Der Traum vom größten Bergbaukonzern der Welt ist ausgeträumt. Rio Tinto und Glencore haben ihre Fusionsgespräche heute offiziell beendet – die potenzielle 260-Milliarden-Dollar-Hochzeit ist damit vom Tisch. Was bedeutet das Scheitern für die beiden Rohstoffgiganten und ihre Aktionäre?
Warum die Fusion platzte
Rio Tinto teilte am Freitag mit, dass man „keine Vereinbarung erreichen konnte, die Mehrwert für die Aktionäre schaffen würde“. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Verhandlungen, die bereits Anfang Januar öffentlich wurden. Der Bergbauriese bewertete die Möglichkeit durch die „disziplinierte Linse“, die auf dem Capital Markets Day im Dezember 2025 vorgestellt wurde – mit Fokus auf langfristigen Wert und führende Aktionärsrenditen.
Die Absage erfolgt gemäß Rule 2.8 des britischen Übernahme-Kodex. Rio Tinto unterliegt nun bestimmten Beschränkungen für künftige Annäherungen – es sei denn, Glencores Verwaltungsrat stimmt zu, ein Dritter unterbreitet ein offizielles Angebot für Glencore, oder es tritt eine wesentliche Änderung der Umstände ein.
Belastung an den Märkten
Die Rio Tinto-Aktie gerät heute unter Druck. An der australischen Börse verliert das Papier 0,4 Prozent, während der breite Markt deutlich schwächer tendiert. Der S&P/ASX 200 stürzt um 1,79 Prozent auf 8.729,80 Punkte ab – belastet durch Technologiewerte und Unsicherheiten über geopolitische sowie handelspolitische Konflikte.
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Der Bergbausektor zeigt sich insgesamt schwach: BHP Group bricht um fast 3 Prozent ein, Mineral Resources verliert über 4 Prozent. Auch andere Rohstoffwerte leiden: Genesis Minerals und Newmont stürzen jeweils über 6 Prozent ab.
Die asiatischen Märkte folgen heute mehrheitlich der negativen Vorgabe der Wall Street, wo der Nasdaq am Donnerstag um 1,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit über zwei Monaten gefallen war. Sorgen über Tech-Bewertungen und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz belasten weiterhin die Stimmung.
Für Rio Tinto bedeutet das Scheitern der Fusion zunächst Kontinuität – aber auch verpasste Synergien in einem Markt, in dem Größe und Effizienz zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Ob der Konzern seinen eigenständigen Weg erfolgreich fortsetzen kann, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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