrale Treiber für die neue Bewertung:
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- EUV-Nachfrage steigt: Speicherhersteller ordern mehr Extreme-Ultraviolett-Lithografie-Systeme (EUV) als erwartet, besonders für DRAM-Produktion.
- China bleibt stabil: Trotz geopolitischer Spannungen bestellen chinesische Kunden weiterhin Deep-Ultraviolet-Systeme (DUV) in solidem Umfang.
- TSMC expandiert massiv: Der Schlüsselkunde plant für seine 2027er-Roadmap die Installation von 40 bis 45 neuen EUV-Anlagen.
Die Aktie schloss nach der Ankündigung bei rund 1.164 US-Dollar. Das neue Kursziel liegt damit etwa 30 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Markt preist Superzyklus ein
Mit der Neubewertung verschiebt sich die Erwartungshaltung für die kommenden Geschäftsjahre deutlich. Institutionelle Anleger justieren ihre Positionen neu, was den schnellen Kursanstieg erklärt. Die Aktie durchbrach dabei technisch wichtige Widerstände im Bereich von 1.100 US-Dollar und etabliert nun einen steilen Aufwärtstrend.
Der Fokus liegt jetzt auf dem Quartalsbericht am 27. Januar 2026. Entscheidend wird die Nettoauftragslage sein – sie muss den beschleunigten Bestelleingang bestätigen, den Aletheia Capital prognostiziert. Sollten die Zahlen die neue Euphorie stützen, könnte der Aufwärtstrend Bestand haben. Enttäuschende Buchungszahlen würden hingegen Zweifel an der ambitionierten 1.500-Dollar-These wecken.
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