Die Aktie von DroneShield zeigt diese Woche starke Schwankungen. Nach einem Kurssprung von rund 9,5 % am Donnerstag nach einer optimistischen Analystenstudie folgte heute ein Rückgang von etwa 5 %. Auslöser ist vor allem ein deutlich angehobenes Kursziel sowie die Erwartung eines starken Marktwachstums im Drohnenabwehr-Segment.
Bell Potter wird optimistischer
Das Brokerhaus Bell Potter hat das Kursziel für DroneShield um knapp 14 % auf 5,00 A$ angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Baxter Kirk rechnet damit, dass das Unternehmen von steigenden Verteidigungsausgaben weltweit profitiert.
Wesentliche Argumente der Studie:
- Steigende EU-Ausgaben für Drohnenabwehr stützen die Nachfrage nach Erkennungs- und Neutralisierungstechnologie
- Neue US-Gesetzgebung erlaubt den Einsatz von Drohnen-Abwehrsystemen bei großen Veranstaltungen
- Potenzielle Vertriebspipeline von 2,5 Mrd. US-Dollar, mit bedeutenden Vertragsabschlüssen innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate
- Bewertung mit rund 34 % Abschlag gegenüber internationalen Wettbewerbern im Drohnenabwehr-Sektor
Bell Potter sieht DroneShield zudem mit einem wachsenden technologischen Vorsprung. Grundlage seien umfangreiche Einsatzerfahrungen sowie ein großes F&E-Team; laut den Daten des Brokers liegt die Zahl der F&E-Stellenanzeigen deutlich über jener von sechs wichtigen Wettbewerbern.
Verteidigungsauftrag als Türöffner
Zusätzlichen Rückenwind bringt die jüngste Aufnahme in das Panel für das australische Verteidigungsprojekt LAND 156 Line of Effort 3. Damit kann DroneShield künftig Hardware, Software und Services zur Drohnenabwehr an rund 150 Militärstandorte und Regierungsobjekte liefern.
Über dieses Panel erhält das Unternehmen Zugang zu einem Fördervolumen von 1,30 Mrd. A$ für Drohnenabwehr in Australien über die nächsten zehn Jahre. Die Aufnahme vereinfacht zwar die Beschaffung, garantiert aber keine Aufträge – der tatsächliche Zuschlag bei Ausschreibungen und der Zufluss von Zahlungsmitteln bleiben offen.
Kursrückgang nach Rally
Heute notiert die Aktie am Nachmittag bei etwa 4,49 A$, rund 5 % im Minus und damit deutlich unter dem Niveau vom Vortag. Unternehmensspezifische Nachrichten zum Rückgang liegen nicht vor; der Rücksetzer dürfte vor allem auf Gewinnmitnahmen nach dem schnellen Anstieg zurückgehen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DroneShield?
Ein Blick auf zentrale Kennzahlen zeigt, wie weit die Aktie bereits gelaufen ist:
- Marktkapitalisierung: ca. 4,1 Mrd. A$
- 52-Wochen-Spanne: 0,585 A$ – 6,705 A$
- Performance seit Jahresbeginn: +45,62 %
- 1-Jahres-Rendite: +584,73 %
- Umsatz (letzte 12 Monate): 107,17 Mio. A$
- Profitabilität: Gewinnmarge von 5,23 %
Altlast: Management-Verkäufe
Die positive Analystenstimme kommt nach einer schwierigen Phase. Im vergangenen Jahr geriet die Aktie deutlich unter Druck, nachdem das Management unerwartet nahezu 70 Mio. A$ an Aktien veräußert hatte. Dieser Schritt belastete das Vertrauen vieler Investoren und löste einen deutlichen Kursrückgang von den damaligen Höchstständen aus.
Die aktuelle Aufwertung durch Bell Potter signalisiert eine klar verbesserte Einschätzung, trotz der anhaltenden Vorbehalte einiger Marktteilnehmer.
US-Markt als zentraler Treiber
Eine besondere Rolle in der Analyse spielt der US Public-Safety-Markt. Bell Potter hebt hier insbesondere rund 250 Mio. US-Dollar hervor, die für Bundesstaaten mit Austragungsorten der FIFA-Weltmeisterschaft und der America-250-Feierlichkeiten reserviert sind, um Veranstaltungen mit Drohnenabwehrsystemen abzusichern.
Der Broker macht deutlich, dass er mit substanziellen Aufträgen für DroneShield aus diesem Umfeld rechnet und würde es als Enttäuschung werten, falls das Unternehmen hier keine entsprechenden Zuschläge erhält.
Hohe Chancen, hohes Risiko
Trotz der positiven Perspektiven bleibt das Risiko bei DroneShield erhöht. Das Unternehmen wird von einem vergleichsweise neuen Managementteam geführt, und der Aktienkurs reagiert weiterhin empfindlich auf Nachrichten. Das spiegelt sich auch in den stark auseinandergehenden Bewertungsansätzen wider: Analystenschätzungen zur fairen Bewertung reichen von 0,58 A$ bis 9,95 A$ je Aktie.
Der nächste wichtige Termin ist die Zahlenvorlage am 24. Februar. Dann wird das Unternehmen aktualisierte Informationen zu Vertragsfortschritten und zur finanziellen Entwicklung liefern – und damit einen konkreten Test für die aktuell sehr hohen Erwartungen am Markt.
DroneShield-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DroneShield-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten DroneShield-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DroneShield-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DroneShield: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
