Die Nervosität ist zurück – und diesmal kommt sie nicht aus der Tech-Ecke, sondern aus der Geopolitik. Im US-Vorbörsenhandel deuten die Nasdaq-100-Futures deutlich nach unten, nachdem der Konflikt zwischen den USA und Iran über Nacht weiter eskalierte. Gleichzeitig treiben steigende Energiepreise die Inflationserwartungen – und damit auch die Zinsen.
Geopolitik, Öl und Zinsen als Treiber
Der wichtigste Belastungsfaktor ist die Zuspitzung im Nahen Osten. Eine neue Welle von Luftangriffen auf Ziele im Iran und im Libanon verschärfte die Lage, nachdem die US-Börsen die ersten Schockwellen zum Wochenstart noch teilweise verdaut hatten.
Am Ölmarkt wird die Situation zunehmend als reales Angebotsrisiko gehandelt. Brent sprang am Montag um rund 9% auf knapp 78 US-Dollar, WTI lag knapp unter 72 US-Dollar. Besonders im Fokus: die Straße von Hormus. Dort kam der Tankerverkehr laut Bericht zeitweise zum Stillstand – ein potenzieller Engpass für den globalen Ölhandel.
Die Preisschocks reichen inzwischen deutlich über Rohöl hinaus. Diesel zog am Montag stärker an als Öl und markierte den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Europa-Gasoil-Futures stiegen laut Text um rund 18%, US-Diesel-Futures um 12% (größter Tagesanstieg seit 2022). Auch Erdgas sprang in Europa um 38% und verzeichnete den stärksten Tagesgewinn seit 2022. Zusätzlich meldete QatarEnergy, die LNG-Produktion nach einem iranischen Angriff auf eine Anlage in Ras Laffan gestoppt zu haben.
Parallel kippt die Zinsfantasie. Stärkere Arbeitsmarktdaten von Ende Februar und die höheren Energiepreise führten laut Artikel dazu, dass die US-Notenbank Zinssenkungen womöglich erst ab Juli 2026 in Aussicht stellt. Am Anleihemarkt stiegen die Renditen, weil Händler ihre Erwartungen an baldige Zinssenkungen zurücknahmen. Der nächste große Datenpunkt folgt am Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls).
Auch der Dollar zog an: Der Dollarindex stieg um 0,95% und erreichte den höchsten Stand seit fünf Wochen.
Marktreaktion: Flucht in „Sicheres“, Rotation in Defensive
Die Futures signalisierten am Morgen ein klares Risk-off-Bild: Nasdaq-100-Futures notierten im Vorbörsenhandel bei rund 24.802 Punkten (minus 0,89%). Der Volatilitätsindex VIX schloss am Montag bei 21,44 Punkten (plus knapp 8%) und lag damit weiter über der Marke von 20, die häufig als Hinweis auf erhöhte Absicherungsnachfrage gilt. Gold stieg vorbörslich auf bis zu 5.400 US-Dollar je Unze und legte zeitweise rund 2% zu.
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In der regulären Montagssitzung zeigte sich bereits, wie hektisch die Lage ist: Nach einem schwachen Start drehten Teile des Marktes nach oben. Der Nasdaq Composite schloss 0,36% höher, nachdem er zwischenzeitlich 1,6% im Minus gelegen hatte. Der Dow Jones verlor 0,15%.
Bei den Einzeltiteln und Sektoren zeigte sich eine deutliche Rotation weg von klassischen Wachstumswerten hin zu Bereichen, die von der Lage profitieren oder als defensiver gelten. MicroStrategy lag laut Text rund 7% vorn, gestützt durch eine Bitcoin-Rally. Rüstungswerte zogen nach den Angriffen ebenfalls an: Lockheed Martin gewann 6%, Northrop Grumman 5%, AeroVironment sprang um mehr als 10%. Palantir stieg am Montag um 6,6% auf 146,25 US-Dollar. Cybersecurity-Titel legten zu, nachdem vor erhöhten Cyberrisiken im Umfeld der Luftschläge gewarnt wurde.
Auf der Verliererseite standen mehrere konjunktursensiblere Bereiche: Consumer Discretionary, Materialien, Finanzwerte und Kommunikationsdienste lagen laut Text jeweils um 1% oder mehr im Minus. Reiseaktien gaben nach; Delta Air Lines wurde als Beispiel genannt. Tesla fiel vorbörslich am Montag um 2%, obwohl das Unternehmen im Februar in Frankreich und Norwegen Marktanteile gewonnen haben soll.
Chartbild: 25.000 als Schlüsselmarke
Technisch verschlechterte sich das Bild, weil der Nasdaq-100 die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zum Wochenstart wieder abgab. Im Text wird zudem ein klarer Rücklauf nach einer Abweisung am Bereich des 100-Tage-Durchschnitts beschrieben, mit einem Zwischenhoch nahe 25.258 Punkten.
Wichtige gleitende Durchschnitte rücken damit als mögliche Hürden in den Vordergrund: Der 200-Tage-Durchschnitt wird bei 25.249,21 Punkten genannt und gilt im Artikel nun eher als Widerstand, solange der Index darunter bleibt. Was würde die Lage kurzfristig entspannen? Eine schnelle Rückkehr über 25.000 Punkte in den nächsten Handelstagen würde zumindest den unmittelbaren technischen Druck verringern – bleibt sie aus, rückt laut Text ein Test tieferer Unterstützungen in den Fokus.
Für zusätzlichen Rückenwind der Bewegung sorgen laut Artikel systematische und algorithmische Strategien: Wenn technische Marken reißen, können automatisierte Verkaufsprogramme den Abwärtsimpuls verstärken.
Im Blick bleibt neben der Lage in der Straße von Hormus vor allem der Freitag: Mit den US-Jobdaten kommt der nächste harte Datenpunkt für die Zinserwartungen – und damit für die Richtung, die Tech und der Nasdaq-100 kurzfristig einschlagen können.
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