Die Inflationsdaten für Dezember stehen unmittelbar bevor – und die Märkte halten die Luft an. Der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle, während Anleger auf die um 14:30 Uhr (MEZ) erwarteten Zahlen warten. Im Fokus: die Frage, ob die US-Notenbank noch Spielraum für Zinssenkungen hat oder sich der Druck auf die Technologiewerte verstärkt.
Erschwerend kommt hinzu: Die Spannungen zwischen dem Weißen Haus und Fed-Chef Jerome Powell nehmen zu. Eine Untersuchung des Justizministeriums sorgt für zusätzliche Nervosität, auch wenn die Märkte am Montag zunächst noch resilient reagierten.
Walmart als stabilisierender Faktor
Ein ungewöhnlicher Lichtblick: Walmart. Die Einzelhandelskette wird am 20. Januar in den Nasdaq 100 aufgenommen und ersetzte am Montag bereits mit einem Kurssprung von 3,0 Prozent auf ein Allzeithoch bei 117,97 US-Dollar. Der Grund: Passive Indexfonds beginnen, ihre Positionen anzupassen – ein mechanischer Kaufdruck, der dem Index Auftrieb gibt.
Hinzu kommt eine neue Partnerschaft mit Google im Bereich Künstliche Intelligenz, die der Aktie zusätzliche Fantasie verleiht. Das Handelsvolumen lag 143 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt – institutionelle Investoren positionieren sich frühzeitig.
Technologie-Rotation in vollem Gang
Während Walmart glänzt, dreht sich das Geld in andere Segmente. Speicherhersteller wie Western Digital (+6,0 Prozent) und Seagate Technology (+5,0 Prozent) profitierten am Montag von der anhaltenden Nachfrage nach Datenspeicher-Infrastruktur im KI-Umfeld. Auch AMD legte 2,0 Prozent zu.
Palantir gewann 1,8 Prozent, nachdem die Citigroup die Aktie auf „Buy“ hochstufte und ein Kursziel von 235 US-Dollar ausgab – begründet mit einem erwarteten Ausgabenzyklus der US-Regierung für KI-Systeme.
Anleihen und Gold als Warnsignale
Die Unsicherheit spiegelt sich auch in anderen Märkten wider. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,19 Prozent – ein Zeichen dafür, dass Investoren steigende Zinsen einpreisen oder Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank hegen.
Gold erreichte ein Rekordhoch von 4.624 US-Dollar je Unze. Historisch ist das ein Zeichen für institutionelles Misstrauen gegenüber politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Technischer Ausblick
Der Nasdaq 100 bewegt sich in einer engen Handelsspanne. Der unmittelbare Widerstand liegt bei 25.877 Punkten, die nächste psychologische Marke bei 26.000. Auf der Unterseite bildet die Zone um 25.646 Punkte eine kurzfristige Unterstützung. Ein Rutsch darunter würde den 50-Tage-Durchschnitt bei 25.442 Punkten ins Visier rücken.
Die Konsolidierung nahe den Allzeithochs gleicht einer Fortsetzungsformation – doch die Richtung hängt maßgeblich von den heutigen Inflationsdaten ab. Erwartet wird ein Anstieg der Jahresrate auf 2,7 Prozent. Eine Überraschung nach oben könnte die jüngsten Zinssenkungshoffnungen endgültig dämpfen.
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