Adobe Aktie: Unter Beschuss

Adobes Aktie erreicht ein neues 52-Wochen-Tief, nachdem Apple mit einem günstigen Abo-Paket angreift und Goldman Sachs die Aktie mit einem Verkaufsrating bewertet.

Kurz zusammengefasst:
  • Apple startet günstiges Konkurrenzangebot für Kreative
  • Goldman Sachs stuft Adobe auf 'Sell' herab
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Investoren warten auf KI-Wachstumsnachweise

Apple mischt den Markt für Kreativsoftware auf – und Adobe bekommt das direkt zu spüren. Am Mittwoch sackte die Aktie um rund 5,4 Prozent auf etwa 310 US-Dollar ab und markierte ein neues 52-Wochen-Tief. Der Auslöser: ein aggressiv bepreistes Abo-Paket von Apple und eine vernichtende Analystenbewertung von Goldman Sachs.

Apple greift an, Goldman Sachs warnt

Die eigentliche Bedrohung kommt von Apple. Mit dem Apple Creator Studio – einem Abo für 13 US-Dollar pro Monat, das Final Cut Pro, Logic Pro und weitere Tools bündelt – zielt der iPhone-Konzern direkt auf Adobes Einstiegssegment. Gerade Studenten und Einsteiger sind für Adobe essenziell, um langfristig Nutzer an die Creative Cloud zu binden. Dieser Angriff trifft also ins Mark.

Adobe

US00724F1012
-
Heute: -
7 Tage: -

Gleichzeitig verschärft sich die Stimmung unter Analysten. Goldman Sachs startete die Coverage mit einem „Sell“-Rating und argumentiert, Adobes Wettbewerbsvorsprung schmelze dahin. Die AI-Features des Unternehmens würden den Preisdruck durch Apple nicht ausgleichen können. Auch Oppenheimer strich seine „Outperform“-Empfehlung und verwies darauf, dass die erhoffte Umsatzbeschleunigung durch generative KI bisher ausbleibt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?

Australien-Launch der AI-Agenten verpufft

Adobe selbst setzte am Mittwoch seine operative Roadmap fort und kündigte die Ausweitung seiner AI-Agenten auf Australien sowie die Integration in den Adobe Experience Manager an. Diese autonomen Tools, die seit September 2025 global verfügbar sind, sollen B2B-Marketing automatisieren und Kundenreisen optimieren.

Doch die Ankündigung zeigte keine Wirkung. Investoren interessieren sich aktuell weniger für geografische Rollouts bestehender Produkte als für handfeste Beweise, dass die KI-Strategie tatsächlich neues Wachstum generiert – und nicht nur vorhandene Software-Suites aufhübscht.

Bewährungsprobe im März

Adobe muss im März mit den Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 liefern. Technisch steht die Marke von 300 US-Dollar im Fokus – ein Bruch könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Analysten erwarten klare Belege dafür, dass die Firefly-Modelle und AI-Agenten nicht nur Enterprise-Kunden halten, sondern auch das untere Marktsegment gegen Apples Offensive verteidigen können. Solange diese Nachweise fehlen, bleibt die Skepsis groß.

Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu Adobe

Neueste News

Alle News

Adobe Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten