Der Nasdaq 100 schüttelt einen schwachen Start ab und arbeitet sich im Verlauf des Vormittags zurück nach oben. Auslöser für den ersten Rutsch waren neue US-Konjunkturdaten, die schwächeres Wachstum bei zugleich hartnäckiger Inflation signalisieren. Entscheidend ist jetzt, ob der Index die Erholung über zentrale Marken tragen kann.
Konjunkturdaten drücken – Tech fängt auf
Zum Handelsbeginn rutschte der Index unter das Vortagesniveau, nachdem das US-Handelsministerium die erste Schätzung für das BIP im vierten Quartal vorlegte: 1,4% statt erwarteter 2,5%. Gleichzeitig fiel der PCE-Inflationswert mit 2,9% höher aus als gedacht. Diese Kombination belastete zunächst, der Nasdaq 100 markierte ein Tagestief bei 24.762,50.
An dieser Zone griffen Käufer jedoch deutlich zu. Anschließend zog der Index bis auf 24.926,40 an. Rückenwind bleibt trotzdem begrenzt: steigende Renditen und geopolitische Spannungen im Nahen Osten dämpfen die Risikobereitschaft. Auffällig ist zudem das Aktivitätsniveau: Das Handelsvolumen liegt 12% über dem 20-Tage-Durchschnitt, der VIX bleibt über 20.
Einzelwerte setzen Akzente
Auf der Gewinnerseite stützt vor allem Alphabet den Index. Die Aktie steigt um 1,54% auf 308,19 US-Dollar. Auch BioMarin gehört zu den stärksten Titeln und legt nach positiven Updates aus klinischen Studien um 2,57% zu.
NVIDIA drehte nach frühen Verlusten wieder ins Plus und liegt mit +0,1% bei 187,96 US-Dollar – ein stabilisierender Faktor für den Halbleiterbereich.
Deutlich gegen den Trend läuft Booking Holdings: Die Aktie fällt um 6,15% auf 4.007,45 US-Dollar. Zwar übertraf das Unternehmen die Gewinnerwartungen, doch der Ausblick auf das kommende Jahr fiel beim Gewinn verhaltener aus. Zusätzlich verweist der Bericht auf wachsende Analystensorgen, dass KI-getriebene Konkurrenz den Burggraben im Geschäft angreifen könnte. Der Kursrutsch bremst damit eine breitere Index-Erholung spürbar.
Marken, Renditen, Optionen
Technisch steht der Nasdaq 100 vor der Aufgabe, sich wieder über dem 50-Tage-Durchschnitt zu etablieren. Das Verteidigen der Zone um 24.760 lieferte kurzfristig Unterstützung, als nächster Widerstand gilt der Bereich um 24.930. Der RSI liegt mit 48 im neutralen Bereich – ein Hinweis auf fehlenden Richtungsdruck.
Parallel bleibt der Rentenmarkt ein Taktgeber: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe steigt um 2 Basispunkte auf 4,09%, was die Diskussion um den künftigen Zinspfad erschwert. Beim Ölpreis stabilisiert sich WTI um 66,09 US-Dollar nach dem gestrigen Anstieg im Zusammenhang mit US-Iran-Spannungen. Der Dollar-Index bewegt sich kaum.
Auch die Positionierung wirkt defensiv: In den Optionen nimmt der Put-Kauf auf SPY und QQQ (März-Laufzeit) zu. Gleichzeitig zeigen Block-Trades laut Bericht Käufe in Google und Microsoft.
Zum Nachmittag rückt 24.800 als zentrale Schwelle in den Fokus: Hält sich der Index darüber, wirkt der frühe Daten-Schock abgefedert. Ein Anstieg der 10-jährigen Rendite über 4,10% oder neue geopolitische Schlagzeilen könnten dagegen die Volatilität bis Handelsschluss schnell wieder anziehen lassen.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue NASDAQ 100-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:
Die neusten NASDAQ 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für NASDAQ 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
