CATL schließt das Jahr mit klaren Weichenstellungen für 2026 ab. Der Batteriekonzern treibt die Einführung von Natrium-Ionen-Technologie voran, stärkt seine Chip-Kompetenz und plant einen deutlichen Ausbau der Infrastruktur. An der Börse fällt die unmittelbare Reaktion moderat aus, der strategische Kurs ist jedoch klar erkennbar.
- Massenrollout von Natrium-Ionen-Batterien ab 2026
- Joint Venture für Automotive-Chips mit Unigroup Guoxin
- Geplante Ausweitung des „Choco-Swap“-Netzes auf über 3.000 Stationen
- Lithiumpreise ziehen wieder an, Volatilität bleibt hoch
Natrium-Ionen und Chips als Doppelstrategie
Der wichtigste Impuls für 2026 ist der bestätigte Zeitplan für die Natrium-Ionen-Batterien. Nach einer Lieferantenkonferenz zu Wochenbeginn hat CATL am Dienstag und heute bekräftigt, ab 2026 mit dem breiten Einsatz dieser Technologie zu starten.
Der Rollout soll mehrere Bereiche abdecken:
– Pkw
– schwere Nutzfahrzeuge
– stationäre Energiespeicher
CATL positioniert Natrium-Ionen-Zellen dabei als wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien in ausgewählten Anwendungen. Hervorgehoben werden vor allem die bessere Performance bei niedrigen Temperaturen (einsatzfähig von -40 °C bis 70 °C) und Kostenvorteile.
Parallel stärkt das Unternehmen seine vertikale Integration über Halbleiter. Gemeinsam mit Unigroup Guoxin Microelectronics wurde in Peking das Joint Venture Tongxin Micro Technology gegründet, mit einem eingetragenen Kapital von 300 Millionen Yuan. CATL ist über die Tochter Wending Investment beteiligt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Domänencontrollern für den Automobilbereich, die eine Schlüsselrolle für intelligente Batterie- und Energiemanagementsysteme spielen.
Ausbau von Swap-Stationen und Infrastruktur
Neben der Produktseite hat CATL auch die Infrastrukturpläne konkretisiert. 2026 soll das „Choco-Swap“-Netz für Batteriewechsel auf mehr als 3.000 Stationen in rund 140 chinesischen Städten anwachsen. Langfristig peilt das Unternehmen 30.000 Stationen an und unterstreicht damit den Anspruch, das Battery-as-a-Service-Modell weiter zu etablieren.
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Die Börse reagiert bislang verhalten, aber überwiegend positiv. Die A-Aktien in Shenzhen hielten sich heute um 369,20 CNY stabil, während die in Hongkong gelisteten Titel (3750.HK) leicht um rund 0,5 % zulegten – in einem Umfeld, das von Jahresendkonsolidierung geprägt ist.
Lithium, Kosten und Versorgungssicherheit
Der Zeitpunkt für den Vorstoß in Natrium-Ionen fällt in eine Phase wieder anziehender Lithiumpreise. Daten für heute zeigen, dass der Preis für Lithiumkarbonat in China auf etwa 118.500 CNY pro Tonne gestiegen ist. Trotz des deutlichen Abstands zu den Höchstständen von 2022 signalisiert der rund 25-prozentige Monatsanstieg Ende 2025, dass die Volatilität im Lithiummarkt hoch bleibt.
Mit dem forcierten Hochlauf der Natrium-Ionen-Produktion adressiert CATL zwei zentrale Risiken:
– schwankende Kosten für Lithiumkarbonat
– geopolitische Unsicherheiten bei Rohstofflieferketten
Die jüngste Wiederinbetriebnahme der Mine Jianxiawo passt in dieses Bild. Sie soll helfen, upstream-Kosten stärker zu kontrollieren, während gleichzeitig Alternativen zu Lithium-basierten Batterien aufgebaut werden.
Ausblick auf 2026
Im Fokus steht nun das erste Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, welche finanziellen Effekte das Joint Venture Tongxin Micro liefert und wie schnell der Ausbau der Swap-Stationen vorankommt. Charttechnisch bleibt für die in Shenzhen gelistete Aktie die Zone um 375 CNY eine zentrale Widerstandsmarke. Ein Durchbruch, gestützt durch konkrete Belege für den Einsatz von Natrium-Ionen-Batterien in Serien-Pkw, könnte eine neue Trendphase einleiten.
Wesentliche Indikatoren für die kommenden Monate sind die monatlichen Produktionszahlen und der Anteil von Natrium- und Lithium-Technologien im Gesamtmix. Zudem dürfte die Hongkong-Notierung (3750.HK), die seit ihrem Börsendebüt im Mai 2025 etabliert ist, den Einfluss internationaler Kapitalströme auf die Preisbildung im Jahr 2026 weiter erhöhen.
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