BioNTech steht vor einer Woche der Wahrheit. Während der Countdown für die CureVac-Übernahme unaufhörlich tickt, tobt im Hintergrund ein stiller Kampf der Giganten: Namhafte Vermögensverwalter bauen ihre Positionen massiv aus, während andere Institutionelle die Reißleine ziehen. Anleger fragen sich nun: Ist das der Startschuss für eine neue Rally oder droht weiteres Ungemach in einem nervösen Marktumfeld?
Kampf der Giganten
Ein Blick hinter die Kulissen offenbart massive Verschiebungen in der Aktionärsstruktur. Die „Smart Money“-Akteure sind sich uneinig, was zu hoher Volatilität führt. Während Groupama Asset Management den Anteil an dem Mainzer Biotech-Unternehmen deutlich aufstockte, setzten andere Schwergewichte noch aggressivere Signale: Millennium Management erhöhte seine Position um über 250 Prozent, die Allianz sogar um mehr als 600 Prozent.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Das Employees Retirement System of Texas warf fast die Hälfte seiner Bestände auf den Markt. Diese gegensätzlichen Strömungen zeigen deutlich: Auf dem aktuellen Kursniveau ringen Gewinnmitnahmen und strategischer Einstieg um die Vorherrschaft.
CureVac-Deal auf der Zielgeraden
Der operativ wichtigste Termin steht unmittelbar bevor. Das Umtauschangebot für CureVac-Aktien läuft am 3. Dezember um 9:00 Uhr (Eastern Time) aus. Nachdem die CureVac-Aktionäre bereits Ende November mit überwältigender Mehrheit zugestimmt haben, ist die technische Abwicklung nun der letzte Schritt.
Für BioNTech ist dies mehr als nur eine Transaktion. Es ist ein strategischer Schachzug zur Bündelung der mRNA-Pipeline in Deutschland. Anleger sollten beachten, dass Depotbanken ihre internen Fristen oft früher ansetzen – meist schon einen Tag vor dem offiziellen Ende.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?
Hoffnungsträger Krebsforschung
Abseits des Übernahme-Pokers bleibt die fundamentale Bewertung das Zünglein an der Waage. Zwar übertraf der Umsatz im dritten Quartal mit 1,78 Milliarden Dollar die Erwartungen deutlich, doch der Gewinn pro Aktie blieb im negativen Bereich. Die Fantasie der Märkte entzündet sich jedoch primär an der Zukunft: Die Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb am Wirkstoff BNT327 wird von Experten als potenzieller Angriff auf etablierte Blockbuster-Therapien gewertet.
Analysten sehen hier enormes Potenzial. Trotz der durchwachsenen Ertragslage liegt das durchschnittliche Kursziel bei rund 135 Dollar, was ein Kurspotenzial von etwa 33 Prozent impliziert.
Trotz dieser optimistischen Aussichten spiegelt der Chart die Verunsicherung wider: Seit Jahresanfang liegt das Papier noch immer über 21 Prozent im Minus. Technisch befindet sich die Aktie in einer Konsolidierungsphase und sucht nach einer klaren Richtung. Der Markt wartet nun auf den erfolgreichen Vollzug des CureVac-Deals, bevor die Bullen oder Bären endgültig das Ruder übernehmen.
BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:
Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
