Nasdaq 100: ARM-Chip zündet Funken
Der Nasdaq 100 konsolidiert nach einem ARM-getriebenen Rebound. Geopolitische Spannungen und eine zögerliche Fed belasten die technisch fragile Lage des Index.

Kurz zusammengefasst
- ARM Holdings präsentiert ersten eigenen Prozessorchip
- Geopolitische Spannungen beeinflussen Ölpreise und Renditen
- Charttechnisch bleibt der NASDAQ 100 angeschlagen
- Fed signalisiert längere Phase hoher Zinsen
Der Nasdaq 100 konsolidiert am Donnerstag knapp oberhalb der 24.250-Punkte-Marke. Nach dem kräftigen Rebound der vergangenen zwei Sitzungen fehlen frische Impulse — der Markt wartet auf Signale aus dem Nahen Osten und verdaut den Schwung aus dem Halbleitersektor.
ARM Holdings als Wochenkatalysator
Den stärksten Impuls der Woche lieferte ARM Holdings. Das Unternehmen präsentierte auf seinem „Arm Everywhere“-Event in San Francisco seinen ersten eigenen Prozessorchip — ein bedeutender Schritt weg vom reinen Lizenzmodell. Die Aktie sprang daraufhin um 15 Prozent. Raymond James stufte den Titel auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 166 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 23 Prozent entspricht. AMD und Intel legten jeweils rund 5 Prozent zu, nachdem beide Unternehmen Preiserhöhungen ankündigten.
Weniger erfreulich sieht es im Software-Segment aus. Der iShares Expanded Tech-Software ETF (IGV) hat 2026 bislang 23 Prozent verloren. Salesforce und ServiceNow stehen unter Druck, weil Anleger zunehmend befürchten, dass KI-Anwendungen klassische Softwaremodelle strukturell entwerten könnten.
Geopolitik bestimmt den Takt
Mittwochs Kursgewinne — S&P 500 +0,54 Prozent, Dow Jones +305 Punkte, Nasdaq 100 +1,22 Prozent — wurden maßgeblich durch Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran getragen. Berichte über ein 15-Punkte-Friedensangebot, das Washington über Pakistan übermittelt haben soll, ließen Ölpreise nachgeben und drückten die zehnjährige US-Rendite auf 4,35 Prozent — ein Rückgang, der Wachstumswerte entlastete.
Der Iran lehnte das Angebot laut Staatsmedien jedoch ab und legte einen eigenen Fünf-Punkte-Plan vor, der unter anderem die Kontrolle über die Straße von Hormus vorsieht. Solange der Konflikt anhält, warnt Loop Capital: Ein längerer Zeitraum hoher Ölpreise werde nicht nur die Kaufkraft der Konsumenten belasten, sondern auch das Verbrauchervertrauen dämpfen.
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Technisch fragil, Fed ohne Spielraum
Charttechnisch bleibt der Nasdaq 100 angeschlagen. Die drei gleitenden Durchschnitte (20/50/200 Tage) liegen allesamt als Widerstand über dem aktuellen Kursniveau. Entscheidend ist die Fibonacci-Marke bei 24.378 Punkten — ein nachhaltiger Anstieg darüber wäre das erste positive technische Signal seit dem Januareinbruch. Hält dieser Level nicht, rückt die Unterstützungszone bei 23.885 Punkten in den Fokus.
Makroökonomisch bleibt die Fed ein Belastungsfaktor. Der Offenmarktausschuss stimmte mit 11:1 für eine unveränderte Leitzinsspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Fed-Gouverneur Michael Barr bekräftigte, die Zinsen müssten möglicherweise noch längere Zeit erhöht bleiben. Zinssenkungen in diesem Jahr preist der Markt kaum noch ein.
Am Freitag, dem 27. März, stehen die dritte Schätzung des BIP für das vierte Quartal sowie das finale Verbrauchervertrauen der Universität Michigan an — die nächsten konkreten Datenpunkte, die dem Index eine neue Richtung geben könnten.
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