NASDAQ 100: 30.543 Punkte nach Iran-Deal
Friedensabkommen mit Iran treibt Technologieindex auf Rekord. Fed-Chef Warsh leitet erste Zinssitzung, Leitzins bleibt voraussichtlich stabil.

Kurz zusammengefasst
- NASDAQ 100 schließt bei 30.543 Punkten
- Friedensdeal mit Iran senkt Ölpreise
- SpaceX feiert größten Börsengang der Geschichte
- Fed-Sitzung unter neuer Führung beginnt
Starke Kursgewinne, historische Rekorde und ein geopolitischer Durchbruch prägen den Wochenstart an der Wall Street. Der NASDAQ 100 markierte am Montag ein neues Allzeithoch. Parallel dazu rückt das wichtigste geldpolitische Ereignis des Jahres in den Fokus. Die US-Notenbank tagt unter neuer Führung.
Friedensdeal treibt die Kurse
Der Technologieindex schloss am Montag bei 30.543 Punkten. Das entspricht einem satten Plus von gut drei Prozent. Damit übertraf das Barometer den bisherigen Rekord vom 1. Juni knapp. Auslöser der Rally war die Ankündigung eines Friedensabkommens mit dem Iran.
Die Einigung sieht eine Öffnung der Straße von Hormus vor. Durch dieses Nadelöhr fließen täglich rund 20 Prozent des weltweiten Öls. Die Folge: Die Ölpreise fielen um fünf Prozent auf etwa 80 US-Dollar pro Barrel.
Davon profitierten besonders stark betroffene Branchen. Fluggesellschaften wie United Airlines und Kreuzfahrtanbieter wie Royal Caribbean verzeichneten deutliche Kursgewinne. Auch Halbleiterwerte wie Nvidia und AMD legten spürbar zu.
Mega-Börsengang und Anleihen
Abseits der Geopolitik sorgte SpaceX für Aufsehen. Das Raumfahrtunternehmen feierte den größten Börsengang der Geschichte. Die Aktie beendete ihren ersten vollen Handelstag mit einem Plus von fast 20 Prozent bei 192,50 US-Dollar.
Währenddessen stützte Nvidia die Renditen von US-Staatsanleihen. Der Chipkonzern plant eine gigantische Anleiheemission. Laut einer Pflichtmitteilung begibt das Unternehmen erstmals seit 2021 wieder Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating.
Fokus auf die Notenbank
Am Dienstag verlagerte sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Federal Reserve. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh leitet seine erste Zinssitzung. Ökonomen erwarten einhellig, dass der Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent verharrt.
Eine Zinssenkung gilt als extrem unwahrscheinlich. Die Inflation liegt aktuell bei 4,2 Prozent. Der vorherige Ölpreisschock hat die Teuerung spürbar angeheizt. Terminmärkte preisen sogar eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent für eine Zinserhöhung bis Jahresende ein.
Marktbeobachter rechnen mit einem Strategiewechsel. Die Notenbank dürfte ihre bisherige Neigung zu Zinssenkungen aufgeben. Stattdessen rückt eine neutrale geldpolitische Haltung in den Vordergrund. Der Volatilitätsindex VIX notiert bei ruhigen 16 Punkten. Das signalisiert Entspannung am Optionsmarkt.
Am Mittwochnachmittag tritt Warsh vor die Presse. Investoren achten dann auf jedes Wort zum künftigen Zinspfad. Ein falkenhafter Tonfall könnte die zinssensiblen Tech-Giganten im NASDAQ 100 unter Druck setzen. Ein neutrales Auftreten bietet Raum für weitere Kursgewinne in Richtung des Intraday-Rekords von 30.762 Punkten. Unabhängig von der Geldpolitik steht am kommenden Montag eine strukturelle Änderung an. Durch die vierteljährliche Index-Anpassung rücken Unternehmen wie Astera Labs, CoreWeave und Rocket Lab in den NASDAQ 100 auf.
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