Der Mainzer Impfstoffhersteller vollzieht den Wandel. Weg vom reinen Corona-Profiteur, hin zum breit aufgestellten Pharma-Unternehmen. Mit einem prall gefüllten Studienplan für 2026 will das Management beweisen, dass die Pipeline auch ohne Pandemie-Sondereffekte werthaltig ist. Doch angesichts sinkender Covid-Umsätze steht die entscheidende Frage im Raum: Wie schnell können die neuen Krebsmedikamente die entstehende Lücke füllen?
Massiver Ausbau der Pipeline
BioNTech drückt beim strategischen Umbau aufs Tempo. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, sollen im laufenden Jahr sechs neue Phase-3-Studien im Onkologie-Bereich starten. Damit würde die Zahl der laufenden Studien in diesem zulassungsrelevanten Stadium bis Jahresende auf 15 steigen. Dies markiert eine deutliche Skalierung der Forschung, nachdem sich die Anzahl der fortgeschrittenen Studien in den letzten zwei Jahren bereits mehr als verdoppelt hat.
Im Fokus stehen dabei Therapien gegen Brust-, Lungen-, gynäkologische sowie Kopf- und Hals-Tumore. Technologisch setzt das Unternehmen auf einen Mix aus mRNA-Immuntherapien, Immunmodulatoren und sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs). Besonders die Daten für den ADC-Kandidaten Trastuzumab-Pamirtecan, der in Partnerschaft mit Duality Biologics entwickelt wird, werden mit Spannung erwartet.
Das Finanzpolster steht
Die ambitionierten Pläne ruhen auf einem stabilen finanziellen Fundament. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel und Wertpapieranlagen von rund 17,2 Milliarden Euro. Dieses Polster ist essenziell, da das Management für visierte Jahr 2026 mit einem weiteren Rückgang der Covid-19-Impfstofferlöse rechnet.
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Gleichzeitig dämpft BioNTech kurzfristige Erwartungen an die Bilanz: Im laufenden Jahr werden noch keine Umsätze aus den neuen Onkologie-Produkten erwartet. Der Fokus liegt klar auf der klinischen Validierung und nicht auf unmittelbaren Gewinnen aus dem neuen Portfolio.
Ein Jahr der Daten
Für Anleger dürfte 2026 vor allem durch die anstehenden klinischen Ergebnisse geprägt sein. Insgesamt sieben Datenveröffentlichungen aus späten Studienphasen stehen auf der Agenda. Diese Ergebnisse sind entscheidend, um das kommerzielle Potenzial der Pipeline zu bestätigen. Der Aktienkurs reagierte auf die Ankündigung zunächst verhalten positiv und notiert aktuell bei 86,30 Euro. Nach einer schwachen Performance in den letzten zwölf Monaten suchen Investoren nach greifbaren Belegen für den Erfolg der neuen Strategie.
Der nächste konkrete Impuls steht unmittelbar bevor. Bereits morgen, am Dienstag, den 13. Januar, wird CEO Ugur Sahin auf der J.P. Morgan Healthcare Conference die Details der Strategie präsentieren. Marktbeobachter erhoffen sich von diesem Termin tiefere Einblicke in die Zeitpläne für mögliche Marktzulassungen.
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