Salesforce treibt seine KI-Strategie mit der nächsten Übernahme voran – doch an der Börse treffen die Pläne auf wachsende Skepsis. Gestern kündigte der Konzern den Kauf von Momentum an, einer Plattform für „Conversational Insights“ und Revenue-Orchestrierung. Gleichzeitig haben mehrere große Häuser in dieser Woche ihre Kursziele teils deutlich reduziert. Was zählt am Ende mehr: der Produkt- und KI-Fahrplan oder die neue Vorsicht bei der Bewertung?
Wichtige Punkte auf einen Blick
– Übernahme: Momentum (gestern angekündigt), Abschluss im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet
– Geplante Integration: Agentforce 360 und Slackbot
– Kurszielsenkungen u.a.: Citigroup 197 USD (zuvor 257), UBS 200 USD (zuvor 260)
– Kursniveau: nahe 184 USD (gestern)
Übernahme soll Agentforce stärken
Mit Momentum will Salesforce gezielt die „agentischen“ Fähigkeiten seines Ökosystems ausbauen. Die Technologie verarbeitet und analysiert unstrukturierte Daten aus externen Sprach- und Videokanälen, darunter Zoom und Google Meet.
Konkret soll die Integration Agentforce 360 und den Slackbot aufwerten. Ziel ist, dass KI-Agenten direkt aus Kundengesprächen verwertbare Informationen ableiten und in strukturierte Abläufe überführen können. Laut Mitteilung rechnet Salesforce damit, den Deal im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abzuschließen.
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Kursziele fallen – Bewertungsdruck vor Zahlen
Trotz der M&A-Offensive gab es in den vergangenen 48 Stunden Gegenwind von Analystenseite. Mehrere Institute senkten ihre Kursziele – ein Signal, dass sich die Bewertungsannahmen vor den Quartalszahlen verschieben.
- Citigroup: Kursziel auf 197 USD gesenkt (von 257 USD), Einstufung Neutral bestätigt
- Oppenheimer: Kursziel auf 275 USD (von 300 USD)
- Mizuho: Kursziel auf 280 USD (von 340 USD)
- UBS: Kursziel auf 200 USD (von 260 USD)
Die Aktie bewegte sich dabei nahe 184 USD und damit deutlich unter früheren Hochs. Unterm Strich wirkt das wie eine Phase, in der kurzfristig weniger Fantasie für hohe Multiples eingepreist wird, obwohl die KI-Story grundsätzlich nicht vom Tisch ist.
Blick auf den 25. Februar
Spannend wird vor allem der nächste Termin: Am 25. Februar legt Salesforce die Zahlen für das vierte Quartal vor. Dann wird sich zeigen müssen, ob die KI-Investitionen bereits so in Umsatzwachstum münden, dass wieder höhere Bewertungsmaßstäbe plausibel wirken – bis dahin dürfte der Markt die Momentum-Integration und die gesenkten Kursziele weiter gegeneinander abwägen.
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