Nebius Aktie: 130 Millionen Dollar Insider-Verkäufe
Nebius verzeichnet nach starkem Kursanstieg einen Rücksetzer von über elf Prozent, ausgelöst durch umfangreiche Insider-Verkäufe. Trotz des Dämpfers bleibt die Jahresbilanz mit knapp 159 Prozent Plus beeindruckend.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt um 11,45 Prozent
- Insider verkaufen Aktien im Wert von 130 Mio. Dollar
- Umsatz steigt um 684 Prozent im ersten Quartal
- Institutionelle Anleger bauen Positionen aus
Nach einem der stärksten Kursanstiege im KI-Sektor hat Nebius am Freitag einen empfindlichen Rückschlag kassiert. Die Aktie verlor 11,45 Prozent auf 197,90 Euro — ein deutlicher Einschnitt, der jedoch die beeindruckende Jahresbilanz von knapp 159 Prozent kaum kratzt.
Institutionen kaufen, Insider verkaufen
Während Großinvestoren ihre Positionen ausbauen, haben Insider in den vergangenen drei Monaten massiv Kasse gemacht. Allein Andrey Korolenko trennte sich Mitte Mai von 500.000 Aktien, Chief Revenue Officer Marc Boroditsky verkaufte Anfang Juni weitere rund 10.800 Stück. Insgesamt flossen dabei Insider-Verkäufe im Wert von rund 130 Millionen Dollar aus dem Unternehmen.
Das steht im klaren Kontrast zur institutionellen Seite. Commonwealth Equity Services erhöhte seinen Bestand im vierten Quartal um knapp 37 Prozent, CIBC World Market verdoppelte seine Position sogar auf über 108.000 Aktien. Rund 22 Prozent des Unternehmens liegen mittlerweile in institutioneller Hand.
Fundamentaldaten bleiben stark
Die operative Geschichte hinter dem Kurs ist bemerkenswert. Im ersten Quartal legte der Umsatz um 684 Prozent auf 399 Millionen Dollar zu. Der Verlust je Aktie von 0,23 Dollar fiel deutlich besser aus als die von Analysten erwarteten 0,77 Dollar.
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Das Fundament stützen langfristige Infrastrukturverträge mit Meta und Microsoft sowie eine Milliarden-Investition von Nvidia — inklusive öffentlichem Rückenwind von CEO Jensen Huang. Nebius betreibt Kapazitäten von mehr als 3,5 Gigawatt und weist ein Auftragspolster von rund 47 Milliarden Dollar aus. Analysten taxieren den fairen Wert auf etwa 239 Dollar je Aktie, das höchste Kursziel liegt bei 270 Dollar.
Technisches Bild nach dem Rücksetzer
Der RSI von 56,2 signalisiert weder überkauft noch überverkauft — die Aktie hat nach dem Freitagseinbruch technisch Luft in beide Richtungen. Mit einem Abstand von gut 32 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt bei 149,41 Euro bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend intakt, auch wenn das Allzeithoch von 242,95 Euro vom 2. Juni bereits 18,5 Prozent entfernt liegt.
Die psychologische Marke von 200 Euro wird in der kommenden Woche zum ersten Prüfstein. Hält sie nicht, rückt der 50-Tage-Durchschnitt als nächste relevante Unterstützung ins Bild — ein Test, der die gesamte Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate auf die Probe stellen würde.
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