Der Tech-Motor der US-Börse hat den Februar mit einem unangenehmen Beigeschmack beendet. Gleich zwei Themen haben die Stimmung gedrückt: überraschend hartnäckige Inflationssignale und wachsende Zweifel, ob sich der KI-Boom in den kommenden Quartalen genauso teuer „weiterfüttern“ lässt. Genau diese Mischung macht den Monatswechsel für Anleger so heikel.
Inflation trifft Tech-Bewertungen
Auslöser für den jüngsten Verkaufsdruck waren neue US-Inflationsdaten auf Produzentenebene. Der Kern-PPI (ohne Lebensmittel und Energie) legte im Monatsvergleich um 0,8% zu und lag damit deutlich über den Erwartungen. Auch die Jahresraten fielen höher aus als prognostiziert. Die Botschaft dahinter ist simpel: Preisdruck in der Lieferkette ist noch nicht erledigt.
Für den Nasdaq 100 ist das besonders relevant, weil höhere Inflation tendenziell höhere Zinsen länger am Leben hält. Entsprechend zogen die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen wieder über 4,2% an. Steigende Renditen sind Gift für hoch bewertete Wachstumswerte, weil künftige Gewinne stärker abgezinst werden – und genau diese Titel prägen den Index.
KI-Narrativ kippt: Von „FOMO“ zu „Beweisen“
Neben dem Makro-Thema kam Druck aus dem KI-Umfeld. Nvidia verlor am Freitag 5,5% – und das trotz starker Quartalszahlen mit Rekordumsatz. Der Rücksetzer wirkte deshalb wie ein Stimmungsbarometer: Anleger schauen nicht mehr nur auf Wachstum um jeden Preis, sondern stärker auf die Frage, wie lange die Investitionswelle in KI-Infrastruktur dieses Tempo hält.
Auch andere KI-nahe Bereiche standen unter Abgabedruck. CoreWeave brach um 20% ein, nachdem der Ausblick für das erste Quartal hinter den Erwartungen blieb. Bei Microsoft und Alphabet fielen die Bewegungen moderater aus, doch die Richtung passte ins Bild einer Rotation weg von hoch bewerteten Growth-Titeln. Zusätzlich verschärfte Block die Nervosität, weil das Unternehmen mehr als 4.000 Stellen streichen will – ein Signal, dass Effizienzprogramme im Tech- und Fintech-Bereich wieder wichtiger werden.
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Es gab allerdings auch Ausnahmen: Dell sprang um 21,8% nach oben, gestützt von starker Nachfrage nach KI-Servern und einem großen Aktienrückkaufprogramm. Netflix legte fast 10% zu, nachdem das Unternehmen sein Interesse an Warner Bros. Discovery-Assets zurückzog.
Chartlage und Blick auf März
Der Nasdaq 100 beendete die Woche bei 24.960 Punkten und liegt damit rund 4,7% unter seinem 52‑Wochen‑Hoch. Technisch blieb der Index zuletzt an wichtigen gleitenden Durchschnitten hängen – ein Umfeld, in dem Erholungen schnell wieder verkauft werden.
Inhaltlich dürfte der März die nächste Richtung vorgeben: Am 6. März stehen Lohndaten an, am 11. März folgt der US-Verbraucherpreisindex (CPI) und am 13. März der PCE-Deflator, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Parallel dazu rücken wichtige Unternehmenszahlen näher – darunter MongoDB (2. März) sowie Broadcom (4. März) als Stimmungscheck für den angeschlagenen Halbleitersektor.
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