Nebius Aktie: 15-Prozent-Rally nach Bloom-Deal
Nebius schließt Milliarden-Deal mit Bloom Energy zur Stromversorgung und überzeugt mit rasantem KI-Cloud-Wachstum von 841 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Milliarden-Deal mit Bloom Energy
- Umsatzsprung um 684 Prozent
- KI-Cloud-Wachstum von 841%
- Prognose für 2026 angehoben
Nebius liefert genau die Mischung, die der KI-Markt derzeit honoriert: rasantes Umsatzwachstum und einen Plan gegen den Stromengpass. Die Aktie sprang am Donnerstag zeitweise um mehr als 15 Prozent an. Der eigentliche Treiber liegt nicht nur in den Quartalszahlen, sondern in der Energiefrage.
Strom wird zum Engpassfaktor
Nebius setzt beim Ausbau seiner KI-Rechenzentren auf eine langfristige Partnerschaft mit Bloom Energy. Der Vertrag läuft über zehn Jahre und kann ein Volumen von bis zu 2,6 Milliarden Dollar erreichen. Bloom soll Festoxid-Brennstoffzellen installieren und warten, die direkt vor Ort Strom liefern.
Das erste Projekt ist für 2026 in Independence im US-Bundesstaat Missouri geplant. Die anfängliche Kapazität soll 328 Megawatt betragen.
Für Nebius ist das mehr als ein Liefervertrag. Lokale Stromversorgung kann den Ausbau von Rechenzentren beschleunigen, wenn Netzanschlüsse knapp oder langsam verfügbar sind. Nach der Vereinbarung hob das Unternehmen seine Prognose für vertraglich gesicherte Stromkapazität bis Jahresende von 3 auf 4 Gigawatt an.
Wachstum bleibt extrem hoch
Auch operativ liefert Nebius starke Zahlen. Der Umsatz stieg im Auftaktquartal auf 399 Millionen Dollar, ein Plus von 684 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Schwerpunkt liegt klar auf der KI-Cloud.
In diesem Segment kletterten die Erlöse auf 389,7 Millionen Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 841 Prozent.
Der jährlich wiederkehrende Umsatz erreichte 1,92 Milliarden Dollar und lag 674 Prozent über dem Vorjahreswert. Das zeigt, wie schnell Nebius wiederkehrende Kundenverträge aufbaut.
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Beim Ergebnis bleibt die Lage gemischt. Der bereinigte Nettoverlust lag bei 100,3 Millionen Dollar beziehungsweise 0,33 Dollar je Aktie. Die Kasse ist dafür gut gefüllt: Nebius verfügt über rund 3,7 Milliarden Dollar an Barmitteln.
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden Dollar an. Beim jährlich wiederkehrenden Umsatz reicht die Zielspanne bis zum Jahresende von 7 bis 9 Milliarden Dollar.
Analysten sehen große Spanne
Die Kursziele zeigen, wie unterschiedlich der Markt die Aktie bewertet. Hohe Wachstumsraten treffen auf enorme Investitionsanforderungen, vor allem bei Stromversorgung und Rechenzentrumskapazität.
- Citigroup: „Buy“, Kursziel 287 Dollar.
- Northland: Kursziel 248 Dollar.
- D.A. Davidson: „Neutral“, Kursziel 250 Dollar.
- Morgan Stanley: „Equal-Weight“, Kursziel 144 Dollar.
Rückenwind kommt auch aus dem Umfeld. Starke Quartalszahlen von Nvidia stützen die Nachfrage nach spezialisierten KI-Infrastruktur-Anbietern, die kurzfristig GPU-Kapazität bereitstellen können.
Nicht bestätigte Marktberichte sprechen außerdem von möglichen Preiserhöhungen bei Nebius-Angeboten für GPU-Kapazität ab 1. Juni 2026. Für On-Demand-Tarife ist von rund 29 Prozent die Rede; bei vorübergehend nutzbarer Kapazität sollen es bis zu 51 Prozent sein. Offiziell bestätigt hat Nebius diese Anpassungen nicht.
Der Auftragsbestand liegt bei 33,6 Milliarden Dollar. Einen großen Teil davon trägt ein bereits angekündigter Vertrag mit Meta über 27 Milliarden Dollar, ergänzt durch eine strategische Nvidia-Investition von 2 Milliarden Dollar.
Damit steht Nebius vor einer klaren Bewährungsprobe. Der Markt bezahlt nicht nur Wachstum, sondern die Fähigkeit, Strom, Chips und Kundenverträge schnell genug zu sichern. Nach dem Kurssprung liegt die Messlatte hoch: Entscheidend sind nun die Umsetzung des Bloom-Projekts in Missouri und die Bestätigung der ambitionierten Jahresziele.
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